Technologie und Medienrealisation in Film und Video
Gefahren des Lichts Teil 2 | Workshop    Ausgabe 01-02/20

Schadet blaues LED-Licht den Augen?

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Während der jahrelangen Erforschung des Lichts, die zu verschiedensten Optiksystemen für professionelle Leuchten führten, hat sich Dedo Weigert auch intensiv mit den Gefahren des Lichts beschäftigt und Lösungen für Probleme entwickelt. In unserem zweiteiligen Workshop befasst er sich mit der Frage, wie gefährlich der Blau-Anteil des LED-Lichtes für das Auge ist.

 

Nach einem kurzen Überblick über die verschiedenen Arten von Strahlung und dem Aufbau des Auges des Menschen, werden wir uns in diesem Teil den Lichtquellen selbst etwas
näher zuwenden.

3. Lichtquellen

Heute liegt für uns der wesentliche Akzent auf den LED (Lumineszenz emittierende Diode). Der Aufbau basiert bei der weißen LED aus einer blauen Lichtquelle auf Basis von Indium Gallium Nitrid, mit 470 Nanometern Wellenlänge. Diese durchdringt zum Teil eine Phosphorschicht, die aus
einer Mischung von gelbem Phosphor für blau-weißes Licht mit 5500 Kelvin und einer gelben Phosphorschicht für andere Farbkoordinaten besteht (Bild 1). In der Mischung wird dann durch Hinzufügung des originalen blauen Lichtcharakters ein weißes Licht erzeugt (Bild 2).

Zur Erklärung der Farbeigenschaften der Farbverteilung und der Farbtemperatur betrachten wir das Farbdreieck nach 1931 CIE. Hier ­sehen wir im Wesentlichen die Planck’sche Kurve oder auch Black-Body-Kurve, die nicht nur nach meiner Meinung ideales weißes Licht vom warmen weißen Kunstlicht über den theoretischen Normwert von 3200 Kelvin bis zur Normdefini­tion des Tageslichts mit 5600 Kelvin beschreibt. Abweichungen von der Planck’schen Kurve nach oben hin erzeugen Grünwerte und nach unten
Magenta-Farbtönungen (Bild 3).

Für die Bildwiedergabe, insbesondere der »naturgetreuen« Hautton-Wiedergabe in Film und Fernsehen sind ebenfalls nicht nur nach meiner Meinung die Grün- und Magentawerte zu vermeiden, obwohl wie gesagt der höhere Grünanteil bei der Arbeitsplatzausleuchtung eine größere Helligkeit vortäuscht – wegen der höheren Grün­­-
em­pfindlichkeit des menschlichen Auges (photo­pische Kurve).

Dem ist hinzuzufügen, dass die Normwerte eher Lehrbuchwerte darstellen. Weder existieren sie im Fernsehstudio tatsächlich die angeblichen 3200 Kelvin, noch hält sich das Tageslicht an ­unsere Lehrbücher.


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