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Blackmagic RAW | ProduktionsTechnik    Ausgabe 11-12/18

Teil-Zeit-Arbeit

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Zur IBC hat Blackmagic Design das neue Format Blackmagic Raw präsentiert, das die Möglichkeiten eines Raw-Workflows bei den Blackmagic Cinema Cameras beträchlich erweitert. Ruodlieb Neubauer hat einige Informationen dazu gesammelt.

 

Blackmagic Raw wird zuerst von der URSA Mini Pro unterstützt, die neue Pocket Cinema Camera 4K soll folgen, danach die anderen. Einsetzbar ist das neue Format seit der ebenfalls zur IBC erschienenen Public-Betaversion von Black­magic Camera 6.0.

 Bisher arbeitete man bei Blackmagic im Raw-Workflow mit CinemaDNG, das es einerseits in einer Lossless-Version gibt, andererseits visually lossless, 3:1 und 4:1 komprimiert. Unterstützt wird es als freies Format von praktisch allen Postpro-Herstellern. Einer seiner Nachteile ist, dass pro – einzeln abgespeichertem – Bild in der verlustfreien Version 11 MB anfallen, was bei hohen Auf­lösungen höhere Bildraten praktisch verhindert, wenn man nicht einen Workflow mit extrem leistungsfähiger Hardware zur Verfügung hat. 
Zudem muss es in der Postpro noch debayert werden, wozu man eigentlich u.a. Informationen wie das Farbprofil benötigt.

Um handlichere Datenraten zu erhalten, muss man in ein Proxy-Format transcodieren, dessen Einstellungen am Schluss im Conforming auf das Raw-Material gerechnet werden. Je nach Wahl des Formates kann man auch in diesem bleiben, beschneidet dann jedoch die Vorteile von Raw im Colorgrading. Bleibt man hingegen bei Raw, müssen entweder die Bilder in Echtzeit gerendert werden, was besonders beim Zusammenschnitt mehrerer Quellen, Effekte und Layer enorm an Rechenleistung erfordert. Oder man arbeitet mit Tricks wie geringeren Wiedergabe-Auflösungen bzw. internen Puffern und unterschiedlich auf Qualität bzw. Geschwindigkeit ausgelegten 
Debayer-Algorithmen, wie dies DaVinci bietet. CPU- und GPU-Leistung kann sowieso nie genug zur Verfügung stehen, aber bei CinemaDNG wird schon ein signifikanter Teil allein für das Format benötigt. Man kann zwar auch mit DNG sehr viel aus Kameras heraus­holen, es ist allerdings nicht notwendigerweise der effizienteste Weg, mit 12-Bit-Farbinformation zu arbeiten.


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