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Technologie und Medienrealisation in Film und Video





Cintel Scanner | Erfahrungsbericht    Ausgabe 02/18

Ein Film ist mehr als die Summe seiner Pixel

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Thomas Bakels, Leiter des Münchener Restaurierungsbetriebs Alpha-Omega digital, berichtet über seine umfangreichen Erfahrungen mit dem Cintel-Scanner von Blackmagic im Hardcorebereich Restaurierung.

 

In jüngster Zeit häufen sich in der Branche hinter vorgehaltener Hand verbreitete, sehr negative Kommentare über den Cintel Scanner von Blackmagic. Der Scanner sei nicht professionell, die Auflösung sei nicht gut, die Farben würden nicht gut dargestellt, etc. etc. Diese Kommentare kommen in allen mir bekannten Fällen von Leuten, die niemals vorher einen Film selbst gescannt haben, Vertriebsleute etwa, die damit möglicherweise eine Marketing-Strategie des ­eigenen Hauses überbefolgen, keinesfalls jedoch diese Behauptungen mit technischer Wahrheit hinterlegen können. Sie führen damit aber Leute in die Irre, die Filme bearbeiten wollen bzw. dafür bezahlen sollen.

Zum Hintergrund

Ich habe mit Filmrestaurierung im Jahr 2000 begonnen, zu einer Zeit, als diese Art, Filme in hochwertiger Weise und von am besten geeigneten Quellen zu scannen und weiterzubearbeiten, noch tief in den berühmten Kinderschuhen steckte. Mit ersten großen Filmrestaurierungen wie »Metropolis« (2001) sowie der hochgradig schwierigen Digitalisierung und Restaurierung der Skladanowsky-Original-Negative aus dem Jahr 1896 sind mir Herausforderungen begegnet, die kaum ein anderer Digital-Restaurator in Europa je gesehen hat. Die Allermeisten hatten bis heute solche Herausforderungen nicht.

Von Restaurierungen wie »Das Weib des Pharao« (Lubitsch, 1921) bei dem die überlieferten Nitro-Positive über weite Strecken keine Perforation mehr aufwiesen, handcolorierten Nitro-Posi­tiven mit sich ablösender Emulsion (»Dornröschen«, 1907) bis hin zu Sonderformaten wie 17,5mm-Mittelperforation oder gar Paper Prints von Thomas Edison und Georges Méliès, habe ich über die letzten 17 Jahre so ziemlich die schwierigsten Aufgaben in der Filmrestaurierung gesehen und häufig wieder auf 35mm zurückbelichtet, die überhaupt gestellt werden können.

Bis heute ist die oberste Qualität mein Maßstab und aktuellere Restaurierungen wie »Der Gang in die Nacht« von F.W. Murnau (1919) werden von der Fachwelt als herausragende Restaurierungen besprochen. Z.B. schreibt der Filmhistoriker David Bordwell: »And what a restoration it is! The Munich Film Museum’s team has created one of the most beautiful editions of a silent film I’ve ever seen. The new Munich restoration allows you to see everything in the frame, with a marvelous translucence and density of detail. Forget High Frame Rate: This is hypnotic, immersive ­cinema.« http://www.davidbordwell.net/blog/2016/11/06/murnau-before-nosferatu/

In den vergangenen Jahren haben wir hier bei Alpha-Omega digital das Gesamtwerk von Werner Herzog, alle Filme von Percy Adlon und et­liche Filme von Volker Schlöndorff restauriert, und das mit einer dauerhaften hohen Zufriedenheit dieser an hohe Qualität gewöhnten Filmschaffenden. Im Endprodukt spielen die Natürlichkeit der Farben und eine sehr gute gleichmäßige Schärfe die Hauptrollen. Ein minderwertiges Digitalisat bezüglich Schärfe oder Variationsvielfalt der Farben lässt sich im weiteren Verlauf nie wieder einholen. Das Endprodukt bleibt immer nur so gut wie der Scan ursächlich war.


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