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news | Auszeichnungen    11.09.2020

Zwei ZEISS Teams für den Deutschen Zukunftspreis 2020 nominiert

Das Team der Carl Zeiss Meditec ist mit dem robotischen Visualisierungssystem ZEISS KINEVO 900 nominiert. Für die Entwicklung der EUV-Lithographie wurde das Team der ZEISS Sparte Semiconductor Manufacturing Technology (SMT) in den Kreis der Besten aufgenommen.

 

Das Bundespräsidialamt gab am 09. September im Ehrensaal des Deutschen Museums in München die diesjährigen Nominierungen zum Deutschen Zukunftspreis bekannt. Dass ein Unternehmen zwei der drei nominierten Teams stellt, ist ein Novum in der Geschichte des Zukunftspreises.

Beide nominierten Entwicklungen von Zeiss sind nah an der Lebenswirklichkeit und dem Alltag der Menschen und stehen für eine Form der Digitalisierung, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt gleichermaßen fördert.

Für die Carl Zeiss Meditec sind stellvertretend für das Team die ZEISS Experten Dr.-Ing. Michelangelo Masini und Frank Seitzinger gemeinsam mit Prof. Dr. med. Andreas Raabe von der Schweizer Universitätsklinik Inselspital Bern nominiert. Mit ihrer Entwicklung, dem robotischen Visualisierungssystem KINEVO 900 von ZEISS für die Wirbelsäulen- und Neurochirurgie, verbessern sie die Effizienz und Wirksamkeit von chirurgischen Eingriffen. Die marktprägende Innovation unterstützt Ärzte, die Lebensqualität von Patienten zu verbessern und den medizinischen Fortschritt voranzubringen. Bestehend aus über 100 Innovationen und 180 Patenten vereint das System Robotik, digitale Visualisierung und moderne Assistenzsysteme. Das Entwicklungsteam kooperierte mit klinischen Partnern auf der ganzen Welt, um ein 3-in-1-System zu definieren, das mikroskopische, exoskopische und endoskopische Komponenten in sich vereint.

Mit ihrem Projekt »EUV-Lithographie – Neues Licht für das digitale Zeitalter« sind Dr. Peter Kürz, ZEISS Sparte SMT, Dr. Michael Kösters, TRUMPF Lasersystems for Semiconductor Manufacturing, und Dr. Sergiy Yulin, Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena, nominiert und damit im Kreis der Besten. EUV steht für »extrem ultraviolett«, also Licht mit extrem kurzer Wellenlänge. Mit dieser Technologie lassen sich weitaus leistungsfähigere, energieeffizientere und kostengünstigere Mikrochips herstellen als jemals zuvor. Denn ohne weiterhin stark steigende Rechenleistung keine erfolgreiche Digitalisierung: Heute hat bereits ein Smartphone die millionenfache Rechenpower des Computers, der 1969 die erste Mondlandung begleitete. Ermöglicht wird dies durch einen kaum fingerkuppengroßen Mikrochip, auf dem sich mehr als zehn Milliarden Transistoren befinden. Die drei Nominierten haben einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und industriellen Serienreife der EUV-Technologie geleistet. Das Resultat ist eine durch über 2.000 Patente abgesicherte Zukunftstechnologie, die Basis für den künftigen technischen Fortschritt und die Digitalisierung unseres Alltags ist.

»Wir freuen uns sehr über die doppelte Nominierung für den Deutschen Zukunftspreis. Sie stellt einen Leistungsbeweis der hohen Innovationskraft von ZEISS dar und spiegelt den Entwicklungsgeist und Mut zu innovativem Denken wider, der sich als verbindendes Element durch die Sparten der ZEISS Gruppe zieht«, so Dr. Ulrich Simon, Leiter Corporate Research und Technology von ZEISS. »Wissenschaftliche Durchbrüche gelingen insbesondere, wenn Unternehmen und Spitzenforschung vernetzt zusammenarbeiten, bei ZEISS ist die Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft historisch gewachsen und fest in der Unternehmensstruktur verankert.«

Der Deutsche Zukunftspreis, der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, wird seit 1997 jährlich vergeben und gehört zu den wichtigsten Wissenschaftsauszeichnungen in Deutschland. Er ehrt herausragende technische, ingenieur- und naturwissenschaftliche Leistungen, die zu anwendungsreifen Produkten führen. Der Preis wird vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier am 25. November 2020 in Berlin verliehen.

www.zeiss.com



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