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news | personalien    07.07.2020

Filmmusik-Legende Ennio Morricone gestorben

Der italienische Filmkomponist Ennio Morricone starb am 6. Juli 2020 mit 91 Jahren in Rom. Er hinterläßt unvergessliche Filmscores und Meilensteine der Filmhistorie.

© Soundtrackfest

© Soundtrackfest


Noch bis ins hohe Alter ging der in Rom geborene Morricone mit seinen weltbekannten Film-Kompositionen als Dirigent auf Tournee. Durch seine Zusammenarbeit mit Regisseur Sergio Leone bereits in den 60er Jahren zu Weltruhm gelangt, begeistert er bis heute generationenübergreifend Kinozuschauer und moderne Regisseure wie Quentin Tarrantino, der ihn zu Kultstatus erhob und Morricones Scores in seinen Filmen zitierte.

Seine einzigartigen Soundtracks für Leone-Filme wie die großen Italo-Western »Spiel mir das Lied vom Tod«, »Eine Handvoll Dollar« oder »Zwei glorreiche Halunken« bleiben unvergesslich: ob die wehmütigen Mundharmonika-Klänge oder die metallisch klirrenden Gitarren-Töne, Morricone suchte früh nach neuen musikalischen Ausdrucksformen für´s Kino und komponierte für mehr als 500 Filme.

Darunter Filmklassiker wie »Es war einmal in Amerika« (wieder von Sergio Leone, 1984), »The Mission« (R: Roland Joffé, 1986) und »Cinema Paradiso« (R: Giuseppe Tornatore, 1988), denen er durch seine Musik eine unvergleichliche Stimmungsaura verlieh. Die ätherischen Oboen-Klänge aus »The Mission« etwa brachten dem vielfach ausgezeichneten Komponisten eine seiner mehrfachen Oscar-Nominierungen und einen Golden Globe ein. Die Oscar-Ehre wurde ihm dann erstmals 2007 zuteil, allerdings nicht für eine einzelne Filmmusik, sondern gleich für sein Lebenswerk.

Erst im Alter von 87 Jahren erhielt Morricone 2016 die begehrte Oscar-Statue für einen Soundtrack, diesmal zu Quentin Tarantinos 70mm-Western-Kammerspiel »The Hateful Eight«.

»Ich arbeite nur mit Regisseuren zusammen, für die ich Freundschaft und Achtung empfinde“, gestand Morricone einmal. Dazu gehörten auch Bernardo Bertolucci, Brian De Palma und Roman Polanski. Wichtig sei aber letztlich nur eins, meinte der Maestro, nämlich »dass der Komponist sich immer selbst treu bleibt«.



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