Technologie und Medienrealisation in Film und Video





DEDOLIGHT DLPB 70 bei Polizeiruf | ERFAHRUNGSbericht     Ausgabe 10-11/19

Aus der Ferne

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Cinematograph Martin Farkas BVK stellt vier Beispiele vor, wie der DLPB 70 von Dedo Weigert beim Dreh zum Polizeiruf: »Die Lüge, die wir Zukunft nennen« bei einigen Original-Motiven eingesetzt wurde. Spezialität: als Parallel-Strahler produziert er mit seinem Abstrahlwinkel von 2° praktisch kein Streulicht.

Cinematograph Martin Farkas beim Einleuchten © Setfotos: Roman Schauerte

 

Licht ist so etwas Einfaches, Wunderbares, erzählerisch Reiches und unglaublich komplex in der Herstellung und Kontrolle für Filmaufnahmen. Allerdings: die unmittelbare Notwendigkeit, Licht für die Belichtung selbst einzusetzen ist bekanntermaßen in den letzten Jahrzehnten, erst durch lichtempfindlichere Negative, inzwischen durch lichtempfindliche Digitalkameras, immer geringer geworden. Das Gestalten mit Licht ist – je nach Sichtweise – ein Luxus geworden, auch weil es kaum noch Orte, Räume oder Zeiten gibt, die ganz ohne Licht sind.

Regisseur Dominik Graf hatte angefragt, mit mir einen neuen Münchner »Polizeiruf« zu drehen. Ich habe das Drehbuch gelesen, bin begeistert, aber auch ein wenig beeindruckt von dem multiperspektivischen Erzählen, den vielen Ebenen, die erzählt werden sollen. Um unsere Arbeits­geschwindigkeit zu erhöhen, aber trotzdem sehr flexibel zu bleiben, erinnere ich mich an die Lampe, die ich schon mehrmals ausprobieren wollte, was aber leider bisher nicht geklappt hatte.

Weit weg

Das Licht, das ich zum Drehen am liebsten verwende, ist das Sonnenlicht, auf vielfältige Art und Weise: gegenlichtig, auflichtig, Morgen- und Abendlicht, über große Flächen gebounced, mit Spiegeln umgelenkt. Dieses hat zum Drehen aber einige Nachteile. Eigentlich nicht das Sonnenlicht selbst, sondern, dass wir uns auf einem Planeten befinden, der sich ständig dreht und dann auch noch Wetter, also gelegentlich Wolken hat. Und manchmal wird es sogar Nacht!

Sonnenlicht wäre also schön, geht aber nicht immer. Bei einem Fernsehfilm mit seiner komplexen und auf Rand genähten Drehlogistik sowieso sehr selten. Es muss also eine Lampe her, die folgende Eigenschaften aufweist: Ein paralleler Strahl von hoher Intensität und Gleichmäßigkeit, mit angenehmer Farbverteilung und – jetzt kommt das Entscheidende – sie überwindet ein vermaledeites physikalisches Grundgesetz, nämlich, dass die Lichtintensität im Quadrat(!) zur Entfernung der Lichtquelle abnimmt. Also ganz (un)schön schnell abnimmt.

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Ausgabe
Oktober / November 2019

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