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Canon Neue Cinema-Produkte: EOS C300 Mark III

Canon hat für die professionelle Filmproduktion die EOS C300 Mark III und das CN10X25 IAS S vorgestellt.

 

Die EOS C300 Mark III repräsentiert die nächste Generation der Cinema EOS Kameras, die auf dem neuen Super-35mm 4K-CMOS-DGO-Sensor basiert. Das Gehäuse entspricht der C500 MK II und bietet somit auch deren Möglichkeiten, je nach Einsatz verschiedene Module zusammenzustellen. 

Die wichtigste Neuerung ist hier zweifellos der DGO-Sensor, eine Abkürzung für Dual Gain Output. Im Gegensatz zu Kameras mit Dual ISO, die zwischen zwei Grundempfindlichkeiten umgeschaltet werden und so entweder in den Schwärzen oder in den Lichtern Vorteile (bzw. anders herum Probleme) haben, besteht hier jedes Pixel aus zwei Photodioden, bei denen die hereingekommene Lichtmenge zwar gleich in Ladungen umgesetzt, die aber dann unterschiedlich verstärkt und zu einem Bild kombiniert werden. Die Auslesung mit höherer Verstärkung ist für die Schwärzen zuständig und wird höchstwahrscheinlich auch über eine andere Rauschunterdrückung verfügen als die mit niedrigerer Verstärkung, bei der auf die Sättigung geachtet wird, um die Details in helleren Bereichen zu erfassen. Laut Canon erreicht die Kamera dadurch einen Dynamikumfang von mehr als 16 Blendenstufen. Darüber hinaus ist der DGO-Sensor auch mit Dual Pixel CMOS AF kompatibel.

 

Ein Workflow für jede Produktion

Die Möglichkeiten zur Aufzeichnung in verschiedenen Dateiformaten eröffnen mit der EOS C300 Mark III einen besonders effizienten Workflow, der die Anforderungen von Cinema- und Broadcast-Postproduktion erfüllt. Die interne Aufzeichnung von 4K Cinema RAW Light bietet die Vorteile des (komprimierten) RAW-Formats für die Flexibilität in der Postproduktion bei gleichzeitig geringem Datenvolumen. Je nach Produktion kann dies durchaus auch Kosten senken. Darüber hinaus kann die EOS C300 Mark III intern in Canon XF-AVC mit 4K DCI und UHD mit 4:2:2 10 Bit sowie 2K und Full HD aufzeichnen. XF-AVC ist als 4:2:2 10-Bit in ALL-I- oder Long-GOP-Komprimierung verfügbar.

Bei der Aufnahme von 2K oder Full HD in Super 35mm profitiert das aufgezeichnete Material vom Oversampling des 4K-Sensors. Die Aufnahmen werden in der Kamera auf die gewählte Auflösung heruntergerechnet. Dadurch bleibt ohne Crop der gewählte Bildwinkel des Objektives gleich, und die Bildqualität wird besser.

 

Vielseitigkeit

Wie schon bei der C500 MK II kann an der Kamera eine der beiden optionalen Erweiterungseinheiten (EU-V1 und EU-V2) angesetzt werden, um zusätzliche Anschlüsse hinzuzufügen. Darüber hinaus kann das Objektivbajonett zwischen EF-, PL- und EF mit Cinema Lock gewechselt werden, ohne dass die Kamera an ein autorisiertes Service-Center geschickt werden muss.

Die EOS C300 Mark III soll voraussichtlich ab Juni zum Preis von 11.899 Euro UVP erhältlich sein.

EOS C300 Mark III ‒ Hauptleistungsmerkmale:
• Neuer Super-35mm 4K-CMOS DGO-Sensor (Dual Gain Output)
• Mehr als 16 Blendenstufen Dynamikumfang
• Unterstützung von 4K 120 B/s Zeitlupenaufnahmen
• Mehrere interne Aufzeichnungsoptionen:
○ 4K Cinema RAW Light mit 10 Bit oder 12 Bit
○ 2K-RAW im Super 16mm Crop, 10 Bit oder 12 Bit
○ XF-AVC (MXF) Aufzeichnung, 4:2:2 10 Bit ALL-I oder LongGOP
○ 4K RAW mit bis zu 120 B/s oder XF AVC mit bis zu 180 B/s im Super 16mm Crop 2K/FHD.
• Vom Benutzer wechselbares Objektivbajonett (EF, PL oder EF Cinema Lock)
• Flexibles, modulares Design mit optionalen Erweiterungsmodulen und elektronischem Sucher
 

Firmware-Aktualisierungen für Cinema-EOS-Kameras

Für die anderen Kameras aus der Cinema-EOS-Familie hat Canon Updates angekündigt, die insgesamt 17 Neuerungen bringen. Einige davon:

• Die EOS C700 FF, EOS C700/C700GS, EOS C300 Mark II, EOS C200 werden zu dem ebenfalls vorgestellten Cine-Servo-Objektiv CN10X25 IAS S kompatibel, um Funktionen wie Dual Pixel CMOS AF, die Korrektur von chromatischen Aberrationen und Vignettierungen sowie die Aufnahme mit Objektiv-Metadaten zu ermöglichen.

• Auch die EOS C500 Mark II kann damit XF-AVC Long GOP- und XF-AVC Proxy-Aufzeichnungsformate.

• Die EOS C200 kann gleichzeitig HDMI und SDI ausgeben. Dadurch kann man z.B. einen Recorder und einen Referenzmonitors einsetzen, während die Kamera gleichzeitig intern aufzeichnet.

 

Firmware-Updates für professionelle Monitore

Canon hat außerdem ein Update für sieben Modelle seiner professionellen 4K-Referenz-Monitore angekündigt: DP-V3120, DP-V2421, DP-V2420, DP-V2411, DP-V2410, DP-V1711und DP-V1710 erhalten verschiedene neue Funktionen. Außerdem wurde die Leistung für einen optimierten 4K/HDR-Workflow verbessert. Zu den Updates gehören:

○ Mehr Helligkeit und Kontrast: Die Helligkeit des Monitors steigt von 300 nit auf 600 nit, und bei eingeschaltetem Boost-Modus kann die Helligkeit beim DP-V1711 und DP-V1710 auf maximal 1.000 nit erhöht werden. Hier ist allerdings eine kostenpflichtige Lizenz zur Aktivierung dieser Funktion erforderlich.

○ DP-V2411, DP-V1711 und DP-V1710 verfügen über eine zusätzliche globale Dimmfunktion (auch bei aktivierter Helligkeitsverstärkung) und können nun ein Kontrastverhältnis von bis zu 1.000.000:1 darstellen.

○ 3D-LUT/1D-LUT-Dateien werden im in der Videoproduktionsindustrie weit verbreiteten .cube Dateiformat unterstützt.
Bei digitalen Cinema-Kameras von RED gibt es jetzt zwei Arten von LUT-Voreinstellungen zur Konvertierung von Videosignalen in HDR (PQ)/SDR.

○ Während der Aufnahme oder Bearbeitung können der XY-Farbwert von Pixeln sowie die Koordinatenposition im ITU-R BT.2020 Farbraum geprüft werden.

zum Cine-Servo-Objektiv CN10X25 IAS S

https://www.canon.de/video-cameras/cinema-eos-cameras/

www.canon.de



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