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news | Veranstaltungen    07.05.2018

DOK.fest München 2018: Konferenz und Preisvergabe

Das 33. DOK.fest München (2.-13.5.2018) veranstaltete die Konferenz GANZ GROSSES KINO? und vergab im Anschluss den FairFilm Award Non-Fiction und den VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis.

Thomas Frickel, Dagmar Biller, Birgit Schulz, Prof. Karin Jurschik, Daniel Sponsel © DOK.fest München

 

Bei der Konferenz GANZ GROSSES KINO? des DOK.fest München diskutierten Branchenexpert.innen vor 160 Gästen über die aktuelle Krise des Kino-Dokumentarfilms. „Von liebgewonnen Strukturen der Filmauswertung müssen wir uns endgültig verabschieden", sagte Festivalleiter Daniel Sponsel in seiner Begrüßungsrede. „Das Kino kann nicht länger als Premierenort für Filme geschützt werden – oder muss es das in ganz besonderer Weise? Was nicht passieren darf, ist, dass wir das Kino als ureigenen Ort der Filmkultur verlieren."

Produzent Arne Birkenstock (Deutsche Filmakademie) fragte in seiner Keynote, warum jedes Jahr viele Dokumentarfilme relativ erfolglos im Kino laufen. Eine der Antworten liege im Fördersystem: „Hierzulande werden alle finanziellen Anreize so gesetzt, dass Produzenten möglichst schnell und möglichst viel produzieren. Mit Entwicklung verdient man in Deutschland kein Geld und für die Herausbringung erhält man keines. Um es mal etwas überspitzt zu formulieren: Jedes Jahr werden 350 Millionen Euro an Filmförderung von Bund und Ländern eingesetzt, um Anreize dafür zu schaffen, unterentwickelte Filme zu produzieren und diese ohne nennenswerte Herausbringungsbudgets auf den Markt zu werfen", sagte Birkenstock. „Wir müssen Ausnahmen, Experimente und neue Wege der Distribution nicht nur endlich erlauben, sondern befördern. Wir müssen überhaupt mehr für die Herausbringung und Bewerbung unserer Filme tun und dafür auch mehr Ressourcen einsetzen.“

Auf der Bühne diskutierten außerdem Prof. Karin Jurschick (HFF München), David Bernet (AG DOK), Stefan Eberlein (BVR), Joachim Kühn (Real Fiction), Dr. Christian Bräuer (Yorck Kinogruppe), Cay Wesnigk (AG DOK), Matthias Helwig (Kino Breitwand), Christine Berg (FFA), Dr. Lisa Giehl (FFF Bayern), Dr. Andreas Weinek (History Channel), Carlos Gerstenhauer (BR), Petra Felber (BR), Dr. Otmar Bernhard (CSU) und Isabell Zacharias (SPD). Das DOK.fest München wird bald auf seiner Homepage eine schriftliche Dokumentation aller Beiträge veröffentlichen.

 

FairFilm Award Non-Fiction und VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis

Im Anschluss an die Konferenz wurden zwei neue Preise verliehen: der VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis und der FairFilm Award Non-Fiction. Letzteren verlieh das Festival in Kooperation mit Crew United. Der Preis zeichnet die Produktionsfirma aus, die die fairsten Produktions- und Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Dokumentarfilmen in den Jahren 2016/17 ermöglichte. Der Preisträger wird nicht von einer Jury bestimmt, sondern von Projektbeteiligten selbst, die ihre Auftraggeber online bewerten können.

Erster Preisträger ist Florianfilm aus Köln. Oliver Bätz nahm die Auszeichnung für das Unternehmen entgegen, das Filme wie YOU'LL NEVER WALK ALONE, BUGATTI – IM RAUSCH DER GESCHWINDIGKEIT und ER WAR SUPERSTAR – FALCO produzierte. Der FairFilm Award Non-Fiction ist das Pendant des FairFilmAward Fiction (ehemals "Hoffnungsschimmer"), der seit 2011 verliehen wird.

Der VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis wurde an Birgit Schulz von der Kölner Produktionsfirma Bildersturm für ihre Leistung bei GRENZENLOS – GESCHICHTEN VON FREIHEIT & FREUNDSCHAFT verliehen. Er wird von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH gestiftet und ist mit 7.500 Euro dotiert. Prof. Dr. Johannes Kreile, Geschäftsführer der VFF, überreichte den in Deutschland einmaligen Preis, der die Arbeit der Produzent.innen von Dokumentarfilmen würdigt. www.dokfest-muenchen.de

http://www.dokfest-muenchen.de



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