Technologie und Medienrealisation in Film und Video





news | Auszeichnungen    12.06.2019

Die besten Kurzfilme in Hamburg ausgezeichnet

Bei der Preisverleihung des 35. Kurzfilm Festival Hamburg (4. - 10. Juni 2019) konnte zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals ein Filmemacher seinen Titel verteidigen.

Still aus "Past Perfect" von Jorge Jácome, Gewinner des Hauptpreises, Quelle: Kurzfilm Festival Hamburg

 

Nach "Flores" im Vorjahr gewann der portugiesische Regisseur Jorge Jácome mit seinem neuen Film "Past Perfect" auch in 2019 den Hauptpreis, den Hamburger Kurzfilmpreis im Internationalen Wettbewerb. Die fünfköpfige Jury entschied sich für einen Film, der „uns auf eine hypnotische Reise durch unsere eigenen, persönlichen Vorstellungen nimmt. "Past Perfect" schaut auf besondere Weise zurück in die Zeit und führt uns so zu einer geteilten Erfahrung der Einsamkeit im Jetzt.“

Knapp 80 Veranstaltungen sind an 7 Tagen gelaufen, über 300 Filme aus mehr als 40 Ländern, im Festivalzentrum Post und den sechs Kinos, von rund 130 Teammitgliedern auf die Beine gestellt. Es zeichnet sich ab, dass eine Gesamtzahl von 16.000 Besucher*innen erreichen wird, mehr als im Vorjahr. Angesichts der verringerten Anzahl von Screenings konnte die durchschnittliche Besucher*innenzahl pro Veranstaltung gesteigert werden.

Die neue künstlerische Leiterin des Festivals, Maike Mia Höhne: „Die Gäste des Festivals kamen von überall her, die Mischung der Wettbewerbe, das Nachtprogramm, Kinder und Jugend und Konzerte … Es war ein großes Miteinander – und das sollte es werden. Wir sind glücklich.“

Das neue Format FORUM, drei Gesprächsrunden zu den thematischen Schwerpunkten, zog die Besucher*innen zu vertieften Betrachtungen mit internationalen Gästen. Eine spannende Ergänzung zu den Filmprogrammen im LABOR DER GEGENWART und ein Ort der Auseinandersetzung, der als solcher angenommen wurde.

Das Festivalzentrum Post am Kaltenkircher Platz mit seinen riesigen Hallen war erneut ein Kurzfilmspielplatz der fast unbegrenzten Möglichkeiten mit Installationen, Open Airs und Kino, Infocounter und Filmmarkt, Konzerten, Dancefloor und Minigolf-Course, Panels und Branchentreffs. Dieser Kulturort führt immer wieder ganz neue Besucher*innen aus der Stadt an das Festival und den Kurzfilm heran.

 

Preisträger und Jurybegründungen:

 

Internationaler Wettbewerb

Die Jury: Ana David, Jennifer Reeder, Pawel Wieszczecinski, Pela del Álamo, Peter van Hoof

 

– Hamburger Kurzfilmpreis(Jurypreis des Internationalen Wettbewerbs, 3000 Euro)

Past Perfect

Jorge Jácome, Portugal 2019, 23:00 min

Begründung: Ein zutiefst zeitgenössischer Aufbau, der durch unser kollektives Gedächtnis treibt. Zartheit und Melancholie halten sich die Hände und nehmen uns dabei mit auf eine hypnotische Reise durch unsere eigenen, persönlichen Vorstellungen. ›Past Perfect‹ schaut auf besondere Weise zurück in die Zeit und führt uns so zu einer geteilten Erfahrung der Einsamkeit im Jetzt.

 

– Deframed-Preis(Jurypreis des Internationalen Wettbewerbs, 2000 Euro)

Für einen Film, der auf poetische, formale, analytische und unkonventionelle Art und Weise mit der Wirklichkeit umgeht und dabei zukunftsweisend alle Regeln ignoriert.

The Eddies

Madsen Minax, USA 2018, 16:00 min

Begründung: "The Eddies" widmet sich einer spezifischen Art der Männlichkeit auf wohlüberlegte und präzise Art und Weise. Der Film wechselt vom Rohen zum Lyrischen, während er unterschiedliche persönliche und kulturelle Perspektiven zu Sex, Gewalt, Intimität, Infrastruktur und Freddie Mercury darstellt. Der Film hat scharfe Kanten und bekämpft Vorurteile mit tiefgreifender Empathie.

 

– Kandidat für die European Film Awards(European Short Film)

Nominiert von der Jury des Internationalen Wettbewerbs

Cavalcade

Johann Lurf, Österreich 2019, 5:00 min

Begründung: Was sehe ich, wenn ein sich bewegendes Rad plötzlich die Geschwindigkeit und die Richtung wechselt? Eine grundlegende Frage der Physik und Wahrnehmung wird den Zuschauer*innen auf scheinbar einfache und poetische Art und Weise verdeutlicht. Diese großartig konstruierte visuelle Erfahrung erstaunt das Publikum: Was ist der Trick? Können wir unseren Augen trauen? Dank Johann Lurf lebt die Magie des Kinos weiter.

 

 

Publikumspreis (1500 Euro), wettbewerbsübergreifend vergeben an einen Film aus dem Internationalen und Deutschen Wettbewerb. Der Preisträgerfilm 2019 lief im Internationalen Wettbewerb.

D’un château l’autre

Emmanuel Marre, Belgien/Frankreich 2018, 39:59 min

 

 

Deutscher Wettbewerb

Die Jury: Christoffer Olofsson, Emily Jacir, Peter Ott

 – Jurypreis(2000 Euro)

The Magical Dimension

Gudrun Krebitz, Deutschland 2018, 7:08 min

Begründung: Für einen zutiefst persönlichen und kraftvollen Film. Der in Bild und Ton reich texturierte Kurzfilm, ein kleines Prisma, reflektiert und öffnet sich für vielfältige Facetten menschlicher Erfahrung. Seine Empfindsamkeit schließt in scheinbar vorläufigen Schichten ein vollständiges und vollendetes Kunstwerk ab. Mit der souveränen Handhabung ihrer fein ausgewogenen Ausdrucksmittel überträgt die Filmemacherin innere und äußere Räume und versichert uns mit Haltung und Zuversicht, dass ein Zufluchtsort stets zu finden ist.

 

 

Flotter-Dreier-Wettbewerb: Thema "Lost in Translation"

– Publikumspreis "Der Flotte Dreier" (1000 Euro), von der Hamburgischen Kulturstiftung

Die Navigatour

Carsten Knoop, Dorit Kiesewetter, Deutschland 2019, 2:57 min

 

 

ARTE-Kurzfilmpreis

Die Jury: Catherine Colas, Laurence Rilly

 – ARTE-Kurzfilmpreis (bis zu 6000 Euro). Der Preis beinhaltet die Ausstrahlung auf ARTE. 

Der Preisträgerfilm 2019 lief im Internationalen Wettbewerb.

A Million Years

Danech San, Kambodscha 2018, 20:46 min

Begründung: Die Vorstellung trifft auf die Wirklichkeit und nichts ist, wie es scheint. Dieser schon fast pathetisch anmutende Gedanke stimmt in "A Million Year"‹. In dem ersten Film der jungen Regisseurin Danech San aus Kambodscha lässt sie in einem Hotel mitten in einer ursprünglichen Landschaft eine junge Frau und ihren Freund einen Nachmittag verbringen. Intelligent verquickt sie tiefgreifende Fragen, die bereits aus der Zukunft in das Heute hineinragen, mit der Hitze des Nachmittags. Der Fluss windet sich und immer tiefer wird die Kluft zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Zeitgenössisches Kino aus Kambodscha.

 

Das 36. Kurzfilm Festival Hamburg findet vom 2. bis 8. Juni 2020 statt.

 

www.shortfilm.com



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