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news | firmenmeldungen    08.11.2018

Babylon Berlin – keine Beiträge an Pensionskasse Rundfunk – Empfehlung

Im Zusammenhang mit der Zahlung von Beiträgen an die Pensionskasse Rundfunk hat die KünstlerKanzlei eine Empfehlung mit "Babylon Berlin" als konkretem Beispiel herausgegeben.

Das TV-Projekt „Babylon Berlin“ gibt derzeit viel Gesprächsstoff. Neben der für eine deutsche Serie herausragenden Qualität, mit Sky-TV neuen Finanzierungspartnern, machen nun aber auch die Arbeitsbedingungen von sich reden. 

X-Filme will nach Informationen, die der KünstlerKanzlei vorliegen, die Zahlung von Beiträgen an die Pensionskasse Rundfunk für die Teammitglieder des Serienprojektes verweigern. Damit unterläuft X-Filme die Sozialstandards der Branche. Mit der Pensionskasse Rundfunk erhalten die Filmschaffenden, welche ohnehin nur einige Wochen oder Monate im Jahr sozialversichert arbeiten, eine dringend erforderliche ergänzende Altersvorsorge. Deren Finanzierung ist im Rundfunkbeitrag eingestellt und wird den Produzenten von den Rundfunkanstalten erstattet.

Erst kürzlich haben die Fernsehsender gemeinsam mit der Produzentenallianz im Rahmen der sog. „Limburger Lösung“ zugesichert, dass auch alle geförderten Fernseh-Koproduktionen ihre Beiträge zu der paritätischen Altersvorsorge leisten. Dass diverse Film- und Fernsehförderung an dem TV-Projekt beteiligt sind, steht der Einhaltung von Sozialstandards nicht entgegen. Dass die X-Film Creativ Pool (noch immer) nicht Mitglied der Pensionskasse Rundfunk geworden ist, spricht zwar nicht für die Firma, aber auch nicht gegen die Bezahlung der Beiträge, da die Anstalten bei der „Limburger Lösung“ zugesagt haben, auch den Nicht-Mitgliedern die Beiträge zu erstatten. Nach Informationen der KünstlerKanzlei hat die ARD-DEGETO die Produktionsfirma sogar wiederholt aufgefordert, die Pensionskassenbeiträge in die Kalkulation einzustellen, jedoch hat X-Filme das verweigert. Diese mangelnde Bereitschaft zur sozialen Absicherung soll nun auf dem Rücken der Filmschaffenden ausgetragen werden. 

Den freien oder befristeten Filmschaffenden, die Mitglied der Pensionskasse sind, geht dabei ein (steuerfreier) Zuschuss zur Altersvorsorge von 7 bzw. 4 Prozent ihrer Gage verloren. Gerade bei langlaufenden Projekten wie der nun anstehenden 3. Staffel zu „Babylon Berlin“ macht das mehrere Tausend Euros aus.

Daher wird empfohlen, in den für die 3. Staffel anstehenden Vertragsverhandlungen sich auf die Hinterbeine zu stellen und die Zahlung der Beiträge an die Pensionskasse oder eine um 4 bzw. 7 Prozent höhere Gage zu verlangen und diese zur Sicherung des Lebensabends selbst in die Pensionskasse einzuzahlen.

RA Steffen Schmidt-Hug

Fachanwalt  für  Arbeitsrecht

Fachanwalt  für  Medienrecht

KünstlerKanzlei

Tel  089 48 99 80 32
Fax 089 48 99 80 34

www.schmidt-hug.de

 

 



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