Technologie und Medienrealisation in Film und Video





news | Auszeichnungen    04.10.2019

Wim Wenders Stipendium verliehen

Die Filmstiftung NRW und die Wim Wenders Stiftung vergaben insgesamt 100.000 Euro für vier Stipendien.

v.l.: Wim Wenders, Mirko Derpmann, Stipendiatin Lumi Lausas, Petra Müller, Stipendiat Henning Beckhoff, Laura Holtorf (GF Wim Wenders Stiftung) und Hella Wenders (Wim Wenders Stiftung, Filmbildung und Stipendium) © Hojabr Riahi

v.l.: Wim Wenders, Mirko Derpmann, Stipendiatin Lumi Lausas, Petra Müller, Stipendiat Henning Beckhoff, Laura Holtorf (GF Wim Wenders Stiftung) und Hella Wenders (Wim Wenders Stiftung, Filmbildung und Stipendium) © Hojabr Riahi

 

Zum sechsten Mal hat die Film- und Medienstiftung NRW gemeinsam mit der Wim Wenders Stiftung das Wim Wenders Stipendium in der Düsseldorfer Filmwerkstatt verliehen. Das Stipendium, das jährlich mit einer Gesamtsumme von 100.000 Euro ausgelobt wird, fördert junge Filmemacherinnen und Filmemacher, die mit neuen Mitteln erzählen und gibt ihnen so den Freiraum, ihre filmischen Ideen unabhängig entwickeln zu können.

Aus insgesamt 36 eingereichten Anträgen wählte die Jury unter Vorsitz von Wim Wenders vier Projekte aus. Bei der Entscheidung war neben der stofflichen Qualität vor allem auch die visuelle Konzeption ausschlaggebend. Gemeinsam mit Wim Wenders bildeten Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, und Mirko Derpmann, Kreativdirektor von Scholz & Friends Agenda, die Jury.

Juryvorsitzender Wim Wenders: „Die Anzahl von starken Projekteinreichungen war in diesem Jahr größer denn je. Sie zeigt, dass unser Stipendium seine ‘Zielgruppe‘ mehr und mehr erreicht, und wie sehr wir damit auf ein wirkliches Bedürfnis gestoßen sind. Die Juryarbeit ist damit nicht einfacher geworden, im Gegenteil. Aber wir sind uns sicher, auch im 6. Jahr wieder besonders mutige und unkonventionelle Filmvorhaben in ihrer Entwicklung fördern zu können. Wir gratulieren den diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten und blicken gespannt auf die Fortschritte ihrer Vorgänger beim morgigen Kolloquium.“

„Die diesjährigen Projekte waren besonders spannend – da sie eine erstaunliche Vielfalt an Inhalten und Formaten aufweisen. Eine experimentelle Doku, eine Instagram-Serie, eine 360 Grad-Doku und ein Stalking-Thriller in Go-Pro-Perspektive... Die vier Projekte, für die wir uns entschieden haben, entwickeln eine sehr eigene filmische Vision ihrer Geschichten und lösen sich dabei von üblichen Schemata“, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW.

 

Die ausgewählten Projekte 2019:

"Bitter wie das Leben, stark wie die Liebe und sanft wie der Tod“ von Eli Roland Sachs
Hybrid aus Spiel- und Dokumentarfilm, 36.000 Euro
Ein afrikanischer Mann mit Schusswunde in der Brust treibt durch Deutschland. Er spricht kaum, doch er begegnet auf seiner Reise Menschen, die ihm Geschichten von unfassbarer Dimension anvertrauen. Diese Geschichten basieren auf realen Interviews mit Zeugen von Gräueltaten aus dem Konfliktgebiet im Norden Nigerias. Das poetische Dokudrama erzählt vom Unbeschreiblichen.

"Mauern“ von Henning Beckhoff
Stalking-Thriller in GoPro-Perspektive, 24.000 Euro
Seit die Kommunalpolitikerin Anna Maibach (32) für das Bürgermeisteramt von Wuppertal kandidiert, ist sie Hassmails und Übergriffigkeiten ausgesetzt. Als ein vermeintlich fremder Mann ihr plötzlich folgt, ändert sich ihr Leben schlagartig.

"Was Mach(t) Mut?“ von Jan Raiber
Dokumentarfilm in 360°3D, 24.000 Euro
Ein Experiment, ein unvorhersehbares Abenteuer: Ein langer Dokumentarfilm über die muslimische Familie, in die der Regisseur eingeheiratet hat. Ein Forschungsprojekt zur Filmsprache in 360°3D. Ein Hinterfragen der Welt an allen Ecken und Enden. Eine Konfrontationstherapie für Islamophobe.

"0816“ von Lumi Lausas
Web Serie für Instagram und IGTV, 16.000 Euro
Die Web Serie für Instagram und IGTV handelt von Jugendlichen, die ihre Sommerferien in ihrem Heimatdorf in Schweden verbringen. Die kurzen Folgen werden jeweils aus der Sicht eines Charakters erzählt, Ästhetik und Charaktere erschaffen einen gleichermaßen authentischen wie sensiblen Blick auf das Jungsein, Sexualität, Depressionen und Beziehungen.

 

Seit 2016 findet in der Folge der Preisverleihung ein Kolloquium mit den aktuellen und letztjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten statt. Sie sind am Folgetag eingeladen, der Jury zum aktuellen Stand ihrer geförderten Projekte zu berichten, erste Arbeitsproben zu zeigen und sich so gegenseitig und im Austausch mit der Jury bei der Weiterentwicklung ihrer Projekte zu unterstützen.

www.filmstiftung.de



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August / September 2019

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