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FILMERBE IN GEFAHR | INTERVIEW    Ausgabe 03/15

SOS Filmerbe

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Der Tod kommt leise – und er bedroht die historischen Bestände deutscher Filmgeschichte. Sonja M. Schultz befragte Klaus Kreimeier, Mitinitiator der Initiative »Filmerbe in Gefahr«, zum Stand der Dinge in Archiven und Politik.

Metropolis © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Metropolis © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

»Unser Filmerbe ist in Gefahr« – mit diesem warnenden Aufruf wandten sich Ende 2013 der Filmhistoriker Jeanpaul Goergen, der Filmemacher Prof. Helmut Herbst und der Publizist und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Kreimeier an die Öffentlichkeit. Ihr Ziel: Eine Initiative zur Rettung des vom chemischen Zerfall bedrohten filmischen Kulturerbes zu schaffen. Erstes Problembewusstsein in der Kulturpolitik ist geweckt, erste Archiv-Notstände sind gelindert worden. Aber ­gelöst sind die Probleme der langfristigen Sicherung analoger Orginalnegative und ihrer Digitalisierung noch nicht.

 

Professional Production:

Was hat sich seit Beginn Ihrer Initiative bereits getan?

Klaus Kreimeier:

Wir haben eine Petition an den Bundestag gestartet, die bis zum Ende der Mitzeichnungsfrist im Januar 2014 über 400 Unterschriften fand. Gleichzeitig starteten wir eine Petition auf change.org, die im Laufe eines Jahres von mehr als 5500 Film- und Kulturschaffenden, Kritikern, Wissenschaftlern und Filmfreunden ­unterstützt wurde (https://www.change.org/p/unser-filmerbe-ist-in-gefahr). Wir haben die Kulturstaats­ministerin, Frau Monika Grütters, über unsere Initiative informiert und stehen seither mit ihr im Kontakt. Die Gründung eines Runden Tischs zum Problem des Film­erbes durch Frau Grütters geht nicht zuletzt auf das außerordentlich breite Medienecho zurück, das unsere Initiative ausgelöst hat. Für das Haushaltsjahr 2014 hat die Staatsministerin eine Summe von 1 Mio. Euro ausschließlich für die Erhaltung und Digitalisierung bedrohter Filme bereitgestellt und diese Unterstützung für das folgende Haushaltsjahr verlängert. Das ist ­natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin ein Anfang.


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