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The Mind Behind Flying | Produktionsbericht    Ausgabe 04-05/18

Das Gespür für’s Fliegen

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Für Filmemacher Adi Geisegger waren die Red Bull X-Alps die perfekte Plattform, um im Rahmen eines Kurzfilmes die URSA Mini Pro von Blackmagic und die CP.3-Objektive von Zeiss auszuprobieren. Was in diesem Umfeld auf Mensch und Material zukommt, auch aufseiten der Kamera, lässt ein Gespräch über den Film erahnen, das er mit Ruodlieb Neubauer geführt hat.

© Adi Geisegger

© Adi Geisegger

 

Die Red Bull X-Alps sind der Wettbewerb schlechthin in der Gleitschirm-Szene. Er ist der extremste. Hier nehmen nur die besten Piloten der Welt teil, die allerbesten Ausdauer-Athleten. Diesmal waren es 32 aus 20 Ländern. Man darf nur mit dem Gleitschirm fliegen, oder zu Fuß gehen. 1138 Kilometer Luftlinie, von Salzburg nach Monaco. Die tatsächliche Route ist um einiges länger – es gibt sieben vorgeschriebene Kontrollpunkte, in sieben Ländern, einer davon erstmals in Slowenien. 2017 war es die längste Tour in der vierzehnjährigen Geschichte des Events.

Das Rennen erfordert extreme Fitness und enorme Flugkünste. Sieger ist, wer als erster am oberhalb von Monaco gelegenen Kontrollpunkt in Peille ankommt. Die anderen Teilnehmer haben dann 24 Stunden Zeit, das Ziel ebenfalls zu erreichen. Gestartet wird zwar gleichzeitig, aber im Gleitschirmsport kommt es enorm auf die Taktik an, es hängt sehr viel davon ab, genau im richtigen Moment an der richtigen Stelle zu sein. Sonst landet man früher als geplant, und muss zum nächsten, Erfolg versprechenden, Abflugplatz laufen. Mit Rucksack. In dem sich der Paraglider und weitere Ausrüstung befinden. Selbst ein kleiner Unterschied im Wetter kann bewirken, dass der Abstand zum Nächsten nicht nur um ein paar Minuten wächst, sondern gleich um ein paar Stunden oder gar um einen ganzen Tag.

Das Rennen findet alle zwei Jahre statt, und 2017 sah man, wie das Schweizer Flug-Ass Chrigel Maurer seinen fünften Sieg nach Hause brachte. Nach zehn Tagen, 23 Stunden und 23 Minuten. Oft ganz und gar nicht bei bestem Wetter. Der Zweite, Benoit Outters, kam nur weniger als zwei Stunden später an, der Dritte, Paul Guschlbauer, war 24 Stunden später 5 km vom Ziel entfernt. Das härteste Adventure-Rennen der Welt. Sagt Red Bull, sagen auch die Teilnehmer. Und die müssen’s ja wissen.


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