Technologie und Medienrealisation in Film und Video





Broadcasting-Center Sky HQ D | bROADCAST-Technik    Ausgabe 02/19

TV-Produktionsfabrik: alles fließt

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Im Dezember führte Alessandro Reitano, Vice President Sports Production bei Sky Deutschland, eine Handvoll Journalisten durch das neue Sky Sport HQ in Unterföhring. Dabei handelt es sich um ein komplett auf IT basierendes Sendezentrum, gleichzeitig ist es eine der derzeit größten Installationen von Riedels MediorNet weltweit. Ruodlieb Neubauer berichtet.

 

Das Sky Sport HQ Deutschland in Unterföhring. Implementiert in nur zehn Monaten, mit einem Budget von 38 Mio. Euro. 4500 qm Fläche, zwei Studios mit je 600 qm, dazu zwei weitere mit je 250 qm. Drei Video-Kontrollräume, drei Ton-Kontrollräume, acht Multiproduktions-Regien, ein Ultra-HD-PCR (Production Control Room), mehr als 20 Aufnahmeräume und vier Schnittplätze. 50 km Glasfaser verbinden 51 Server, die zusammen über eine Archiv-Kapazität von fünf Petabyte verfügen. 1.250 Kreuzungspunkte, 21.600 Koppelpunkte, 60 Ingest-Ports, 76 Playout-Ports – die MediorNet-Infrastruktur vereint dezentrales Routing, Signaltransport und Processing inklu­sive integriertem Multiviewer. Das bis dato eines der größten MediorNet-Backbones besteht aus 150 Frames (MetroN Core Router, MicroN und MicroN MultiViewer) und ist das Herzstück des Sky Sport HQ, das als eine der modernsten und größten Broadcast-IT-Infrastrukturen für Live-Sportproduktionen in Europa konzipiert wurde. Die Gesamtverantwortung für den technischen Neubau hatte der Systemarchitekt und Riedel-Partner Qvest Media inne. Das Unternehmen fungierte als technologischer Berater, konzipierte für Sky das Design der Systemarchitektur und führte die Systemintegration, Lieferung sowie die Inbetriebnahme der Broadcast-, Produktions- und IT-Infrastruktur durch.

Das HQ versetzt den Sender in die Lage, sämtliche Sportinhalte in Eigenregie zu produzieren und seinem Publikum auf verschiedensten Verbreitungswegen, wie linearem TV, OTT-Streaming oder via Web- und Social Media-Portale, zugänglich zu machen. »Mit der Rechtevergabe 2016 für die Bundesliga-Periode bis 2021/22 hatten wir uns entschieden, dass es nach 17 Jahren nach außen vergebener Sportproduktion an der Zeit sei, das Thema ins Haus zu holen«, erklärt Alessandro Reitano.

Die Fragmentierung der Sportrechte ist mittlerweile extrem, es sind Summen im Spiel, angesichts derer ein Wirtschaftsunternehmen dreimal nachrechnen muss, wie die Ausgaben refinanziert werden können. »In diesem Zuge ist es auch notwendig, darüber nachzudenken, wie die Inhalte am effizientesten produziert werden können.«

Immer, wenn es darum ginge, neue Techniken wie z.B. Automationen auszuprobieren, und auch die Redaktionen in die neue Arbeitswelt zu integrieren, sei es besser, anstatt mit Dienstleistern direkt im Haus zu arbeiten. 


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