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HELI AIR SWEDEN | FILMTECHNIK    Ausgabe 04/13

Elite-Flieger

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Die Cineflex Elite stellt mit der Arri Alexa M die erste digitale Kamera dar, die aus einer kreiselstabilisierten Plattform mit einer sehr kompakten Bauweise heraus ProRes 4444 und Arriraw aufzeichnen kann. Als erste Firma in Skandinavien bekam HeliAir Film vor Weihnachten eine Elite ausgeliefert. Ruodlieb Neubauer sprach mit Tobias Larsson, Head of Cineflex Operations bei HeliAir Sweden.

HeliAir Sweden operiert von fünf Basen aus: Stockholm, Västerås, Växjö, Eslöv und Gothenburg. Die Flotte besteht aus mittlerweile dreizehn Helikoptern: zwei Eurocopter AS350, fünf aus der Serie MD500 von Hughes, sowie sechs Bell 206. Ein Volvo-Tanklast­wagen sorgt dafür, dass man in den Weiten Skandi­naviens auch bei Aufträgen etwas weiter abseits nicht auf dem Trockenen bzw. am Boden bleibt. HeliAir Sweden hat seinen Sitz in Stockholm und fliegt verschiedenste Dienstleistungen: von komplizierteren Lastflügen über VIP-Transporte bis hin zu Rundflügen für Leute, die sich die Welt mal von oben ansehen wollen. Oder auch für Leute, die die Welt mal von oben filmen wollen.

Neben der Cineflex Elite verfügt die Tochterfirma HeliAir Film noch über die Vorgängerversion Cineflex V14, die mit einer Sony HDC1500 ausgerüstet ist, sowie über drei Systeme von Flir, die für die Über­wachung von Überland-Stromleitungen eingesetzt werden. Mit den MD500 fliegt HeliAir Sweden auch Bahnlinen oder Hochspannungstrassen entlang und hält Bäume mit jener Art von Sägen auf Distanz, wie man sie aus dem James-Bond-Film »Die Welt ist nicht genug« kennt. Nur dass man diese dort eher weniger zur Kultivierung der Natur einsetzte.

Aram Rubinstein, Gründer und Geschäftsführer von HeliAir Sweden, ist selbst ein leidenschaftlicher Pilot und Liebhaber von allen Dingen, die man in der Luft bewegen kann – wenn sie nur stark genug motori­siert sind. Rubinstein gründete HeliAir Sweden 1994. Mit Tobias Larsson, der heute Head of Cineflex Operations bzw. HeliAir Film ist, arbeitet er seit 2004 zusammen.

Die Idee, eine Super35mm-Cineflex zu kaufen, stellt für Tobias Larsson einen ganz natürlichen Schritt dar. Schließlich kennt man das Cineflex-System bei HeliAir Sweden nun schon länger: Mit der V14 begann man Anfang 2008 zu fliegen, Ende 2008 kaufte man jene mit der weltweiten Seriennummer 5(!) – und ist bis heute damit sehr zufrieden. Zur Zeit arbeiten Tobias Larsson und Jonas Malm als Operators der Cineflex Elite. Zwei weitere werden gerade von der V14 kommend auf der Elite eingearbeitet.

Für Cineflex-Aufträge setzt HeliAir Sweden hauptsächlich die beiden Eurocopter AS350 ein, die Tobias Larsson als beste Plattform für die Cineflex ansieht. Man verfügt allerdings auch über Mounts für andere Helis – für Produktionen in Ländern, wo ein AS350 nicht so verbreitet ist. So ist man z.B. mehrere Jahre lang in 16 Ländern für die »Survivor«-TV-Serie (»Expedition Robinson«) in Asien und der Karibik geflogen.

Vor der Cineflex V14 hatte man auch einige andere Systeme wie z.B. den Tyler Nose Mount und Side Mount, oder das Gyron-System. »Mir kommt die Zeit vor der Cineflex wie die Steinzeit vor. Es dauerte Ewigkeiten, die Systeme abzumontieren, sie einzupacken, vor Ort zu reisen, sie dort wieder aufzubauen. Wenn man die Cineflex installiert, kann man sich innerhalb von zwei Stunden in den Helikopter setzen, die Stromversorgung einschalten, und es funktioniert. Bei anderen Systemen, die mit der ARRI Alexa arbeiten können, muss man die Kamera mieten, sie einbauen, die Gyros optimieren und das System zum Laufen bringen. Mit der Cineflex Elite spart man eine Menge Zeit, auch weil man sie nicht kalibrieren muss.«

Genau genommen ist man sogar in ganz Europa die zweite Firma, an die eine Cineflex Elite ausgeliefert wurde. Offiziell gab es erst seit der NAB 2012 einen Prototypen der in fünf Achsen kreiselstabilisierten ­Kamerakugel, doch der kam schon beim Dreh des neuesten James-Bond-Films »Skyfall« zum Einsatz. So ging zum Auslieferungsbeginn der Cineflex Elite im ­Dezember 2012 eine Woche vor HeliAir Sweden das erste Exemplar in Europa nach England.

Die Kunden von HeliAir Film drehen hauptsächlich Werbe-, Kino- und Fernsehfilme. »Die meisten sahen in der Sony HDC-1500 in der Cineflex V14 eine typische TV-Kamera. Deshalb war es anfangs nicht einfach, die Cineflex für die Produktionen einzusetzen«, erzählt ­Tobias Larsson. »Als dann die Cineflex Elite mit der ­Alexa M angekündigt wurde, mussten wir nicht lange darüber nachdenken. Ich würde sagen, dass etwa 80 Prozent der High-Budget-Feature- bzw. Werbeproduktionen in Schweden mit der ARRI Alexa drehen.«


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