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news | Auszeichnungen    27.11.2019

Preisträger 68. Int. Filmfestival Mannheim-Heidelberg

In der letzten Ausgabe des Int. Filmfestivals Mannheim-Heidelberg unter der Leitung von Dr. Michael Kötz vergab das Publikum die drei Hauptpreise. Zudem vergaben traditionell die Fipresci-Jury und die Ökumenische Jury ihre Preise und die Kinobetreiber sprachen Empfehlungen aus.

Alle Festivalpreisträger, Jurys, Vertreter der Städte Mannheim-Heidelberg und des Landes sowie Festivaldirektor Dr. Michael Kötz und Daniela Kötz nach der Preisverleihung, Quelle: IFFMH

Alle Festivalpreisträger, Jurys, Vertreter der Städte Mannheim-Heidelberg und des Landes sowie Festivaldirektor Dr. Michael Kötz und Daniela Kötz nach der Preisverleihung, Quelle: IFFMH

 

Der “Grand Newcomer Award Mannheim-Heidelberg” 2019 ging ex aequo an
"The Grizzlies" von Miranda de Pencier, Kanada
"On the Roof" von Jiri Madl , Tschechien

 

Der "Talent Award of Mannheim-Heidelberg“ 2019 ging an
"Under the Turquoise Sky" von Kentaro, Japan,/Mongolei/Frankreich/USA

 

Der "Special Jury Mannheim-Heidelberg“ 2019 ging an
"End of Sentence" von Elfar Adalsteins, Island/Irland/USA

 

DER PREIS DER ÖKUMENISCHEN JURY
vergeben durch die Ökumenische Jury – Lothar Strüber (Vorsitz/Deutschland), Alexander Bothe (Deutschland), Dr. Guido Convents (Belgien), Arielle Domon (Frankreich) und Mirko Klein (Deutschland) - ging an "Rona, Madar-e Azim“ von Jamshid Mahmoudi.

Jurybegründung:
Der Ort des Stoffwechsels der Stadt, die Arbeit in ihrer lebensnotwendigen Kanalisation, sichert Azim und seiner Familie das Überleben als Afghanen im Iran. Azims eine Leidensfähigkeit scheint unerschöpflich. Doch der Kollaps des Stoffwechsel seiner Mutter, der ihr Leben gefährdet und zu dessen einzigem Ausweg seine Nierenspende wird, wird zum Kollaps seiner Kraft – und seines Wertesystems. Tradition und Gebot, Gewissen und Überlebensnotwendigkeit, Mutterliebe und Familienernährung, Rechtelosigkeit und Pflichtgefühl, Flucht, Patriarchale Alleinentscheidungen, Nationalismus und Religion kollidieren im Stoffwechsel der iranischen Theokratie. Doch das Recht auf die Sehnsucht nach Leben und Überleben sind heilig. Dieser Film berührt, weil Azim auch mitten unter uns ist, mitten in unserer Gesellschaft und mitten in jedem von uns. Wie lebst Du mit dem Tod, wann endet das Leben, wie weit gehst Du für den und für das, wer und was Dir heilig ist? Der Weg zum Ende des Lebens ist nur gangbar, wenn wir einander in Liebe festhalten, um aus Liebe loszulassen.

Eine lobende Erwähnung der Ökumenischen Jury des 68. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg ging an "The Grizzlies“ von Miranda de Pencier.

 

DER INTERNATIONALE FILMKRITIKER PREIS
vergeben durch die FIPRESCI-Jury – Robert Horten (USA), Alexandra Porshneva (Kasastan) und Marc Hairapetian (Deutschland) - ging an “Under The Turquoise Sky” von Kentaro.

Jurybegründung:
Das ist der unter cineastischen Aspekten selbstbewussteste Film, den wir hier sahen. Der japanische Regisseur Kentaro kreiert spielerisch einen Mix der unterschiedlichsten Genres, der alle filmischen Aspekte wie Bildgestaltung, das Erzählen der Geschichte, die Schauspielerei, die Musik und das spektakuläre Sounddesign umfasst. Der Film ist zwar äußerlich in die mongolische Landschaft eingebunden, beleuchtet aber universale Themen, so die menschliche Interaktion und die Rückkehr zu den Wurzeln.

 

EMPFEHLUNG DER KINOBETREIBER
für einen Film aus dem Wettbewerb, welcher in den deutschen Kinos veröffentlicht werden sollte, ging an drei Filme. In der Jury 2019 waren: Elke Hoffmann, Zoom Kino Brühl, Werner Hoffmann, Zoom Kino Brühl, Lina Winkler, Kinowelt Diessen am Ammersee, Steffen Jurk, Kino im Dach Dresden, und Melanie Hoffmann, Kinokult Ludwigsburg

 

"The Grizzlies" von Miranda de Pencier, Kanada

Jurybegründung:
Weiter nördlich geht’s nicht mehr. Um Jugendliche aus der Perspektivlosigkeit zu holen, werden hier ungewöhnliche Antworten gefunden: Ein starkes Team, Selbstbewusstsein und Spaß ohne abstumpfenden Alkohol. Vom ersten Filmmoment an lassen uns die Grizzlies durch ergreifende Szenen, starke Charaktere, temporeichen Soundtrack und elegante Kinematographie voller Empathie mitfiebern mit dem ersten Inuit-Lacrosseteam.

 

"
On the Roof "von Jiri Madl , Tschechien

Jurybegründung:
Hat ein Illegaler wirklich eine Chance, sich in einem fremden Land einzugliedern? In diesem Film ja, mit Hilfe eines emeritierten Professors der alten Schule, der auch vor ungewöhnlichen, pragmatischen Maßnahmen nicht zurückschreckt. Mit viel Humor und einer großen Portion Menschlichkeit erzählt der tschechische Regisseur des Films "On the Roof“ seine Geschichte der Völkerverständigung.

 

"Good Morning Son" von Sharon Bar Ziv, Israel

Jurybegründung:
Eine Familie muss auf kleinstem Raum gemeinsam einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten. Da können Kleinigkeiten die Welt bedeuten, wie das Öffnen der Augen, wenn der Sohn langsam erwacht. Meisterhaft versteht es Sharon Bar Ziv in seinem Kammerspiel das Leben als Spiegel der Gesellschaft mit all seinen Konflikten, aber auch den heiteren Momenten für den Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes spürbar zu machen.

 

Das 69. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg ist für den 12. – 22. November 2020 geplant und findet unter neuer Leitung mit neuem Team statt.

www.iffmh.de



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Ausgabe
Oktober / November 2019

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