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news | Auszeichnungen    14.10.2020

Bayerischer Fernsehpreis 2020 verliehen

Die für die bayerische Filmwirtschaft zuständige Digitalministerin Judith Gerlach überreichte die Auszeichnungen in der Münchner Residenz.

Staatsministerin Judith Gerlach mit allen Preisträgerinnen und Preisträgern.  Quelle: Bayerisches Landesportal

Staatsministerin Judith Gerlach mit allen Preisträgerinnen und Preisträgern. Quelle: Bayerisches Landesportal

 

In Corona-bedingt deutlich verkleinertem Rahmen ist am 14. Oktober in München der Bayerische Fernsehpreis 2020 verliehen worden. Geehrt wurden unter anderen Aylin Tezel als beste Darstellerin für ihre Rolle in »Der Club der singenden Metzger« und Felix Klare als bester Darsteller für »Weil Du mir gehörst«.

Mit dem Preis für die beste Regie wurde Pia Strietmann für den Film »Endlich Witwer« ausgezeichnet. Preisträger in der Kategorie »Unterhaltung« ist Sebastian Pufpaff als Gastgeber und Moderator der Sendung »Pufpaffs Happy Hour«. Den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten an die langjährige TV-Moderatorin Carolin Reiber hatte Regierungschef Markus Söder bereits am Vortag überreicht.

Der Bayerische Fernsehpreis wird seit 1989 verliehen. Vergeben werden die Blauen Panther in den fünf Kategorien Informationsprogramme, Fernsehfilme, Serien und Reihen, Unterhaltungsprogramme sowie Kultur- und Bildungsprogramme.

 

Im Einzelnen wurden folgende Preisträger ausgezeichnet:

 

In der Kategorie Information erhielt Thilo Mischke die Auszeichnung für seine Reportage »Deutsche an der ISIS-Front«.

Begründung der Jury:
Warum sind deutsche Männer und Frauen für den sogenannten »Islamischen Staat« in den Krieg gezogen? Warum riskieren ihre Landsleute auf der anderen Seite der Front ihr Leben für die kurdische Sache, obwohl sie in Deutschland keinerlei Beziehungen zu Kurden hatten? Thilo Mischke ist dieser Frage nachgegangen – und hat dann das gemacht, was ein guter Reporter macht. Er ist hingefahren, ins Kriegsgebiet, und hat einfach Fragen gestellt. Die Kamera ist mitgelaufen, wenn er und sein Team unter hohem persönlichem Risiko ergründet haben, was diese Menschen antreibt, was ihre Beweggründe sind. Thilo Mischke urteilt in seiner Reportage nicht, er beobachtet, er ordnet ein, er erklärt. »Deutsche an der ISIS-Front« ist ein Stück Qualitätsfernsehen, weil die Reportage eben nicht auf einer vorgefassten Meinung fußt, sondern neugierig im besten Sinne des Wortes ist, weil sie auch die Rolle des Reporters und seines Teams thematisiert und weil all dies einfach auch für den Zuschauer überaus spannend anzusehen ist.

 

In den Kategorien »Fernsehfilme« und »Serien und Reihen« ging der Preis für die beste Darstellerin an Aylin Tezel für ihre Rolle in »Der Club der singenden Metzger«.

Begründung der Jury:
Der historische Zweiteiler »Der Club der singenden Metzger« erzählt uns eine Geschichte deutscher Auswanderer*innen in den entbehrungsreichen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts in der amerikanischen Provinz. Die Hamburger Zirkusartistin Delphine, gespielt von Aylin Tezel, die mit ihrem alkoholkranken Vater in North Dakota gelandet ist, ist eine von ihnen.
Wie schon in vielen Filmen zeigt uns Aylin Tezel als Delphine auch in diesem Auswandererepos alle Facetten ihres enormen schauspielerischen Könnens. Eindrucksvoll verkörpert sie die Stärke und gleichzeitig die Zerbrechlichkeit dieser jungen Frau, die aus der Not geboren nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern auch das ihres unberechenbaren Vaters in die Hand nehmen muss und den Aufbruch in eine unbekannte und unsichere Zukunft wagt. Mitreißend und immer glaubwürdig zeigt sie uns die kleinen Erfolge und Enttäuschungen einer jungen Frau, die sich in der neuen Welt auch von harten Rückschlägen nicht unterkriegen lässt. Dass wir diese Figur, mit der wir hoffen und bangen, so tief in unser Herz schließen, ist der herausragenden darstellerischen Leistung von Aylin Tezel zu verdanken.

 

In den Kategorien »Fernsehfilme« und »Serien und Reihen« wurde als bester Darsteller Felix Klare für seine Rolle in »Weil Du mir gehörst« ausgezeichnet.

Begründung der Jury:
»Weil Du mir gehörst« thematisiert auf eindringliche Weise das Schicksal eines Vaters, der seine 8-jährige Tochter zu verlieren droht, weil seine Ex-Frau das Kind so manipuliert, dass es den Vater zu hassen beginnt.
Felix Klare gelingt es, mit seiner Darstellung des Tom Ludwig die seelische Not, in die seine Figur durch die zunehmende Entfremdung seines Kindes gerät, mit großer emotionaler Tiefe für den Zuschauer spürbar zu machen. In jeder Szene überzeugend, entwickelt er die Gefühlsskala eines Mannes, der erst allmählich begreift, was ihm geschieht. Authentisch und absolut glaubwürdig gestaltet Felix Klare die Momente von Hilflosigkeit, die in Wut münden, von Verzweiflung über den drohenden Verlust des Kindes, von Ohnmachtsgefühlen gegen die Manipulationsversuche der Ex- Frau. Ebenso beeindruckend spielt er den scheinbar aussichtslosen Kampf seiner Figur um Gerechtigkeit. Dass es dem Film gelingt, ein gesellschaftlich relevantes Thema so packend und mitreißend für den Zuschauer zu erzählen, ist maßgeblich auch der großartigen schauspielerischen Leistung von Felix Klare zu verdanken.

 

Mit dem Preis für die beste Regie wurde Pia Strietmann für den Film »Endlich Witwer« ausgezeichnet.

Begründung der Jury:
Mit einer perfekten Mischung aus tiefgründigem Humor und subtiler Tragik erzählt die Charakterkomödie »Endlich Witwer« auf sehr originelle Weise von der Wandlung eines Misanthropen zum Menschenfreund.
Unter der Regie von Pia Strietmann ist ein Film entstanden, der seinesgleichen im deutschen Fernsehen sucht. Die nuancenreiche Inszenierung der Schauspieler, die starke Bildsprache, die den Humor wunderbar akzentuiert, aber auch die Seelenzustände der Figuren ausleuchtet, die perfekt eingesetzte Filmmusik und das maßgenaue erzählerische Tempo fügen sich zu einem Kunstwerk, das von der ersten bis zur letzten Minute unterhält und fesselt. Mit ihrem hohen Gespür für Zwischentöne schafft es Pia Strietmann, jedes Klischee, das in dem Stoff stecken könnte, zu vermeiden. Sie lässt genügend Raum, damit die Widersprüchlichkeit der Hauptfigur zwischen nörgelnder Rechthaberei und verzweifelter Einsamkeit ihre wahre, auch schmerzhafte Komik entfalten kann. Aber auch jede andere Figur des Ensembles erhält von der Regisseurin den Raum zur idealen Entfaltung. Von solchen Filmen wünscht man sich mehr.

 

Den Preis für das beste Drehbuch zu dem Film »Weil Du mir gehörst« erhielt Katrin Bühlig.

Begründung der Jury:
»Weil Du mir gehörst« erzählt behutsam, sachlich und zugleich zutiefst berührend die Geschichte des Entfremdungsprozesses zwischen der 8-jährigen Anni und ihrem Vater, den seine Ex-Frau mit subtil-manipulativen Mitteln herbeiführt, um Anni ganz für sich zu haben.
Das sorgfältig recherchierte und psychologisch differenzierte Drehbuch von Katrin Bühlig legt die Grundlage zu einer beklemmenden filmischen Auseinandersetzung mit dem Thema Kindeswohl, das die Autorin mit allen Implikationen ausleuchtet. Katrin Bühlig gelingt es in eindrucksvoller Weise, die Mechanismen der psychischen Kindesmisshandlung deutlich zu machen. Die Chronologie der Ereignisse entwickelt eine hohe Sogwirkung auf den Zuschauer. Das sich zwischen den geschiedenen Eltern und ihrer Tochter abspielende Drama ergänzt die Autorin mit großer Sachkenntnis durch die stimmige Beschreibung der gesellschaftlichen Institutionen, die mit dem Thema befasst sind. Durch die präzise Charakterisierung der Hauptfiguren, die subtil aufgebaute Spannung und eine der Brisanz des Themas verpflichtete Dramaturgie erreicht Katrin Bühlig eine Qualität, die aus dem Fernsehalltag weit herausragt.

 

Ausgezeichnet für die beste Musik zum Film »Der Club der singenden Metzger« wurden Jonas Nay und David Grabowski.

Begründung der Jury:
»Der Club der singenden Metzger« erzählt uns eine Geschichte aus einer Zeit des Um- und Aufbruchs. Nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg hat der schwäbische Metzger Fidelis Waldvogel im elterlichen Betrieb keinen Platz mehr und wandert mit seiner jungen Frau nach Amerika aus. Sie landen in einem Dorf in North Dakota, wohin es auch die Hamburger Zirkusartistin Delphine mit ihrem Vater verschlägt. In den, auch in der amerikanischen Provinz, entbehrungsreichen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts nimmt das Schicksal dieser so unterschiedlichen Auswanderer mit kleinen Erfolgen, aber auch mit vielen Rückschlägen, seinen Lauf.
Eine ganz besondere Rolle spielt in diesem eindrucksvollen und prominent besetzten Auswandererepos die Musik, die von Jonas Nay (der mit Fidelis auch eine der Hauptfiguren verkörpert) und David Grabowski gestaltet wurde. Nicht nur die Lieder der namensgebenden singenden Metzger, sondern der gesamte Score des Zweiteilers ist einfühlsam komponiert und arrangiert. Er trägt damit entscheidend zum überzeugenden Gesamteindruck dieses Historienfilms bei. Mit feinen Bögen und stimmiger Instrumentierung werden die wechselhaften Auswandererschicksale, die Begrenztheit der dörflichen Welten, sowohl in der schwäbischen wie in der amerikanischen Provinz, und nicht zuletzt die dazu kontrastierenden Weiten der Landschaften eingefangen und unaufdringlich fühlbar gemacht. Nay und Grabowski haben eine herausragende Filmmusik geschaffen, die gekonnt Folk- und Westernmusikelemente mit deutschen Liedern verbindet und sich dabei stets der Dramaturgie unterordnet, die sie perfekt ergänzt und begleitet.

 

Für die beste Jugendserie erhielt Christian Klandt die Auszeichnung für »Wir sind jetzt«.

Begründung der Jury:
Erste Liebe, Party, Sex und beste Freundinnen – was kann es Wichtigeres geben? Die Miniserie »Wir sind jetzt« taucht ein in das Leben der 17-jährigen Hauptfigur Laura (gespielt von Lisa-Marie Koroll) und ihrer Clique. Die Zuschauer*innen erleben die komplette Klaviatur an Gefühlschaos, die man als Jugendliche*r nun mal mitmacht. Denn neben all dem Spaß und den Abenteuern des Erwachsenwerdens werden Laura & Co. auch mit Problemen wie ungewollter Schwangerschaft, Mobbing und nicht zuletzt einem Todesfall konfrontiert.
Regisseur Christian Klandt portraitiert das Lebensgefühl dieser jungen Generation mit viel Wärme und Authentizität. Er nimmt die Figuren und ihre Probleme ernst und gibt den Jugendlichen eine Stimme. In jeder Szene spürt man, dass der Regisseur es verstanden hat, eine Beziehung zu seinem jungen Ensemble aufzubauen, was die jungen Darsteller*innen in ihren Rollen aufblühen lässt. Die Kamera (René Gorski) ist dabei stets nah an den Figuren, wodurch das Miterleben noch eindringlicher wird. Nicht zuletzt sind Look & Feel dieser außergewöhnlichen Jugendserie durch und durch stimmig, originell und modern umgesetzt.

 

Preisträger in der Kategorie »Unterhaltung« ist Sebastian Pufpaff als Gastgeber und Moderator der Sendung »Pufpaffs Happy Hour«.

Begründung der Jury:
Kabarett und Comedy, Poetry Slam und bissige Satire, Musik und Anarchie, das sind die Zutaten zu »Pufpaffs Happy Hour«. Hier hat alles Platz, was Spaß macht und Hirn, Herz und Zwerchfell anregt. Schon seit fast 60 Sendungen lotet Gastgeber Sebastian Pufpaff zusammen mit seinen Gäst*innen die Grenzen des Humors aus, wobei er etablierte Künstler*innen ohne viel Gewese mit jungem oder älterem Nachwuchs mischt. Das 45-minütige Format zeichnet sich durch seinen anarchischen Charakter zwischen Satire mit Tiefgang und Blödsinn auf hohem Niveau aus. Sebastian Pufpaff ist im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei ein Gastgeber mit Leidenschaft, Herz und Verstand, Anzug und Sneakers. Er schlüpft in seine Paraderolle eines zynischen, sexistischen und kapitalistischen Mittelständlers, dessen Lebensart die selektive Wahrnehmung ist, und hält in der Rolle des arroganten Chauvinisten dem Publikum auf explosive Art und Weise einen Spiegel vor. Er liefert kabarettistische Einlagen, in denen er allerlei Blödsinn aus dem modernen Alltag karikiert und sein persönliches Fazit daraus zieht. Sebastian Pufpaff ist ein Meister der Performance und ein Grenzgänger zwischen Comedy und Kabarett, zwischen Kunst und Klamauk, zwischen Mainstream und Nische.

 

Ebenfalls in der Kategorie »Unterhaltung« ging der Preis für die Produktion der Sendung »Landfrauenküche« (BR) an Fidelis Mager.

Begründung der Jury:
Fernsehentertainment ist eine urbane Disziplin. Die großen Unterhaltungsshows werden in Köln, Berlin und München produziert. Der Glamour der Primetime Unterhaltung gleicht dem Lichterglanz der Metropolen-Skylines. So wird die Provinz in der Fernsehunterhaltung gerne unterschätzt. Doch die meisten Menschen in Deutschland leben in Dörfern und Kleinstädten. Es ist deswegen ein großer Verdienst des Münchner Produzenten Fidelis Mager, mit seiner Produktion »Landfrauenküche« den ländlichen Raum und seine Menschen auf unterhaltsame und gleichzeitig informative Weise auf den Bildschirm zu bringen – und das seit 2009 in konstant hoher Qualität und mit großem Erfolg beim Publikum. Sieben Frauen aus sieben bayerischen Bezirken kochen gegenseitig auf, decken sich einander den Tisch, bewerten die Kochkünste der anderen Kandidatinnen und stellen einander ihr Leben auf dem Land vor. So ist die »Landfrauenküche« weit mehr als ein Kochwettbewerb, sondern eine packende Entdeckungsreise in den ländlichen Alltag. Die Rezepte der Landfrauen spiegeln oft ihre Lebensphilosophie wider. Die starken Frauen dieser Serie haben Haltung, stehen für alte und neue Konzepte in der Landwirtschaft und gestalten mit Leidenschaft den gesellschaftlichen Wandel auf dem Land. Fidelis Mager ist es gelungen, ein kleines Juwel der Fernsehunterhaltung zu schaffen, hochklassig fotografiert und mit Humor und Liebe zum Detail in Szene gesetzt.

 

Den Preis in der Kategorie Kultur und Bildung erhielten Maxine Brückner und Florian Hartung als Autor*innen der Dokumentation »Kindheit unterm Hakenkreuz – 80 Jahre 2. Weltkrieg«.

Begründung der Jury:
Die Erinnerungen an die Leiden des Zweiten Weltkriegs drohen zu verblassen. Es gibt nicht mehr viele Zeitzeug*innen, die persönlich berichten können. Deshalb ist die Idee der Autor*innen Maxine Brückner und Florian Hartung so genial: Sie bringen Holocaust-Überlebende, ehemalige BDM-Mädchen und all die anderen, die unter dem Hakenkreuz aufgewachsen sind, mit der Generation ihrer Enkel*innen zusammen. Und zusammen gehen sie an die Orte des nationalsozialistischen Alltags. Die Berichte der Augenzeug*innen über die Banalität des Bösen spiegeln sich in den Emotionen der Enkel*innen. So gelingt es Maxine Brückner und Florian Hartung, gerade auch durch die Unterschiedlichkeit der Protagonist*innen, ein herausragend dichtes und vor allem auch emotionales Bild des Lebens in Nazi-Deutschland zu zeichnen. Sie tun dies ohne moralischen Zeigefinger, aber mit der Überzeugungskraft der Authentizität ihrer Zeitzeugen.

 

Ausgezeichnet für Buch und Regie zur Dokumentation »Ein Tag in Auschwitz« wurden Dr. Friedrich Scherer und Winfried Laasch, ebenfalls in der Kategorie Kultur und Bildung.

Begründung der Jury:
Die 90-minütige Dokumentation »Ein Tag in Auschwitz« schafft es, auf besonders eindringliche Weise, die grausame Routine des Massenmords in den Konzentrationslagern des Nazi-Regimes vor Augen zu führen. Die Redakteure Dr. Friedrich Scherer und Winfried Laasch aus der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, ausgezeichnet für Buch und Regie, belegen in »Ein Tag in Auschwitz« faktenreich und eindringlich, wie die Todesmaschinerie der Nazis in der Lage war, Tausende von Menschenleben an nur einem Tag auszulöschen. Erzählt aus der Perspektive der Opfer und einiger Täter eröffnen sie zudem differenzierte und bislang unbekannte Einblicke in die Täterpsychologie. Die Redaktion Zeitgeschichte des ZDF schafft es, mit neuen inhaltlichen Zugängen und modernen filmischen Mitteln das eigentlich Bekannte auf neue Weise zu erzählen und so auch jüngeren Generationen näher zu bringen. Ein wichtiger Bildungsbeitrag, um allen Tendenzen historischer Verharmlosung entgegenzutreten.

 

Es wurde auch in diesem Jahr wieder ein Nachwuchspreis vergeben. Preisträgerin ist die Schauspielerin Emma Bading für ihre Rolle im Fernsehfilm »Play«.

Begründung der Jury:
Dem Fernsehfilm »Play« – produziert von der aufstrebenden jungen bayerischen Produktionsfirma Sappralot Productions von Hamid Baroua und Christoph Szonn für den Bayerischen Rundfunk – gelingt es in eindrucksvoller Weise, die hochaktuelle Auseinandersetzung um Gaming und Computerspielsucht aufzugreifen und ebenso spannend wie verstörend in Szene zu setzen.
In »Play« spielt die Nachwuchsschauspielerin Emma Bading die 17-jährige Jennifer, für die die Reise durch das Virtual-Reality-Game »Avalonia« zum Lebenselixier und schließlich zum Verhängnis wird. Mit ihrer eindringlichen, emotional durchlässigen und hochintensiven darstellerischen Leistung verkörpert sie die junge Hauptfigur in ihrer Mischung aus Ernsthaftigkeit und jugendlicher Verlorenheit so eindrucksvoll, dass es den Zuschauenden den Atem raubt. Emma Bading nimmt uns mit ihrem Spiel mit in die vielschichtige, ambivalente und abgründige Existenz der Protagonistin und trägt so entscheidend dazu bei, dass wir bereit sind, diese Abwärtsspirale bis tief in die Dunkelheit mitzugehen. Eine ganz starke junge Schauspielerin in einem ebenso starken wie beklemmenden Film, der lange nachwirkt.

 

www.bayern.de 

 



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