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BIG GAME | PRODUKTIONSBERICHT    Ausgabe 06/15

Game of Locations

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Eine Abenteuer-Story in der finnischen Wildnis- mit einem terrorgefährdeten US-Präsidenten in Bayern für den weltweiten Kinomarkt verfilmen. Geht das eigentlich? Wie einer aus Finnland auszog, das internationale Film­geschäft zu erobern, schildert Romain Geib mit der Entstehungsgeschichte des Action-Abenteuerfilms »Big Game« des finnischen Regisseurs Jalmari Helander, der jetzt in Europa und den USA in den Kinos anläuft.

Onni Tommila, Samuel L. Jackson © Egoli Tossel / Stephanie Kulbach

Onni Tommila, Samuel L. Jackson © Egoli Tossel / Stephanie Kulbach

 

Produktionsanreize auf Bundes- und Länderebene, wie sie etwa der Deutsche Filmförderfonds DFFF oder der FFF Bayern zur »Förderung internationaler Koproduktionen« anbietet, sollen dazu beitragen, neben Dreh­arbeiten internationaler Projekte an deutschen Schauplätzen, in besonderen Fällen auch die Durchführung von VFX-Arbeiten durch hiesige Effekthäuser maßgeblich zu unterstützen und somit die hiesigen Standortbedingungen für ausländische Produzenten attraktiver zu gestalten. Profitieren soll der gesamte deutsche Standort.

Auch die finnisch-deutsch-englische Koproduk­tion »Big Game« des finnischen Regisseurs Jalmari Helander wurde mit dieser Zielsetzung bereitwillig ­gefördert (DFFF: 1 Mio. Euro) und sie ist auch das erste internationale Projekt, das aus Bayern 1 Mio. Euro an finanzieller Unterstützung aus dem Sonderprogramm für internationale Ko-Produktionen des FFF Bayern erhalten hat. Aus dem Sondertopf, der seit 2013 ein jährlich abrufbares Gesamtvolumen von 3 Mio. Euro umfasst, erhielt zuletzt auch Oliver Stones aktuelles, teilweise in Bayern (Studio-Innenaufnahmen) entstehendes »Snowden«-Filmvorhaben (Budget ca. 45 Mio. Dollar) eine Unterstützung von 1 Mio. Euro.

Für den FFF Bayern galt es, damit seinen Handlungsspielraum bei der Standortförderung zu erweitern und gezielt Großproduktionen anzulocken. Es sollen mit schneller, flexibler Handhabung insbesondere ­Kino-Koproduktionen ermöglicht werden, die auch für eine internationale Auswertung bestimmt sind. Eine zentrale Förderbedingung verlangt, dass mindestens die Hälfte der Drehtage oder virtuelle Drehs (Visual ­Effects) in Bayern stattfinden. Alles Zielsetzungen, die von der 2013/14 entstandenen Koproduktion »Big ­Game«, die jetzt in Deutschlands Kinos startet, in ge­radezu vorbildlicher Weise erfüllt wurden.

Die auf den großen internationalen Markt zielende 8,5-Mio.-Euro-Produktion mit Samuel L. Jackson als US-Präsident auf der Flucht in der finnischen Bergwildnis wird ebenfalls Ende Juni von Luc Bessons ­Medienunternehmen EuropaCorp (Action-Filme wie »Transporter«, »Taxi«, Taken«) als erste europäische Produktion in den USA flächendeckend in die Kinos ­gebracht. Der Firma des französischen Regisseurs, Verleihers und Studiobetreibers Besson war beim
letzten Toronto International Festival 2014 der Coup gelungen, den größten internationalen Bietern die ­US-Kinorechte vor der Nase wegzuschnappen, laut Hollywood Reporter, für ganze 4 Mio. Dollar.


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