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news | Auszeichnungen    28.06.2016

ZEISS Research Award 2016

Bei der Preisverleihung auf dem ZEISS Symposium ”Optics in the Digital World“ wurden zwei herausragende Forscher der Quantentechnologie mit dem ZEISS Research Award ausgezeichnet.

v.l.: Professor Jörg Wrachtrup, Leiter des 3. Physikalischen Instituts der Universität Stuttgart, und Professor Fedor Jelezko, Leiter des Instituts für Quantenoptik der Universität Ulm

v.l.: Professor Jörg Wrachtrup, Leiter des 3. Physikalischen Instituts der Universität Stuttgart, und Professor Fedor Jelezko, Leiter des Instituts für Quantenoptik der Universität Ulm

 

Im Rahmen des ZEISS Symposiums ”Optics in the Digital World“ haben Professor Fedor Jelezko (Universität Ulm) und Professor Jörg Wrachtrup (Universität Stuttgart) den ZEISS Research Award 2016 erhalten. Die renommierte Auszeichnung prämiert herausragende Wissenschaftler, die im Bereich der Optik und Photonik forschen und Innovationen vorantreiben. Die beiden Preisträger wurden für ihre hochkarätigen Arbeiten zur Quantentechnologie basierend auf der Wechselwirkung von Licht mit Elektronenspins in Diamanten ausgezeichnet.

In seiner Laudatio hat Professor Jürgen Mlynek, ehemaliger Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft und Vorsitzender der Jury des ZEISS Research Award, Details zu den Forschungserfolgen der beiden Preisträger vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei Diamanten, in deren Gitter Jelezko und Wrachtrup gezielt Fremdatome einbauen. Der Diamant schirmt diese besonders gut von störenden Umgebungseinflüssen ab. So sind ihre Quantenzustände, für deren Beobachtung normalerweise besonders aufwendige Apparaturen notwendig sind, selbst unter normalen Bedingungen beobachtbar.

Diese Quantenzustände lassen sich zum Beispiel nutzen, um Informationen besonders schnell zu bearbeiten oder – in der Quantenkryptographie – abhörsicher zu übertragen. Jüngst ist den Forschern darüber hinaus der Nachweis gelungen, dass sich mit Diamanten Sensoren bauen lassen, die wegweisende Anwendungen ermöglichen, etwa in der Medizintechnik für die Tumordiagnostik oder als Navigationshilfe für selbstfahrende Autos.

„Der ZEISS Research Award 2016 ist dieses Jahr zum ersten Mal in unser Symposium ’Optics in the Digital World’ eingebettet“, so ZEISS Vorstandsvorsitzender Professor Michael Kaschke vor rund 200 Gästen. „Teilnehmer aus aller Welt haben heute den Stand von Optik 4.0 diskutiert und den zukünftigen Handlungsbedarf für strategisch wichtige Forschungsfelder und die weitere Digitalisierung der Optik identifiziert. Das ist genau der richtige Rahmen, um den ZEISS Research Award zu verleihen und Arbeiten in Optik und Photonik zu honorieren, die entscheidend zur Entwicklung beitragen werden.“

Neue Themen aus den Bereichen Kommunikation, Sensorik, Beleuchtung und Medizintechnik beschäftigten die internationalen Gäste in Oberkochen. „Optik ermöglicht Digitalisierung und die Digitalisierung wiederum revolutioniert die Optik und verändert unsere Welt vollständig“, so Kaschke abschließend. ZEISS hat ebenfalls drei exzellente Nachwuchsforscher – Dr. Robert Brückner, Institut für Angewandte Photophysik (IAPP), TU Dresden, Dr. Georg Heinze, The Institute of Photonic Sciences ICFO, Barcelona und Dr. Robert Keil, Institut für Experimentalphysik, Universität Innsbruck mit dem Carl Zeiss Award for Young Researchers ausgezeichnet.

Als Ehrengast sprach Robert L. Byer, Professor für Angewandte Physik der Stanford University, die Keynote bei der Preisverleihung des ZEISS Research Award. Byer forscht und unterrichtet auf dem Gebiet von Lasern und nichtlinearer Optik, derzeit im Bereich Festkörperlaser mit Anwendungen auf Gravitationswellendetektoren und Teilchenbeschleunigung mit Lasern. Mit seinem Team leistete er wesentliche Beiträge zum Nachweis von Einsteins Theorie der Gravitationswellen. Am 14. September 2015 wurden die Gravitationswellen erstmals von Zwillingsdetektoren des Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatoriums (LIGO) aufgezeichnet.

Der ZEISS Research Award wird alle zwei Jahre vergeben und ist 2016 erstmals mit einem Preisgeld von 40.000 Euro dotiert. Die Arbeiten der ausgewählten Kandidaten haben ein hohes Potential für weitere Erkenntnisse, praktische Anwendungen und sind wichtig für deren zukünftige wissenschaftliche Karriere. Zur hochkarätigen Jury gehörten 2016: Professor Jürgen Mlynek, ehemaliger Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft und Vorsitzender der Jury, Professor Stefan Hell, Direktor des Max-Planck-Instituts für Biophysikalische Chemie in Göttingen, Gewinner des Carl-Zeiss-Forschungspreises 2002 und des Nobelpreises für Chemie 2014, Professor Anne L’Huillier, Universität Lund (Schweden), Gewinnerin des Carl-Zeiss-Forschungspreises 2013, Dr. Ulrich Simon, Leiter Konzernfunktion Research & Technology von ZEISS, und Professor Andreas Tünnermann, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena.

Der von der Carl Zeiss AG initiierte und ausgestattete ZEISS Research Award ist der Nachfolger des Carl-Zeiss-Forschungspreises, der seit 1990 herausragende Leistungen in der internationalen Optikforschung ehrte. In insgesamt 13 Verleihungs-Zeremonien wurden 20 Preisträger ausgezeichnet. Viele Gewinner des Carl-Zeiss-Forschungspreises haben später weitere wichtige Ehrungen erhalten, vier davon den Nobelpreis: Professor Ahmed H. Zewail, Preisträger von 1992: Nobelpreis für Chemie 1999; Professor Eric A. Cornell, Preisträger von 1996: Nobelpreis für Physik 2001; Professor Shuji Nakamura, Preisträger von 2000: Nobelpreis für Physik 2014; Professor Stefan Hell, Preisträger von 2002: Nobelpreis für Chemie 2014. www.zeiss.de 

 



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