Technologie und Medienrealisation in Film und Video





news | förderungen    06.02.2019

FFF Förderbilanz 2018

2018 hat der FFF Bayern 347 Projekte mit 36,9 Mio. Euro unterstützt, über 60 Prozent für die Kinofilmproduktion - davon 5,6 Mio. Euro an internationale Koproduktionen und 1,6 Mio. zugunsten in Bayern ausgeführter VFX-Arbeit an US-Blockbustern und Top-Serien.

vlnr. Judith Gerlach(Staatsminist.), Alicia von Rittberg (Darst.), Dorothee Erpenstein (FFF GF), David Dietl (Regiss.), Quelle:FFF

vlnr. Judith Gerlach(Staatsminist.), Alicia von Rittberg (Darst.), Dorothee Erpenstein (FFF GF), David Dietl (Regiss.), Quelle:FFF

 

Kinofilme  - Mit 22,5 Mio. Euro hat der FFF Bayern 55 Kinofilme unterstützt. Damit entfallen wie bereits im Vorjahr drei Fünftel der Gesamtfördersumme auf diesen Bereich. 7,2 Mio. Euro FFF-Fördermittel sind in neun internationale Koproduktionen geflossen. Darunter sind sechs Projekte, bei denen die Line Producer mit insgesamt 1,6 Mio. Euro unterstützt wurden, drei Mal so hoch wie im Vorjahr, in dem vier Projekte mit 566.000 Euro gefördert worden waren.

Fünf geförderte deutsche Produktionen wurden Besuchermillionäre: Jim Knopf und Lukas der LokomotivführerDie kleine Hexe, Dieses bescheuerte Herz, Der Vorname und der Eberhofer-Krimi Sauerkrautkoma, der fast ausschließlich in bayerischen Kinos lief. Mehr als 900.000 Besucher erreichte in 2018 die Komödie 100 Dinge, mehr als 800.000 erreichten die Filme 25 km/hBallon und Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft. An Weihnachten startete Der Junge muss an die frische Luft, der mittlerweile mit 2,5 Mio. Zuschauern der erfolgreichste aller im letzten Jahr gestarteten Kinofilme ist. 

Große und wichtige Preise gewannen die geförderten Kinofilme The Happy PrinceGriessnockerlaffäreArthur & ClaireHilfe, ich habe meine Eltern geschrumpftJim Knopf und Lukas der LokomotivführerDie kleine HexeWackersdorf und das Drama Werk ohne Autor.

Internationale Koproduktionen  - 2018 förderte der FFF im Rahmen seiner VFX-Förderung "bayerische Line Producer" für die Filme Captain Marvel, Bumblebee, Tomb Raider, The First und Hellboy sowie für die Netflix-Serie Dark 2. Auch VFX-Anteile für Black Panther, der nach Umsatz im Jahr 2018 zu den vier erfolgreichsten Kinofilmen weltweit zählt und gerade in sieben Kategorien für den Oscar nominiert wurde, entstand mit bayerischer Beteiligung und FFF-Fördermitteln. Mit jeweils 2 Mio. Euro unterstützte der FFF die beiden internationalen Koproduktionen All The Old Knives und Kung Fury 2, mit 1,56 Mio. Euro die ebenfalls international aufgestellte Animationsfilmproduktion Die Biene Maja 3

In Bayern gedreht wurde die geförderte Kinofilmproduktion Resistance über Marcel Marceau (Regie: Jonathan Jakubowicz / Pantaleon Films), sowie die von maze pictures in Bayern und Neuseeland produzierte Actionkomödie Guns Akimbo mit Daniel Radcliffe (Regie: Jason Lei Howden). 

Zwei internationale Koproduktionen, die in Bayern gefördert und gedreht worden sind, feierten 2018 ihre Weltpremiere bzw. liefen in den deutschen Kinos: Auf dem Sundance Film Festival präsentierte Rupert Everett das von ihm inszenierte und geschriebene Drama The Happy Prince, in dem er auch die Hauptrolle spielte, zusammen mit Colin Firth und Emily Watson. Außerdem startete Euphoria von Autorin und Regisseurin Lisa Langseth mit Alicia Vikander, Eva Green und Charlotte Rampling. In diesem Jahr wird Trautmann, eine englisch-irisch-deutsche Koproduktion von Lieblingsfilm unter der Regie von Marcus H. Rosenmüller mit David Kross in der Hauptrolle in den deutschen Kinos starten (FFF Bayern: Entwicklung: 50.000 Euro / Produktion: 2 Mio. Euro/ Verleih: 150.000 Euro/ Bayerischer Bankenfonds (BBF): 400.000 Euro.

Fernsehfilme und Fernsehserien - Insgesamt 4,4 Mio. Euro gingen an 17 Fernsehfilme und Fernsehserien. Darunter Uli Edels Der Club der singenden Metzger (Drehbuch: Doris Dörrie, Ruth Stadler) mit ARD Degeto und SWR, Till Endemanns Im Schatten der Angst (Drehbuch: Marie-Therese Thill, Rebekka Reuber) mit ZDF und ORF, Isabel Kleefelds Zweite Luft (Drehbuch: Dominique Lorenz) mit dem WDRMaria von Helands Julia Durant – jung, blond, tot (Drehbuch: Kai Uwe Hasenheit, Lancelot von Naso) mit ProSiebenSat.1  sowie Monika Czernins Dokumentarfilm Atatürk mit ZDF und arte. FFF Fördermittel gingen auch an die Serienproduktionen Oktoberfest des BR, MDR, WDR und der ARD Degeto und Hindafing 2 des BR sowie Pan Tau des WDR und MDR.

Webserien - Fünf Webserien bayerischer Produktionsfirmen hat der FFF Bayern mit insgesamt 248.000 Euro unterstützt. 

Virtual Reality Filme - Auch die VR-Szene wird in Bayern größer, etablierte Filmproduzenten experimentieren mit der neuen Technik. Vier Projekte hat der FFF mit einer Gesamtsumme von 180.000 Euro unterstützt. Pars Media hat mit Autor und Regisseur Jan Schmidt-Garre sowie mit WDR und arte Mozarts Figaro als immersiven Musikfilm konzipiert. Karolina Markiewicz und Pascal Piron entwickeln mit INVR.space die Doku-Fiction My Identity is this Expanse über ein Kind, das, in einer Holzkiste gefangen, fliehen muss. Kaamos Film realisiert Rouff VR über einen dreibeinigen Hund, der aus einer Comiczeichnung heraus lebendig wird, mit einem Drehbuch- und Regiekollektiv. Tellux Next entführt mit Tagfern VR in das Blauhöhlen-System in der Schwäbischen Alp und lässt die Nutzer darin umherwandern – ein Erlebnis, das in der Realität nicht möglich ist. Für Drehbuch und Regie sind Lukas Ondreka und Laura Schäfer verantwortlich.

Nachwuchsfilme - 1,6 Mio. Euro gingen 2018 an die Produktion von 28 Nachwuchsfilmen, davon an 19 Abschlussfilme, fünf Filme von Quereinsteigern und vier Debütfilme.

Erfolgreich war in 2018 der Debütfilm von Eva TrobischAlles ist gut. Sechs geförderte Nachwuchsproduktionen liefen 2019 beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken, zwei davon wurden ausgezeichnet (Hi, AI von Isa Willinger und Congo Calling von Stephan Hilpert).

Games - 24 Gamesprojekte hat der FFF Bayern mit insgesamt 1,9 Mio. Euro gefördert. Drei Projekte haben Produktionsförderung erhalten: Jeweils 300.000 Euro gingen an Ostwind – Das Spiel 2 von Aesir Interactive und Townsmen VR von handy-games; 400.000 Euro gingen an Galaxy on Fire – Unleashed von Koch MediaTownsmen VR gewann zudem für das Gamedesign den Deutschen Computerspielpreis; Lazuli wurde mit dem Pädagogischen Medienpreis, zwei Tommi-Awards und dem Kindermedienpreis ausgezeichnet. Ein Folgeprojekt hat der FFF hier bereits gefördert: Mit 50.000 Euro FFF Fördermitteln entwickelt funline Media den Prototypen Lazuli und die Wörter. Sechs weitere geförderte Prototypen sind in Entwicklung ebenso wie 14 geförderte Konzepte. Drei Spiele sind 2018 released worden: Townsmen VRPretzel Land und Virtual Surfing. In diesen Tagen feiert auch das Strategie- und Fantasy-Abenteuerspiel Die Legenden von Andor seinen Release. 

Drehort Bayern - Die Zahl der Drehtage in Bayern betrug im letzten Jahr 3626. Dabei schätzten die Crews Oberbayern und Niederbayern noch mehr als in den Vorjahren, hier stieg die Anzahl der Drehtage erheblich, in Niederbayern verdoppelte sie sich sogar. Die Bemühungen der FFF Film Commission Bayern, Regionen jenseits der Landeshauptstadt München für Dreharbeiten zu gewinnen und bekannt zu machen, haben sich bewährt. So sank in München die Anzahl der Drehtage gegenüber dem Vorjahr. Nach dem durch die Dreharbeiten erzielten geschätzten Gesamtumsatz überholte Oberbayern die Stadt München. Drehort des Jahres 2018 wurde das Berchtesgadener Land. 

Filmtheater - Im November hat der FFF Bayern 60 bayerische Filmtheater für ihr Jahresprogramm mit der Rekordsumme von 407.500 Euro ausgezeichnet. Für die Investitionen in und Modernisierungen von Filmtheatern hat der FFF Bayern 456.000 Euro  bereitgestellt; die Zuschussquote betrug wie im Vorjahr 25 Prozent. Insgesamt hat der FFF die bayerischen Filmtheater mit 878.036 Euro unterstützt.

Medienstandort - Der FFF Bayern hat sich mit insgesamt 241.000 Euro Fördermitteln an Veranstaltungen, die den Medienstandort Bayern in die Zukunft führen, beteiligt. So etwa unter anderem am Writers' Room: Lab, am Webseries: Lab, an der Seriencamp Conference, am Producer's Workshop des Verbands Deutscher Filmproduzenten, an einem Workshop zum Grünen Drehen und an einer Delegationsreise zum American Film Market

Neustarts / Drehs in 2019: 

Das Jahr 2019 wird von Kinofilmen namhaften Filmemacherinnen und Filmemacher geprägt: Der Junge muss an die frische Luft (Regie: Caroline Link, Drehbuch: Ruth Toma, Produktion: Ufa Fiction/ Feine Filme). Weiter starten Doris Dörries (Kirschblüten und Dämonen), Marcus H. Rosenmüllers (Unheimlich perfekte FreundeTrautmann), Marco Kreuzpaintners (Der Fall Collini), Ed Herzogs (Leberkäsjunkie), Ralf Westhoffs (Wie gut ist deine Beziehung?), Caroline Links (Als Hitler das rosa Kaninchen stahl) und David Dietls (Rate your Date). Autor und Regisseur Bora Dagtekin dreht zur Zeit in München seine neue Komödie Das perfekte Geheimnis (Constantin Film). Wiedemann & Berg hat den Kinofilm Die Goldfische von Newcomer Alireza Golafshan produziert.

Auf Sky gestartet wurde gerade die geförderte Serie Der Pass (Wiedemann & Berg) sowie noch in diesem Jahr die Serie Acht Tage (Neuesuper).

Im Bereich Games wird nach Die Legenden von Andor das Open World Spiel Ostwind – Aris Ankunft zeitgleich zum Kinostart des gleichnamigen Spielfilms released.

Nach 22 Jahren endete im Januar 2018 die Ära Klaus Schaefer beim FFF Bayern; im Februar übernahm Carolin Kerschbaumer die Geschäftsführung, bis sie im April die Leitung der neuen Abteilung Digitales und Medien in der Staatskanzlei übernahm. Seit 15. Mai 2018 ist Dorothee Erpenstein Geschäftsführerin des FFF Bayern. Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Judith Gerlach, Staatsministerin für Digitales und zuständig für Film und Games.  www.fff-bayern.de 

 



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