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news | Veranstaltungen    15.05.2018

"MissRepresentation“: Frauen und ihre Filme

Vom 15. Mai bis zum 26. Juni 2018 zeigt das Filmmuseum München in der Reihe "MissRepresentation“ Filme von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart von Regisseurinnen, die sich mit der gesellschaftlichen Position und medialen Darstellung von Frauen auseinandersetzen.

Still aus "Flickorna" (Die Mädchen) © Filmmuseum München

Still aus "Die göttliche Ordnung“ © Filmmuseum München

 

Mit dem Aufkommen der Me-too-Kampagne im Oktober 2017 entstand eine neue Welle des Feminismus. Besonders die Geschlechterverhältnisse in der Filmbranche gerieten dabei ins Licht der Öffentlichkeit. Auch innerhalb der fiktiven Welten des Kinos wurden gesellschaftliche Ungleichheiten immer wieder reproduziert, sowohl im klassischen Hollywood- als auch im Autorenkino.

Bereits in den 1960er Jahren setzt eine erste Welle feministischen Filmschaffens ein. In Mai Zetterlings "Flickorna (Die Mädchen)“ (Schweden 1968) spielen drei Frauen Aristophanes' Stück "Lysistrata“, identifizieren sich immer stärker mit ihren Rollen und diskutieren Fragen nach Geschlechterrollen, Konsumkultur und bourgeoisen Ritualen. Der Film wird so zu einem frühen Beispiel für eine feministische Attacke auf die männerdominierte kulturelle Elite.

In "Sois belle et tais-toi! (Sei schön und halt den Mund!)“ interviewt die Schauspielerin Delphine Seyrig bereits 1981 französische, englische und amerikanische Kolleginnen über ihre Arbeitsbedingungen und geschlechtsspezifischen Erfahrungen bei der Filmarbeit. Damit deutet der Film bereits die Themen an, um die sich auch der aktuelle Diskurs dreht.

Die deutsche Filmemacherin Helke Sander beschäftigt in "Die Deutschen und ihre Männer. Bericht aus Bonn“ (1989) die Frage, was es in der damaligen Bundesrepublik bedeutete, Frau oder Mann zu sein und interviewt Menschen auf der Straße.

Jennifer Siebel Newsoms Dokumentarfilm "Miss Representation“ (USA 2011) zeigt den Zusammenhang zwischen der medialen Darstellung von Frauen und ihrer realen gesellschaftlichen Stellung: Wie beeinflusst das weibliche Schönheitsideal Frauen im Alltag? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen ihrer Darstellung in Filmen und ihrer Unterrepräsentiertheit in Führungspositionen?

Die Benachteiligung von Frauen in der heutigen Filmbranche wird im Spielfilm "Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste“ (Deutschland 2013) auf humoristisch-innovative Weise behandelt. Der reale Ausgangspunkt des Films ist die Einladung der Regisseurin Isabell Šuba zum Filmfestival in Cannes, bei dem es keinen einzigen Film einer Frau im Wettbewerb gibt. Sie überträgt ihre Identität an die Schauspielerin Anne Haug und lässt sie das Festivalchaos durchleben, während Šuba ihr Alter Ego mit einer Kamera begleitet.

"Die göttliche Ordnung“ (Schweiz 2017) von Petra Volpe ist 1971 in der Schweiz angesiedelt, als dort das Frauenstimmrecht eingeführt wurde. Eine junge Hausfrau und Mutter beginnt eher zufällig, ihre traditionelle Rollenzuweisung infrage zu stellen und sich für die Frauenrechte einzusetzen.

Mit Patty Jenkins' Actionfilm "Wonder Woman“ (USA 2017) wird ein aktuelles Beispiel des Blockbuster-Kinos gezeigt, das sich mit der Suche nach neuen Identifikationsmöglichkeiten für Frauen auseinandersetzt.

Die Filme dieser Reihe werden immer dienstags um 18.30 Uhr gezeigt. Nähere Informationen zu den Titeln und alle Termine unter www.muenchner-stadtmuseum.de/film.




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