Technologie und Medienrealisation in Film und Video





Canon Sumire Primes | Anwenderbericht    Ausgabe 08-09/19

Run and Gun auf Teneriffa

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Mit den Sumire Primes hat Canons Objektiv-Familie spannenden Zuwachs bekommen. Hans von Sonntag hat die Festbrennweiten auf der spanischen Vulkaninsel getestet. Sonja M. Schultz sprach mit dem Regisseur und DoP über Schärfe, Vintage-Look und die Schönheit charakterstarker Linsen.

 

Im Februar kam der Anruf von Canon: Es gäbe bald diese neue Produktserie mit Vollformat-Abdeckung, die sich stark wie Vintage-Linsen benimmt, und bei einem Dreh auf Herz und Nieren getestet werden soll. Ob er Interesse hätte? »Es ist immer gut zu wissen, was in der Welt der Cine-Kameras und -Optiken passiert«, sagt Hans von Sonntag, der seit über zwanzig Jahren im Film­geschäft ist. »Und ich habe selbst eine kleine Sammlung von PL-Gläsern aus den 1970er und 80er Jahren, mit denen ich viel arbeite, also fand ich die Anfrage super.« Zehn Tage später reiste von Sonntag mit einer kleinen, ausgewählten Crew nach Teneriffa.

Im Gepäck: brandneue Prototypen der Canon-Sumire-Prime-Serie. Ziel des Unternehmens war es, ein Showcase-Video zu drehen, das die Fähigkeiten und Eigenschaften der Linsen auslotet. Für Tests vorab war keine Zeit. Ko-Regisseur Andreas Kidess verfasste ein Skript, das die romantische Beziehungswelt eines jungen Pärchens (Margarita Kogaj und Nicholas Busch) vor möglichst interessanten Motiven  in unterschiedlichsten Lichtsituationen in Szene setzt. Als Drehort bot sich zu dieser Jahreszeit Teneriffa an. Die Insel ist auch für Produktionen mit engem Timing und kleinem Budget gut erreichbar und wartet mit Naturpanoramen wie dem 3700 Meter hohen Vulkan Teide auf.

Mit dem Prototyp auf die Insel

Zum Team gehörten Kameramann Peter Schulz und Location Scout Krisztián Bolygo, der durch seinen Hauptberuf als Hochzeitsfotograf die bildstärksten Ecken Teneriffas kennt. Maskenbildnerin Medea ist eigentlich auf Body-Painting spezialisiert, konzentrierte sich hier aber ausschließlich auf das natürliche Aussehen der Jungdarsteller. Auch Ryuhei Kamata (Canon Europe), Arne Stadler (Canon Deutschland) und Ben Morse (Canon Großbritannien) reisten mit. Gedreht wurde mit der Canon C700FF in komprimiertem 4:2:2-10 bit YUV in 4K. Aufgezeichnet wurde mit dem Canon-internen Codec, am Set wurden regel­mäßig Backups gezogen. Dieser Workflow sollte die Datenlast verringern, die Überspiel- und Ingest-Zeiten verkürzen. Da nur ein Drehtag zur Ver­fügung stand, entschied man sich, durch­gehend mit Handkamera zu arbeiten – dem kam die ENG-ähnliche Form der C700 sehr entgegen.

Das Team verzichtete auf einen zusätzlichen Focus Puller. »Wir wollten den technischen und personellen Aufwand so gering wie möglich halten«, so Hans von Sonntag. »Peter Schulz ist ein Kameramann ganz alter Schule, mit einer schönen Bildsprache, der auch mit der Schärfe viel Erfahrung hat. Mein Ko-Regisseur Andreas Kidess hat unter anderem auch den Ton mitgemacht oder war Director-DIT. Wir haben das Projekt sehr hemdsärmelig in Angriff genommen.« Zusätzliches Licht oder Aufheller gab es nicht. Zum »Run and Gun«-Style der Produktion gehörte auch der richtige Umgang mit Park-Rangern und jeder Menge Staub. Außerdem reichlich Flexibilität – etwa als das Spielauto, ein Suzuki, nicht wie geplant bis auf die Hochebene des Teide hinaufkam. Bei 1000 Metern versagte der Zweitaktmotor.


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Ausgabe
Oktober / November 2019

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