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news | Personalien    22.04.2015

Bakhtyar Khudojnazarov ist tot

Der tadschikisch-russische Filmemacher und Produzent Bakhtyar Khudojnazarov ist gestern in seiner Wahlheimat Berlin gestorben.

© Pandora Film

© Pandora Film

 

Geboren wurde er 1965 in Duschanbe, Tadschikistan (damals UdSSR). Zu seinen wichtigsten Werken gehört „Kosh Ba Kosh“( dt: Neues Spiel, neues Glück) für den er 1993 den Silbernen Löwen bei den 50´ten Filmfestspielen von Vendedig erhielt.

Bereits sein erster Film „Bratan/ Brüder“ machte ihn 1991 mit dem Gewinn des Besten Filmes beim Festival von Turin international bekannt. Einem größeren Publikum dürfte das magisch realistische Kinoabenteuer „Luna Papa“ (2001) mit Chulpan Chamatova, Moritz Bleibtreu und Merab Ninidze in Erinnerung bleiben, eine Tragikomödie vom Rande der Welt und sicher einer der poetischsten, ungewöhnlichsten und verrücktesten Filme, die je von Deutschland aus produziert wurden (Produzent: Karl Baumgartner, Pandora Film).

Es folgten „Shik“ (dt: Leben einmal anders) 2003, die Geschichte dreier Freunde auf der Krim, die sich einen Anzug (und nicht nur den) teilen und zuletzt „Waiting for the Sea“, ein Märchen aus Zentralasien: der Film über den Fischer Marat, der sein gestrandetes Schiff entgegen aller Vernunft durch die Wüste Richtung des verschwundenen Meeres zieht (Egor Beroev und Detlev Buck in den Hauptrollen), hatte 2012 Premiere auf dem Int. Festival von Rom.

Bakhtyar Khudojnazarov war ein Weltbürger. Er pendelte bis zu seinem Tod zwischen Berlin und Moskau - sein Zuhause war die Kunst, das internationale Arthouse-Kino, dem er unvergessliche und längst im Kanon der Filmgeschichte aufgenommene Augenblicke schenkte.

 



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