Technologie und Medienrealisation in Film und Video





IBC AMsterdam 2018 Teil 2 | MESSEbericht     Ausgabe 01/19

Das Jahr des vollen Rahmens

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Für den zweiten Teil unserer umfangreichen Berichterstattung von der IBC konnte Ruodlieb Neubauer auch im Bereich des Themenschwerpunktes »Objektive« wieder einige Neuigkeiten zusammentragen.

 

In diesem Jahr hat Full Frame, Large Format, Kleinbild, oder wie immer man diesen Größenbereich nennen will, seinen Siegeszug durchgehalten. Zumindest bei den Herstellern von Film-Kameras und Objektiven. Die Broadcaster, gerade erst im Bereich Super35 angekommen, sind teilweise wieder zu 2/3" zurückgekehrt – bei Sportübertragungen hat man bei dieser Größe einfach mehr Schärfentiefe. Auch wenn man weniger Licht einfangen kann. Besonders die langen Tüten müssen dann so viel Auflösung und besonders so viel Kontrast wie möglich liefern. Koste es, was es (nicht) wolle. Filmobjektive hingegen sollen keine Haut-Unebenheits-Explorations-Geräte sein. Hier hat sich praktisch bei allen Herstellern durchgesetzt, in den hohen Frequenzen die Kontrastübertragung niedriger zu halten. Sprich, die Auflösung ist schon da, man sieht sie nur nicht.

Ernst Leitz Wetzlar

Kurz vor der NAB hatte die CW Sonderoptic in Ernst Leitz Wetzlar GmbH umfirmiert, so kurz, dass z.B. die große Tafel, auf der die Bildkreise der Leitz-Objektive mit den Sensorgrößen gängiger Kameras verglichen werden, noch den alten Namen trug – gebräuchlicher wird wohl sowieso in der Branche der kurze Name Leitz sein. CW Sonderoptic war ein Name für das Startup gewesen, mit eingebautem »Cine« und »Wetzlar« (CW). Denkt man an die Summilux-C, einem wirklich speziellen Optik-Projekt, erklärt sich das »Sonder«. Man war weltweit ziemlich bekannt, weniger bekannt war jedoch oft, dass diese Firma eigentlich ein Leica-Produkt herstellt. Im Umfeld der Eröffnung des umfangreichen dritten Bauabschnittes am Stammsitz der Firma in Wetzlar, am Leitz-Park, erwarb Dr. Andreas Kaufmann, der Aufsichtsratsvorsitzende und Haupteigentümer der Leica Camera AG, die Namensrechte für bestimmte Produktgruppen von der Leica Microsystems – wohl nach mehrjährigen Verhandlungen.

Untersuchungen hatten eben ergeben, dass sich Begriffe wie der Name »Leitz«, »Leitz Lenses«, oder eben auch »Leica« (Leitz Camera), über Jahrzehnte hinweg, verbunden mit einem sehr positiv aufgeladenen Image, gehalten haben. Egal, welche Höhen und Tiefen die Firma selbst erlebte. Auf den Objektiven stand bis in die späten 80er-Jahre Ernst Leitz Wetzlar (bzw. Ernst Leitz Kanada). Im Rahmen der Wiederaufnahme des Namens mit der Adresse, oder mit dem dort befindlichen Hotel, kam die Idee auf, auch mit der CW Sonderoptic zurück zu den Wurzeln zu gehen. Die neue Firma wurde übrigens zusammen mit einem Nachfahren, Ernst Michael Leitz, gegründet, der selbst mit der Berechnung von Objektiven zu tun hatte. 

Auf dem neuen Gebäude der neuen Firma selbst steht »Leitz Cine Wetzlar«. Nun gibt es am Gelände das Ernst Leitz Hotel, die Ernst Leitz Werkstätten, den Leitz Park, da wäre Leitz alleine womöglich unklar gewesen. So wird zudem mit Cine Wetzlar praktisch das »CW« der vorhergehenden Firma weitergeführt. Leitz Cine Wetzlar ist also das, was die Ernst Leitz Wetzlar GmbH macht. Mit dem Rückkauf der Namensrechte waren auch Wort-Bildmarken verbunden, und für Gerhard Baier, Managing Director von Leitz Cine Wetzlar, war es auch wichtig gewesen, den roten Punkt zu haben. 


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