Technologie und Medienrealisation in Film und Video





Tatort – Das Team | Produktionsbericht    Ausgabe 12/19

Das Team

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Zu Neujahr sendet die ARD einen Tatort, der in einem Dreh ohne festes Drehbuch unter der Regie von Jan-Georg Schütte in einem Hotel gedreht wurde – auf fünf Etagen. Eine enorme Herausforderung. Natürlich auch für den Ton, der überall nah dran, aber nirgendwo zu sehen sein sollte. Ruodlieb Neubauer hat mit Head of Sound Volker Zeigermann und seinem Team über das Abenteuer gesprochen.

Alex Gerhardt und Volker Zeigermann, Tonregie mit Kopfhörern © Bild: Heide Möve

Lars Jessen in der Bildregie, im Vordergrund die Abhörmatrix © Bild: Heide Möve

 

 

Ein Hotel, das im Jahr 2000 gebaut wurde und schon lange leer steht. Eine Location mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Passend für einen Tatort, dessen Geschichte ebenfalls nicht auf die gewohnte Weise zustande kam.

In Siegburg gab es einmal ein gut gehendes Waldlokal mit einer Gaststätte. Eigentlich war es nur ein Café-Treff am Wald. Irgendwann hat man angefangen, diese Gaststätte ein bisschen auszubauen. Später kam der Inhaber auf die Idee: »Im Wald, da, an den Hang, da könnte man eine Sommerrodelbahn hinbauen«. Diese Sommerrodelbahn entpuppte sich als der Publikumsmagnet schlechthin. Die Leute kamen in Scharen. Da sagte sich der Mann: »Ich bin doch eigentlich mit Leib und Seele Gastronom. Ich baue da jetzt auch noch eine Kegelbahn hin.« Und so wurde das kleine Waldlokal mit der Zeit der einzige Ort, wo man in der ganzen Gegend noch nachts um drei etwas zu essen bekam. Dann kam der Wirt auf die Idee, da könnte man doch auch ein Hotel draus machen. Und die Gemeinde sagte, das finden wir ganz gut, aber die Busse, die dürfen nicht bis vors Haus fahren.

Und dann haben sie die Anfahrt auch entsprechend gebaut. Mit schönen Verkehrsinseln, hier ein Baum und da ein Baum, sodass wirklich kein Bus durchkommt. Vier Jahre später hat die Wirtschaft mit Pauken und Trompeten Pleite gemacht. Und jetzt ist wieder Ruhe.

Außer, wenn das SEK die Anlage als Übungs-Hotel nutzt. »Es steht leer, so verlassen und geputzt, wie beim letzten Mal, als Gäste da waren. Das hat etwas sehr, sehr Skurriles, auch weil die Geschichte dieses Hotels immer noch deutlich zu spüren ist«, erzählt Volker Zeigermann. Hier wurde praktisch ein neues Gebäude über das alte
gestülpt. Zwischen dem Altbau und dem Neubau gibt es dicke Mauern, es geht sehr verschachtelt in den Neubau hinüber, der in geometrischen Formen in den Hang gesetzt wurde. Die Garage ist sogar tief in den Berg hinein gebaut. Darüber hängt der Rest des Gebäudes. Warum das hier so ausgebreitet wird? Schicken Sie mal Funkwellen durch so etwas.


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