Technologie und Medienrealisation in Film und Video
Guns Akimbo | Produktionsbericht    Ausgabe 05-06/20

Dystopie auf Adrenalin

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Stefan Ciupek drehte die rasante Darknet-Science-Fiction »Guns Akimbo« in Neuseeland und München. Sonja M. Schultz sprach mit dem DoP über eine der ersten Produktionen mit der RED Monstro 8K.

DoP Stefan Ciupek an der RED Monstro 8K  © Aleksander Sakowski

DoP Stefan Ciupek an der RED Monstro 8K © Aleksander Sakowski

Stefan Ciupek saß im Flieger nach Neuseeland, unterwegs zu seinem neuen Projekt. Da hatte er sich bereits wochenlang via Skype mit Regisseur Jason Lei Howden über die geplante blutig-wilde Actionkomödie »Guns Akimbo« ausgetauscht, Konzepte und Mood Boards gewälzt, sogar erste 3D-Previs- Shots diskutiert. Es versprach, eine spannende Zusammenarbeit zu werden. Howden hatte als VFX Artist unter anderem an Joss Whedons »Marvel’s The Avengers« (2012), Peter Jacksons Hobbit-Filmen (2012–2014) und »Planet der Affen: Survival« (2017) von Matt Reeves mitgewirkt. Sein eigenes Regiedebüt mit dem vollmundigen Titel »Deathgasm« erschien 2015 und sorgte bei Heavy-Metal-Fans und Funsplatter-Freunden für Furore. Er habe mit dem 200.000 Dollar-Low-Budet-Horror seine eigenen Erfahrungen als nerdiger Außenseiter in einer neuseeländischen Kleinstadt verarbeitet, so Jason Lei Howden. Dieses Erstlingswerk wollte sich Stefan Ciupek endlich auf dem Flug nach Auckland anschauen, vorher war einfach keine Zeit gewesen. Er klappte seinen Rechner auf, startete »Deathgasm«. »So etwas Extremes habe ich noch nie gesehen, ich war davon wie gebannt. Der Film ist sehr düster, zeigt unglaublich viel Gewalt, aber auf übertriebene, humorvolle Weise. Neben mir saß eine alte Dame, sie wollte sich umsetzen lassen.« Würde »Guns Akimbo« ähnlich krass werden? Ja. Aber anders.

Die Komödie rund um einen Actionhelden, der keiner sein will, ist nicht nur eine Farbexplosion, sondern legt ein derartiges Tempo hin, dass man sich wundert, keinen Überschallknall zu hören. James Bond wirkt dagegen wie behäbige Kinonostalgie. Mit »Guns Akimbo« wollte Jason Lei Howden auch Science-Fiction-Klassikern der 80er und 90er Jahre wie »The Running Man«, »Terminator« oder »RoboCop« seine Reverenz erweisen.

Mehr Mut für Superhelden

Stefan Ciupek reizte es, vor dem Hintergrund dieser Vorbilder eine möglichst moderne Bildsprache zu entwickeln: »Ich wollte immer schon eine Art Superheldenfilm machen. Denn ich finde, viele Filme im Comic- oder Graphic-Novel-Stil sind ästhetisch nicht mutig genug, bleiben von der Kamera und vom Licht her eher konventionell. Man kann das Internet- und Game-verwöhnte junge Publikum ruhig mehr fordern, mehr bespaßen. Ich habe die Chance gesehen, ein Lichtkonzept und dynamische Kamerabewegungen zu wagen, die nur in diesem Genre möglich sind. Ich wollte mich endlich einmal komplett befreien.«


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