Technologie und Medienrealisation in Film und Video





news | förderungen    13.05.2019

Förderbilanz Film- und Medienstiftung NRW

Die Film- und Medienstiftung NRW blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück.

 

 

Mit 35,86 Mio. Euro förderte die Film- und Medienstiftung NRW im Jahr 2018 insgesamt 376 Projekte zur Entwicklung, Produktion und Verwertung von Bewegtbild-Inhalten – Film, Serien, Games und Online-Content. Davon gingen 21,4 Mio. Euro an 59 Kinofilme und 7,9 Mio. Euro an 13 TV-Filme und Serien, rund 727.000 Euro an Drehbuch- und Projektentwicklungen, 1,3 Mio. Euro an 26 Games- und Serienentwicklungen und 1,7 Mio. Euro in Verleih und Vertrieb. 

Darüber hinaus wurden 27 Festivals, Filmpräsentationen und Standortprojekte mit 892.000 Euro unterstützt, und 1,06 Mio. Euro flossen in die Kinoförderung. Allein die in 2018 geförderten Produktionsprojekte erreichten einen NRW-Effekt von 272% und lösten so rund 80 Mio. Euro Ausgaben am Standort aus.

Darüber hinaus konnte die Filmstiftung zusätzliche 1,06 Mio. Euro für Aus- und Weiterbildung bereitstellen, 60.000 Euro flossen in Werbung für den deutschen Film im Ausland (German Films), weitere 1,79 Mio. Euro Förderung kamen vom Creative Europe-Programm, so dass insgesamt 38,77 Mio. Euro an die Film- und Medienbranche in NRW gingen.

Die Bilanz für 2018 sei, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW sehr positiv. Mit der Erhöhung der Fördermittel für 2019 um insgesamt 3 Mio. Euro habe das Land für eine nachhaltige Stärkung der Film-, TV- und Games-Branche in NRW gesorgt. Dazu gehört auch, dass 34 Arthouse-Filme im Kino erfolgreich waren, eine Golden Globe-, zwei Oscar-Nominierungen und zwei Bären bei der Berlinale, 13 Auszeichnungen beim Deutschen Filmpreis verbuchen konnten. Bei den bevorstehenden Filmfestspielen Cannes wird die filmstiftungsgeförderte Koproduktion ‚Der Verräter‘ von Marco Bellocchio im Wettbewerb laufen. 

An der Kinokasse konnten 2018 zahlreiche filmstiftungsgeförderte Produktionen punkten. So brachte es “Der Vorname“ von Sönke Wortmann auf 1,1 Mio Besucher, “25 km/h“ von Regisseur Markus Goller auf über 970.000 Besucher. “Der Junge muss an die frische Luft“ von Caroline Link konnte bis heute 3,6 Millionen Besucher erreichen. Garanten für gute Besucherzahlen waren erneut Kinder- und Jugendfilme wie “Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ von Tim Trageser rund 850.000 Besuchern oder “Pettersson und Findus: Findus zieht um“ von Ali Samadi Ahadi mit bis heute fast 600.000 Besuchern. Im Arthouse-Kino reüssierte „Gundermann“ von Andreas Dresen mit über 350.000 Besuchern. Der erfolgreichste Dokumentarfilm war mit über 40.000 Besuchern “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur“ von Alice Agneskircher.

Weltweit wurden filmstiftungsgeförderte Filme 2018 mit renommierten Preisen ausgezeichnet, Insgesamt wurden über 150 geförderte Produktionen zu rund 130 Festivals eingeladen und konnten über 120 Preise und Auszeichnungen erringen. Beim Deutschen Filmpreis 13 Preise an die filmstiftungsgeförderten Produktionen "Gundermann“, "Styx“ und "Der Junge muss mal an die frische Luft“, darunter alle drei Hauptpreise – die Lolas in Gold, Silber und Bronze.

2018 machten vor allem auch filmstiftungsgeförderte Serien und Mehrteiler von sich reden. Im Frühjahr erzielte der Zweiteiler “Gladbeck“ mit 4,9 Mio. Zuschauer-Bestwerte in der ARD. Im Herbst hatte “Babylon Berlin“ Premiere in der ARD, erreichte an die 8 Mio. Zuschauer und wurde u.a. mit vier deutschen Fernsehpreisen, dem Grimme-Preis, der Goldenen Kamera und einem Bambi ausgezeichnet. “Parfum“ erzielte gute Reichweiten bei ZDFneo und wurde an Netflix verkauft. Die Bestsellerverfilmung “Passagier 23“ erreichte bei RTL über 3 Mio. Zuschauer. Die TNT-Impro-Serie “Andere Eltern“ wurde im Sommer in Köln gedreht, und im Herbst kam die Bauhaus-Serie “Die Neue Zeit“ zum Dreh in die MMC-Studios. Die Webserie “Wishlist“ war mit 8 Mio. Views online erfolgreich.

Der Anteil von Frauen in der Förderung der Film- und Medienstiftung NRW konnte 2018 nochmals gesteigert werden: Rund ein Drittel der geförderten Projekte wurde von Regisseurinnen (35%) bzw. Produzentinnen (31%) verantwortet.

2018 entstanden in NRW zahlreiche internationale Koproduktionen wie “The Operative“ von Yuval Adler, mit Diane Kruger und Martin Freeman in den Hauptrollen, “Proxima“ von Alice Winocour mit Eva Green und Matt Dillon oder Marco Bellocchios “Der Verräter“. Große nationale Drehs waren u.a. “Ich war noch niemals in New York“ von Philipp Stölzl mit Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu und Katharina Thalbach, das Biopic “Lindenberg! Mach Dein Ding!“ von Hermine Huntgeburth mit Jan Bülow, Detlev Buck und Charly Hübner, “Gut gegen Nordwind“ von Vanessa Jopp mit Nora Tschirner und Alexander Fehling, “Der letzte Bulle“ von Peter Thorwarth mit Henning Baum in der Hauptrolle, “Exil“ von Visar Morina mit Sandra Hüller und Mišel Matičević , “Mein Lotta-Leben“ von Neele Leana Vollmar, sowie die Serien “Die Neue Zeit“ von Lars Kraume über die Bauhaus-Ära, “West of Liberty“ von Barbara Eder mit Wotan Wilke Möhring oder “Andere Eltern“ mit Lavinia Wilson, für die Regisseur Lutz Heineking jr. gerade die 2. Staffel vorbereitet.

Mit 1 Mio. Euro unterstützte die Film- und Medienstiftung 15 Projekte zur Entwicklung von Games und Innovativen Audiovisuellen Inhalten. Darunter u.a.: “bayala“ (Independent Arts Software), das Mobile-Game “Das Schneiderlein“ (Golden Orb), “Fata Deum“ (42 Bits Entertainment) und “Faith + Honor: Barbarossa“ (encurio). Mit der Förderung der Film- und Medienstiftung gab es zahlreiche weitere Veranstaltungen wie: die Konferenz Clash of Realities, der Deutsche Entwicklerpreis, der Gamification Day, Womenize! und auch die StreamCon, die alle in NRW stattfanden. Mit dem ersten Games-Gipfel in der Staatskanzlei, der Erhöhung der Games-Förderung auf 1,5 Mio. Euro im Jahr 2018 und weiteren 1,5 Mio. Euro in 2019 sowie der Entwicklung einer neuen Leitlinie zur Förderung von “Digitalen Spielen und interaktiven Inhalten“ setzte NRW deutliche Zeichen für die interaktive Standortentwicklung. So kann die Film- und Medienstiftung NRW – neben der 2011 eingeführten Entwicklungsförderung –  nun auch die Förderung der Produktion von Computer- und Videospielen unterstützen.

Zu den Aufgaben der Filmstiftung gehört insbesondere die Standortkommunikation und Standortwerbung. So präsentierte sie auch 2018 die NRW-Filmbranche in Cannes, Locarno, Venedig und Toronto und den TV-Standort bei MIPTV und MIPCOM sowie den International Emmys in New York. Darüber hinaus lud sie zu eigenen Veranstaltungen wie dem Doku-Tag, dem Kinokongress, dem Kinoprogrammpreis NRW etc. Insgesamt wurden 9 Festivals, 6 Festivalpräsentationen, 26 Filmpräsentationen und 12 Standortprojekte mit 986.300 Euro unterstützt, Filmevents wie das Film Festival Cologne, die Markt-Plattform EWIP, das Kinofest Lünen, die Duisburger Filmwoche und das Internationale FrauenFilm Festival Dortmund|Köln IFFF wie auch die Gamesevents Clash of Realities, StreamCon, Womenize!, Gamification Day und den Deutschen Entwicklerpreis. Die Filmstiftungstochter Mediencluster NRW verstärkte 2018 zudem die Vernetzung und Standortpräsentation für die Games- und die VR-Szene im Mediennetzwerk.NRW, u.a. mit den regelmäßigen Gametreffs und dem medienübergreifenden Networking-Event „Match Me If You Can!“.

Für Kinomodernisierung und Filmpräsentations- und -programmförderung hat die Filmstiftung im vergangenen Jahr insgesamt 1,06 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Beim Kinoprogrammpreis NRW im November wurden 64 NRW-Kinos aus 39 Städten mit der deutschlandweiten Spitzensumme von 450.000 Euro ausgezeichnet.

Ausblick 2019:

Mit der Verabschiedung des Haushalts 2019 hat der Landtag NRW die Anhebung der Fördermittel der Film- und Medienstiftung NRW um 3 Mio. Euro pro Jahr beschlossen. So stehen 2019 1,5 Mio. Euro mehr für die Film- und Serien-Förderung zur Verfügung – davon 300.000 Euro für die Vereinfachte Förderung. Die Games-Förderung wird auf 3 Mio. Euro jährlich verdoppelt die jetzt mit einer neuen Leitlinie für die Entwicklung und Produktion von „Digitale Spielen und interaktive Inhalten“ vergeben werden kann. Seit ihrem Antritt hat die Landesregierung die Förderung um insgesamt 5,5 Mio. Euro aufgestockt. Zusammengenommen mit den Mitteln der Sendergesellschafter stehen der Filmstiftung somit in diesem Jahr weit mehr als 30 Mio. Euro für die Unterstützung von Film- und Medienprojekten zur Verfügung.

www.filmstiftung.de

 



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