Technologie und Medienrealisation in Film und Video
DENZ King Peter | Kamera-Technik    Ausgabe 07-08/16

Wo ist denn der Sensor wirklich?

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Der Denz King Peter ist ein rechnergestütztes optisches Mess-System zur pixelgenauen Bestimmung der Lage und Position des Sensors einer Kamera im Verhältnis zum Flansch. Ruodlieb Neubauer hat ihn sich näher angesehen.

 

Sicher wird Ihnen auch schon das eine oder andere Mal aufgefallen sein, dass bei manchen Bildern die Unschärfen an den Rändern unterschiedlich weit ins Bild kommen. Mit etwas Erfahrung konnte man bisher einiges vermuten, den genauen Grund zu finden, war schwierig. Das Objektiv? Der Flansch? Der Sensor? Kommt das Bild mittig am Sensor an, steht dieser nicht parallel zur Fokus-Ebene? Im Stereo-3D-Bereich kommen dann noch Probleme dazu, wenn die Bilder bzw. die Sensoren der linken und rechten Kamera zueinander verdreht sind. Der Aufwand für die Erkennung des tatsächlichen Fehlers war bis jetzt recht hoch, ebenso wie die Chance, bei dessen Behebung in die falsche Richtung zu arbeiten. Man konnte eben nicht messen, sondern wusste nur, dass irgend etwas nicht in Ordnung war.

Man kann natürlich Bilder nachträglich per Software korrigieren. Zumindest ist dies bei Verzerrungen oder Verkippungen möglich. Schärfe kann man nachträglich jedoch nicht dazu rechnen. Zudem bedeutet jede Umrechnung eines Bildes, und noch viel mehr der Bildgeometrie, dass Auflösung verloren geht. Ein Punkt, der gerade bei den Formaten mit immer höher werdenden Auflösungen eigentlich stärker denn je ins Gewicht fällt, aber gerne verdrängt wird. Dabei ist es für eine Produktion ziemlich teuer, unscharfe Bilder einfach mit mehr Pixeln aufzunehmen.

Fehlersuche

Bei der Suche nach Fehlern ist es immer am besten, die Zahl der potenziellen Quellen in einer Strecke so gering wie möglich zu halten. Wenn man weiß, dass Einzelteile in Ordnung sind, lässt sich die Fehlerquelle besser einkreisen. Also erst mal die Kamera ohne Objektiv unter die Lupe nehmen. Das Auflagemaß ließ sich schon bisher an verschiedenen Flanschen mit dem Denz FDC, dem Flange Depth Controller, einfach messen. Aber wie landet das Bild am Sensor tatsächlich?

Bisher konnte man nur die optischen Gläser vor dem Sensor ausbauen, um dessen Verkippung bzw. Verdrehung auf einer optischen Bank zu messen. Ein schwieriger, besonders im Falle der optischen Gläser für die meisten Leute ein unmöglich zu bewerkstelligender Vorgang. Man konnte auch mit einem Master-Objektiv auf eine Wand mit einem Testbild schauen, um dann die Verzerrung des Rasters zu beurteilen. Dabei bekommt man allerdings keine bestimmten Werte, sondern man sieht eben eine Verzerrung – das Schachbrett wird trapezförmig. Wie man dies spezifizieren kann, ist nicht festgelegt.

Vorausgesetzt, man veränderte das Gesamtsystem in keinem anderen Punkt, konnte man sich in einem zeitaufwendigen Prozess an ein ­Optimum herantasten. Immer mit der Gefahr, dass der mechanische Aufbau des gesamten Messaufbaues über den Zeitraum hinweg nicht exakt derselbe blieb. Leute mit fotografischem Gedächtnis sind da eindeutig im Vorteil.


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