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news | verbände    13.06.2018

Tarifvertrag 2018: bvft begrüßt Erfolg für den Filmton

Die bvft - Berufsvereinigung Filmton e.V. wertet die Verhandlungsergebnisse zum neuen Tarifvertrag für auf Produktionsdauer angestellte Film- und Fernsehschaffende als großen Erfolg für die Filmtonschaffenden.

 

Endlich sei es gelungen, Sounddesigner*innen in die Gagentabelle aufzunehmen, so die bvft. Damit existiere erstmalig in Deutschland eine tarifliche Mindestgage für einen Beruf in der Tonpostproduktion, womit ein Gründungsziel der bvft erreicht worden sei.

Zusätzlich sei auch die 2. Tonassistenz jetzt tariflich verankert. Das ermögliche eine solide Kalkulationsgrundlage für den Einsatz dreiköpfiger Tonteams bei Dreharbeiten geschaffen worden. Der Tarifvertrag Film- und Fernsehschaffende soll am 29. Juni 2018 unterzeichnet werden.

Während für die tariflich etablierten Gewerke vor allem Verbesserungen, wie die Beschränkung der Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden und die durchschnittliche Gagenerhöhung von 7,6% in drei Stufen im Vordergrund stehen, stellt dieser Vertrag im Filmtonbereich ein Novum und einen großen Durchbruch dar. Durch die Einbeziehung des Sounddesigns zu einer Wochengage von 1.480€ auf Lohnsteuerkarte ab September 2018, sind eine langjährige Kernforderung und ein Gründungsziel der im Jahr 2003 gegründeten Berufsvereinigung Filmton e.V. erfüllt worden.

Ein Tarif für Sounddesign

Auch wenn die Zeile “Sounddesign“ in der Tariftabelle mit der auffälligen Fußnote “Soweit beim Produzenten angestellt“ gekennzeichnet ist, kann davon ausgegangen werden, dass der Tarif zukünftig als Richtschnur zur Berechnung der Mindestgagen von freiberuflichen Tongestalter*innen in  Postproduktionshäusern herangezogen wird.

bvft-Vorstands- und Gründungsmitglied Kirsten Kunhardt führt aus: „Als wir uns vor 15 Jahren, mit der Idee einen Verein zu gründen, trafen, war die Einführung eines Mindesttarifs eine der grundlegenden Überlegungen, um den Preisverfall in der Filmtonpostproduktion aufzuhalten. Mit der Aufnahme des Sounddesigns in die Gagentabelle des Tarifvertrags ist nun nach mehrmaligen, schwierigen Verhandlungen, eines der ursprünglichen Ziele, das zur Gründung der bvft führte, erreicht worden. Erstmalig ist damit Schwarz auf Weiß festgesetzt, was für die Arbeit von hochspezialisierten Sounddesignerinnen und Toneditoren mindestens bezahlt werden muss.“

Tongeräteassistenz

Mit der Aufnahme der 2. Tonassistenz zu einer Wochengage von 819€ ist eine Grundlage für die Budgetierung von dreiköpfigen Tonteams am Filmset gelegt. Dies wird die Arbeitsbedingungen beim Dreh erleichtern und die Ausbildungssituation für Tonassistent*innen deutlich verbessern. Dabei ist die 2. Tonassistenz als eine “Tongeräteassistenz“ und keine billige weitere 1. Tonassistenz zu verstehen, was auch die Produzentenseite einräumt.

Der Tarifvertrag beinhaltet darüber hinaus noch viele weitere neue Reglungen, so z.B. zu Hochschulproduktionen und zur Pensionskassen-Anrechnung. Die Tarife steigen ab Juli 2019 um weitere 2,5% und nochmals um 2,25% ab April 2020. 

Insbesondere richte der bvft seinen Dank an die ver.di Filmunion für die tatkräftige Unterstützung bei der Aufnahme der neuen Berufe. Die bvft werde sich über ihren seit 2009 bestehenden Sitz im ver.di Tarifausschuss auch weiter bemühen, zusätzliche Tonpostproduktionsberufe im Tarifvertrag zu verankern. Weitere Informationen zum neuen Tarifvertrag unter: https://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++3def7d7a-659f-11e8-b3a5-525400423e78




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