Technologie und Medienrealisation in Film und Video
news | verbände    20.11.2020

HDF/ver.di/ Kinounternehmen fordern Nothilfe für ALLE Kinos

HDF KINO, mehrere Kinounternehmen und ver.di warnen vor drohenden Beschäftigungsverlusten und fordern, dass ALLE Kinos an den aktuellen Hilfsprogrammen partizipieren und durch einen langfristigen »Rettungsschirm Kino« gestützt werden.

© romain geib


 
Die Kinounternehmen Cinedom, Cinemaxx, Cinestar, Kinopolis, UCI und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben an die Bundesregierung appelliert, sicherzustellen, dass die zugesagten Mittel der außerordentlichen Wirtschaftshilfe ausnahmslos alle Kinos erreichen müsse – unabhängig von ihrer Größe und Mitarbeiterzahl.

Für die langfristige Absicherung der Kinowirtschaft bedürfe es außerdem eines „»Rettungsschirms Kino« – um Umsatzeinbrüche und Fixkosten über den November hinaus zu decken. Durch die erneuten Schließungen aller Kino-Spielstätten in Deutschland drohe anderenfalls eine schwerwiegende Krise der gesamten Branche - verbunden mit massiven Folgen auch für die Beschäftigten, warnte das Bündnis.
 
Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kinos handele es sich zu einem Großteil um studentische Kräfte und geringfügig Beschäftigte ohne gesetzlichen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Die während der Schließung der Filmtheater entstandenen Verdienstausfälle aller Beschäftigten seien von den Kinounternehmen durch Aufstockung des Kurzarbeitergeldes bzw. einer entsprechenden Lohnfortzahlung weitestgehend ausgeglichen worden. Darüber hinaus hätten die Kinos in den vergangenen Monaten erhebliche Investitionen in Hygiene-Konzepte getätigt, um den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Die erneute Schließung der Kinobetriebe stelle die Unternehmen nun vor immense Herausforderungen, mit nicht absehbaren Folgen auch für die Beschäftigten.
 
In den letzten Monaten habe sich allerdings gezeigt, dass insbesondere Kinoketten und Betreiber mehrerer Kinos im Gegensatz zu anderen von Betriebsschließungen betroffenen Branchen so gut wie gar nicht von staatlichen Förderungen, Erstattung von Umsatzausfällen und dem Schutz vor Mietstreitigkeiten profitierten. Dies vornehmlich deshalb, weil bei der Gewährung staatlicher Hilfen nicht auf einzelne Kinobetriebe oder betreibende Gesellschaften abgestellt werde, sondern die Anzahl an Mitarbeitern oder die gesellschaftsrechtliche Struktur der Unternehmen als Förderungskriterien herangezogen würden.
 
Dies gelte es unbedingt zu korrigieren, sonst stehe die Existenz weiter Teile der Kinobranche auf dem Spiel, so das Bündnis.
 
Des Weiteren appellierte das Bündnis daran, alle Kinobetriebe über ein langfristiges Hilfsprogramm »Rettungsschirm Kino« zu unterstützen. Nur dann könne eine dauerhafte Betriebs- und Beschäftigungssicherung gewährleistet werden und damit das Kulturgut Kino mit einer flächendeckende Kinolandschaft erhalten bleiben.

www.hdf.de



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