Technologie und Medienrealisation in Film und Video
20. Diagonale | FESTIVALbericht    Ausgabe 06/17

Ein Jubeljahrgang zum Jubiläum

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Fast frühsommerlich strahlte in Graz die Sonne auf Festivalbesucher und Filmschaffende – kein Grund, nicht ins Kino zu gehen. Zum 15. Mal beobachtet Christine Dériaz das Filmgeschehen in Österreich.

Sebastian Höglinger, Peter Schernhuber © Christine Dériaz

Sebastian Höglinger, Peter Schernhuber © Christine Dériaz

 

Wer anlässlich des runden Geburtstags mit Glanz und Rüschen rechnete, lag falsch. In Graz steht allein der Film im Mittelpunkt, auch die 20. Diagonale blieb eher ein Arbeitstreffen, denn eine Gala. In ihrem zweiten Jahr als Intendan-

ten bewiesen Sebastian Höglinger und Peter Schern­huber weiter ein gutes Gespür für Themen und Filmauswahl und vermittelten mit ihrer ruhigen, aber präsenten Art eine freundliche Stimmung. Da immer mehr Filme produziert werden, auch wenn viele davon unter katastrophalen wirtschaftlichen Bedingungen entstehen, ist die Auswahl zwangsläufig subjektiv, und vermeintlich Besseres mag nicht ausgewählt worden sein, dennoch, ein vielfältiges und vor allem bildstarkes Programm stand dieses Jahr zur Auswahl.

Auch in diesem Jahr drängelten sich schon vormittags Zuschauer vor den Kinos, die Vorstellungen waren gut bis sehr gut besucht, ein ­Anstieg zum Vorjahr wird sogar gemeldet. Der österreichische Film scheint weiterhin beliebt zu sein, und viele Filme der Diagonale hatten ihre Weltpremieren auf Festivals in Berlin, Toronto, Saarbrücken, um nur einige zu nennen.

Neugierde wünschten sich die Intendanten bei der Eröffnung. Der junge Filmstudent Felix Kalaivanan hat diese mit seinem Film »Neujohr« bereits bewiesen und umgesetzt. Als erster, rein ­digitaler Studienjahrgang, wollte er dringend trotzdem auch einmal mit analogem Filmmaterial arbeiten, mit 20 Minuten 16mm-Material, einer vagen Geschichte, die viel Raum für Improvisa­tion ließ, realisierte er seinen wunderbaren, zehnminütigen, Kurzfilm. Die Qualität des Filmmaterials hebt die leere Schneelandschaft besonders hervor, und trotz der beschränkten Menge an Rohmaterial ist am Ende alles erzählt, von Freundschaft und Entfremdung, vom Weggehen und vom Dableiben.


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