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news | Förderungen    08.01.2019

Deutsch-französischer Förderfonds unterstützt Entwicklung von drei Serienprojekten

Die Kommission des deutsch-französischen Förderprogramms für die gemeinsame Entwicklung fiktionaler Fernsehserien hat in der vierten Ausschreibung drei neue Projekte zur Förderung mit jeweils 50.000 Euro empfohlen.

 

Die Projekte im Einzelnen:

Die Krimiserie "34" wird gemeinsam von augenschein Filmproduktion (Köln) und Agat Films Et Cie (Paris) sowie mit Autor Kenan Görgün und Dramaturgin Katrin Merkel entwickelt. Im Mittelpunkt der Serie stehen die Ermittler Idil, Istanbuls erste Ermittlerin mit Kopftuch, und Murat, ein korrupter Bulle, der an nichts mehr glaubt, schon gar nicht an sich selbst. Ihr Fall ist selbst für Istanbuls Verhältnisse mehr als kompliziert: Ein toter Mullah in einem Bordell, und die ganze Stadt scheint darin verwickelt zu sein. Niemandem kann Idil vertrauen - außer ihrem abgehalfterten Partner.

Die Politkomödie "Parlament" von Autor Noé Debré wird von Polyphon Pictures (Baden-Baden) und Cinétévé (Paris) gemeinsam entwickelt. Die Serie spielt vor dem Hintergrund des Europäischen Parlaments, in dem die Abgeordneten das Schicksal von 500 Millionen Bürgern in ihren Händen tragen. Die erste Staffel von Parlament begleitet die Metamorphose von Samy. Der vormals bekennende antriebslose Nichtsnutz setzt sich plötzlich mit aller Macht für ein Anliegen ein, von dem er zunächst nichts versteht. Irgendwann begreift er auch dessen Wichtigkeit und ist bereit, alles dafür zu opfern.

Die Serie "Unterwerfung" (Soumission) entsteht in Koproduktion zwischen Maze Pictures (München) und Incognita Films (Saint-Denis, Frankreich). Die Autoren sind Guillaume Nicloux, Nathalie Leutherau und Victor Rodenbach. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Michel Houellebecq: François befindet sich in einer existenziellen Krise, als er Zeuge eines überwältigenden und beispiellosen gesellschaftlichen Umbruchs wird. In einem Frankreich, das dem heutigen Frankreich sehr ähnelt, ist der Machtantritt der ersten muslimischen Partei Wirklichkeit geworden. Dadurch wird François' desillusioniertes Dasein auf den Kopf gestellt. Während der chaotischen und gewalttätigen Phase des Übergangs kehren Begehren und Liebe in seinen Alltag zurück und geben seinem Leben eine neue Bedeutung. Gleichzeitig werden die Grundlagen seiner Werte und Überzeugungen erschüttert.

Ziel des bilateralen Fonds ist die Entwicklung fiktionaler TV-Serien, die in deutsch-französischer Koproduktion entstehen. Partner auf deutscher Seite sind der FilmFernsehFonds Bayern, die Film-und Medienstiftung NRW und die MFG Filmförderung Baden-Württemberg. Auf französischer Seite unterstützten das Centre national du cinéma et de l’image animée (CNC) sowie die Region Grand Est den Fonds, der 2018 mit einer Gesamtsumme von 200.000 Euro ausgestattet ist. Die maximale Förderhöhe liegt bei 50.000 Euro pro Projekt.

www.fff-bayern.de

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