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HDR-Workshop Teil 2 | Produktions-Technik    Ausgabe 09-10/18

HDR beim Dreh und im Grading

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Im Rahmen eines Workshops für Kameraleute, den die Berliner Cine Chromatix zusammen mit MBF und den Delight Rental Studios veranstalteten, beschäftigte man sich intensiv mit dem Thema HDR. Lead Colorist Tobias Wiedmer und Senior Colorist Luisa Hermanns von Cine Chromatix ziehen ein Résumé. Der zweite Teil hat HDR beim Dreh bzw. Monitoring zum Thema.

 

Je nach Möglichkeit ist es gut, wenn man am Set sowohl SDR als auch HDR schauen kann. On-Set-Hardwaremonitore sind aber noch rar und die bereits erhältlichen überzeugen nicht gerade mit einem guten Schwarzwert. Eine momentane Lösung wäre es, einen Consumer-HDR-TV am Set zu haben, mit dem man testweise das Bild beurteilen kann. Wenn kein HDR-Display zur Verfügung steht, dann ist eine Beurteilung der Szene mit dem bloßen Auge zu empfehlen.

Kamera und Einstellung

Wenn man für eine HDR-Auswertung dreht, sollte man schon beim Dreh einige Dinge beachten, damit es später keine Probleme in der Postproduktion gibt. Die Kamera sollte entweder RAW aufnehmen oder ein logarithmisches RGB-Bild. Rec.709 mit Gamma 2,4 oder ein eingebrannter Look sollten auf jeden Fall vermieden werden. Der Sensor der Kamera und der Codec sollten mindestens in 10-bit-Quantisierung arbeiten. Bei der Benutzung von minderwertigen Kameras wie z.B. vielen DSLRs, GoPros und den meisten Drohnen kann es zu Banding- und Kompressionsartefakten kommen, die man in HDR noch viel deutlicher sieht als bei SDR. Idealerweise sollte man z.B. mit der ARRI Alexa, einer RED, Panasonic Varicam, Sony F55/F65/Venice, Blackmagic Ursa Mini, Canon C700/C300II oder auch klassischem 35mm-Film arbeiten.

Im abgebildeten Beispiel habe ich einen Clip, der mit der Alexa in ProRes444 gedreht wurde, zu H.264 konvertiert, um eine schlechtere Kamera zu simulieren. Wenn man beide Clips in SDR
coloriert, sieht man zwar einen Unterschied, aber es würde qualitativ notfalls noch funktionieren. Versucht man das Gleiche in HDR, wo man mehr Zeichnung sieht, fällt der Unterschied besonders in den hellen Bildbereichen auf. Der gleiche Effekt würde abgeschwächt auch mit unkomprimiertem 8-bit-Material im Vergleich zu 10- und 12-bit-Material auffallen.


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