Technologie und Medienrealisation in Film und Video
Berlinale 2020 | Festivalbericht    Ausgabe 03-04/20

Sanfte Übernahme

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Die 70. Berlinale war die erste unter dem neuen Führungsduo Carlo Chatrian und Marietta Rissenbeek. Das Festival umschiffte einige Viren und Skandale, versuchte sich an ersten Neuerungen. Sonja M. Schultz über Filmfestspiele, die weiter an Profil gewinnen könnten.

Da konnte man noch ins Kino gehen – der Berlinale-Bär © Sonja M. Schultz

Da konnte man noch ins Kino gehen – der Berlinale-Bär © Sonja M. Schultz

 

Alles beim Alten: die ungünstige Sandwich­lage zwischen Sundance und Cannes, das miese Berliner Februarwetter, der architek­tonisch beleidigende Potsdamer Platz. Alles neu: kein Dauermeckern der Filmkritik über Dieter Kosslick mehr, dafür eine leichte Gesundschrumpfung der teils beliebig wirkenden Untersektionen. »Kulinarisches Kino« und »Indigenous« sind passé.

An ihre Stelle trat mit »Encounters« eine Sektion, die experimentellere Filme sichtbar macht und teils spannender als der Wettbewerb war. Die notorisch hohe Zahl der Festivalbeiträge reduzierte sich von 400 auf rund 340, dafür gab es mehr Vorführslots pro Film, einen besser strukturierten Vorverkauf und kürzere Ticketschlangen. Trotz einiger Absagen, etwa aus China, wuchs der European Film Market erneut ein Stück. Die Berlinale wurde vom Ausbruch der deutschen Corona-Welle knapp verschont, es blieb bei vereinzelten Atemschutzmasken im Kinosaal. Der vorsichtige Neuanfang ist geglückt.


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