Technologie und Medienrealisation in Film und Video
10 Jahre ARRI Alexa | Kamera-Technik     Ausgabe 03-04/20

Zehn Jahre ALEXA

- Anzeige -

In diesem Jahr feiert ARRI das zehnjährige Jubiläum seiner auf der ALEXA basierenden Kamera-Familie. Marc Shipman-Mueller, Product Manager Camera Systems bei ARRI, hat mit Ruodlieb Neubauer über deren Geschichte gesprochen.

 

Als ARRI vor zehn Jahren die ALEXA auf der NAB vorstellte und die ersten Exemplare kurz danach im Juni auslieferte, atmete man nicht nur in der Firma auf. Die positiven Reaktionen der Kunden konnte man als gute Anzeichen dafür werten, dass es ab jetzt wieder nach oben gehen würde, nach einer heftigen Durststrecke, nach enormen Umwälzungen in der gesamten Branche. Schließlich war der Markt für Filmkameras in sich zusammengebrochen, und hatte einen riesigen Krater hinterlassen. Man befand sich in einer Phase tiefgreifender Umstrukturierungen. Nicht nur bei ARRI. Viele der damaligen Firmen, deren Führung nicht vorhergesehen hatte, dass da
etwas kommen würde, gibt es heute nicht mehr.

Nur mehr wenige werden es heute noch wissen, aber die ALEXA war nicht die erste Digital­kamera von ARRI. Sie war sogar das Resultat
einer kontinuierlichen Entwicklungsgeschichte, deren Wurzeln mindestens 15 Jahre davor zu finden sind. Marc Shipman-Mueller: »Früher haben wir praktisch Nähmaschinen gebaut. Im End­effekt ging es da hauptsächlich um Feinmechanik bei den Kameras, Optik-Know-how bei den Objektiven und das Wissen, wie die Kunden die Geräte einsetzen«. Mehrere Jahrzehnte hatte sich da nicht viel verändert: Film herunterziehen, Film festhalten. Das ist natürlich stark verkürzt dargestellt. Etwas genauer? Bitte sehr: der Sperrgreifer wird eingezogen, der Transportgreifer fährt herunter und zieht den Film mit, der Sperrgreifer kommt wieder heraus, der Film wird belichtet. Währenddessen fährt der Transportgreifer hoch und kommt ebenfalls wieder heraus, der Sperrgreifer wird wieder eingezogen. Und so weiter.

»Wir haben das wohl ganz gut gemacht, und das Geschäft lief auch sehr gut«, meint Marc Shipman-Mueller. Immerhin war ARRI in den 90ern nicht nur deutschlandweit, sondern auch weltweit Marktführer. »Irgendwann, schon relativ früh, hat Franz Kraus, der damalige Geschäftsführer von ARRI, erkannt, dass die Entwicklung in Richtung Digitaltechnik geht.« ARRI hatte zu dieser Zeit eine hohe Kompetenz in Mechanik und Optik, einiges in Elektronik, aber praktisch keine in Digitaltechnik. Deshalb begann er, die Firma umzubauen.


<< zurück
- Anzeige -

Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Mit der Anmeldung nehme ich folgende Informationen zur Kenntnis:

Ihre Angaben werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz verarbeitet, genutzt und insbesondere nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben. Wir erheben, verarbeiten und nutzen die von Ihnen angegebenen personenbezogenen Daten nur zum Zwecke der Zusendung unseres Newsletters. Sie können der Verarbeitung und Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse im Newsletter jederzeit widersprechen und sich abmelden. Hierzu klicken Sie bitte in der E-Mail auf den entsprechend gekennzeichneten Link, Ihre Daten werden dann gelöscht.

Es gilt die Datenschutzerklärung (https://www.eubucoverlag.de/datenschutz/) der EuBuCo Verlag GmbH, die auch weitere Informationen über Möglichkeiten zur Berichtigung, Löschung und Sperrung Ihrer Daten beinhaltet.

Folgen Sie uns auf