Technologie und Medienrealisation in Film und Video





MILIZ! – Der Film | Produktionsbericht    Ausgabe 02/19

Dynamik-Studie

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Für »MILIZ! – Der Film«, einen Drittjahresfilm an der HFF München, bekamen die Studenten von Canon Deutschland eine C700-PL zur Verfügung gestellt. Hermann Mader hat von DoP Thomas Spitschka einiges über die Produktion erfahren.

 

Wutbürger Helmut (Miguel Ostrowski) steckt voll in der Krise: Job weg, Frau weg, Würde weg. Weil seine Ex-Freundin Birgit ihn aus der gemeinsamen Doppelhaushälfte wirft, muss er jetzt wieder bei Oma einziehen. Aber da ist auch kaum Platz mehr für ihn, weil da jetzt Saida wohnt, ein syrisches Flüchtlingsmädchen, dessen gute Laune Provokation für Helmuts Miesepeter-Misere ist. In Selbstmitleid badend verbringt Helmut seine Tage im Internet in seiner Wutbürger-Blase und kommt so bald auf die Idee, dass man was tun müsste gegen Überfremdung.

Um sowohl sich selbst, als auch Deutschland aus der Midlife-Crisis zu retten, gründet er zusammen mit ein paar anderen gestrandeten Seelen eine Bürgerwehr, die für Recht und Ordnung in Deutschland sorgen soll. Dabei entsteht eine Chaostruppe, mit der einfach alles nur nach hinten losgehen kann: Neonazi Elvis (Luis Lüps) haut mit seinem Baseballschläger auf alles, was nicht bei Drei auf dem Baum ist. Er pöbelt, beleidigt, müsste aber eigentlich nur mal ganz fest in den Arm genommen werden. Vielleicht von Saida? Die findet Elvis nämlich ganz schön süß. Tina (Zora Thiessen) ist die gute Seele der Miliz! und bringt selbstgebackenen Kuchen zur Patrouille mit. Aber eins darf keiner wissen: Tina arbeitet als V-Frau für die Polizei, weil ihr Chef Angst hat, dass aus der kleinen Bürgerwehr schon bald ein großes Terrornetzwerk werden könnte. Tina versucht Helmut auf den rechten Weg zu bringen, was Elvis ihr aber gehörig schwer macht. Denn der will eigentlich nur Rambazamba.

Schon bald müssen die Vigilanten erfahren, dass Patrouillieren kein Ponyhof ist, und dass das Agieren im legalen Graubereich viele Herausforderungen mit sich bringt. Hin- und hergerissen zwischen Neonazi Elvis, der Helmut immer zur bösen Seite der Macht ziehen will, und Tina, die sieht, dass Helmut eigentlich ein netter Kerl ist, muss der sich schon bald fragen: Bin ich ein Nazi? Will ich einer sein?

Eine Szene – Viele Wege

DoP Thomas Spitschka kam eher kurzfristig zu diesem Projekt und stieg gut drei Wochen vor Drehbeginn in die Vorbereitungen mit ein. Nach diversen Motivbesichtigungen setzten sich die beiden Regisseure, Wouter Wirt und Moritz Adlon und der Kameramann zusammen, um die Auf­lösung zu besprechen. Das Drehbuch verlangte ein immens hohes Erzähltempo, was den Einsatz einer schnellen und flexiblen Kamera bedeutete. Spezielle Einstellungen waren zeitweise nur für ein einzelnes Wort oder einen einzelnen Blick geplant. Thomas Spitschka erstellte für jede Szene einen Floorplan und zeichnete dort die einzelnen Kamerapositionen ein. 


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