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news | Auszeichnungen    23.07.2018

Preisträger NaturVision Filmfestival 2018

Bei der Preisverleihung des 17. NaturVision Filmfestivals wurden im Großen Haus des Central Filmtheaters Ludwigsburg Preise in zehn Kategorien vergeben.

Alle Preisträger 2018 auf der Bühne des Central Filmtheaters © NaturVision/Tobias Metz

 

Durch die feierliche Veranstaltung am 21.07.18 führte der SWR Moderator Jürgen Hörig. Für Musik sorgte an diesem Abend die Caligari Band.

„Ihr seid genau die, die wir mit solchen Filmen erreichen wollen“, so Christian Drewing – Geschäftsführer von Eikon Media Produktion –, nachdem ihm Sander Frank den Preis der Jugendjury für "Das System Milch" überreicht hatte, der vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg mit 2.000.- Euro ausgestattet wird. Doch nicht nur die jungen Erwachsenen des Jugendbeirates Baden-Württembergs, die diese Jury stellen, fanden den Film herausragend. Bald durfte Christian Drewing noch einmal auf die Bühne, um den Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis in Empfang zu nehmen, den das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft mit 10.000.- Euro dotiert. Die Jury lobt an der Dokumentation, die die Auswirkungen hochtechnisierte Massenproduktion zeigt, die „tiefen Einblicke in einen globalen vom Kapitalismus getriebenen Markt, der wenig Raum für nachhaltige Konzepte lässt.“

Mit industrieller Landwirtschaft, Bodenspekulation, Klimakrise, Bedrohung der Artenvielfalt und Landnahme befasst sich das aktuelle NaturVision Sonderthema "Landschaften der Zukunft“. Zwei Sonderpreise wurden an Filme vergeben, die sich eindrucksvoll mit diesen Themen befassen: Der Sonderpreis der Jury ging an den Film "Konzerne als Retter? Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe". In der deutschen Entwicklungshilfe setzt man zunehmend auf die Privatwirtschaft. Die Folge: Die lokale Landwirtschaft wird zugrunde gerichtet und statt die heimischen Märkte zu stärken, werden Importe aus Europa unterstützt. Eine Special Mention ging an "The Empire of Red Gold", der am Beispiel der Tomate die absurde Logik der Lebensmittelindustrie spannend vor Augen führt.

Gerade bei den kritischen Filmen zu Umwelt- und Nachhaltigkeit spielt die Erzählweise eine besondere Rolle: Wie erreicht man mit seinen Botschaften Kopf und Herz der Zuschauer? Ein besonders gelungenes Beispiel dafür ist die berührende Dokumentation "Danke für den Regen", die mit dem Preis NaturVision Beste Story bedacht wurde. Der kenianische Bauer Kisilu Musya, dessen Existenz vom Klimawandel bedroht ist, erzählt seine Geschichte in einer Art Videotagebuch in Teilen selbst und macht so sehr authentisch deutlich, was die Erderwärmung schon heute anrichtet.

Eine neue, innovative Erzählweise hat auch der Film "Kamchatka Bears. Life Begins". In der Jurybegründung für den NaturVision Newcomer Preis, der von dieUmweltDruckerei mit 1.000.- Euro unterstützt wird, heißt es: „Bei ihrem ersten Film setzen Irina Zhuravleva und Vladislav Grishins auf Reduktion. Kein Kommentartext, präzise eingesetzte Musik, einige wenige Inserts. Dafür lassen sie ihre beeindruckenden Bilder sprechen.“

Bilder, die lange im Gedächtnis bleiben prägen auch "Sex, Lies and Butterflies – Wunderwesen Schmetterling", der mit dem NaturVision Kamerapreis ausgezeichnet wurde. Die großartigen Makroaufnahmen dokumentieren winzigste Details, lassen den Zuschauer staunen und sind auch ein Appell, die Vielfalt der Arten zu schützen. Auch den Gewinner des Deutschen Filmpreises Biodiversität zeichnet seine Kameraarbeit aus. "Araucaria Araucana" ist das Porträt eines ungewöhnlichen Baumes, dessen Funktionen in einem komplexen Lebensraum aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet werden. Herr Klein von Preisstifter Hahn+Kolb Werkzeuge GmbH überreichte Regisseur Remi Rappe den mit 10.000.- dotierten Preis.

Bei Publikum und Jury gleichermaßen gut kam "White Wolves – Ghosts of the Artic" an. Er erhielt den begehrten Deutschen Wildlife Filmpreis, der zu gleichen Teilen von der Stadt Ludwigsburg und dem Central Filmtheater, der Heimat des Festivals, gespendet wird. Kinochef Claus Wollenschläger und Bürgermeister Michael Ilk überreichten den mit 10.000.- Euro dotierten Preis persönlich.

Den Filmmusikpreis, für den eine private Spenderin 1.000.- Euro zur Verfügung stellte, ging an "H is for Hawk: A New Chapter". Die Musikjury hebt hier besonders hervor, dass die Musik die Filmdramaturgie optimal unterstützt und den Zuschauer emotional miteinbezieht.

Erstmals wurde in diesem Jahr der NaturVision Kurzfilmpreis ausgeschrieben. Thema war "Die (Un-)Endlichkeit des Plastiks“. Die Kurzfilmjury entschied sich für den neunminütigen Film "Precious Plastic – The story behind", der nicht nur die weltweite Plastikverschmutzung zeigt, sondern auch eine globale Lösung für das Problem: sinnvolles Recyceln. Dr. Rüdiger Recknagel von der Audi Stiftung für Umwelt, die die Kategorie mit einem Preisgeld von 5.000.- Euro ausstattete, übergab den Preis an Arnaud Dumont – einen Protagonisten aus dem Film. Lobend erwähnt wurde zudem der Kurzfilm "Rio im Müll", der vor allem durch seine sorgfältige Recherche beeindruckt.

Die jungen Mitglieder der Kinderfilmjury waren alle auf der Bühne, um den NaturVision Kinderfilmpreis, der mit 2.000.- von der Wedekind Stiftung unterstützt wird, Regisseurin Irja von Bernstorff persönlich zu überreichen. In ihrer selbst formulierten Jurybegründung haben sie gut herausgearbeitet, dass "Ridoy – Kinderarbeit für Fußballschuhe" ihnen das Gefühl gibt, sie würden den Jungen aus Bangladesch schon lange kennen. Irja von Bernstorff, die am Donnerstag und Freitag den Schülern im Schulfilmprogramm "Film und Gespräch“ über Skype zugeschaltet war, bedankte sich gerührt mit den Worten, es sei ein Geschenk für die Filmemacher durch ein Festival wie NaturVision, in Kontakt mit ihrem Publikum zu treten.

Eine Gesamtübersicht aller Preisträger ist demnächst unter www.natur-vision.de abrufbar.




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