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Technologie und Medienrealisation in Film und Video
Fachbeitrag |     10.08.2004

Der Talent-Kick

Hier spielt die Musik! »The Sound and Music« war das Motto des zweiten Talent Campus der Berlinale, dem fünftägigen Treffpunkt für junge Filmemacher aus aller Welt. Sonja M. Schultz war für die PP dabei.

Während Publikum und Presse sich zur diesjährigen Berlinale durch die verregneten und ständig zugigen Häuserschluchten des Potsdamer Platzes und durch ein recht durchwachsenes Programm schlugen, ließ sich nur zehn Minuten vom Festivalzentrum entfernt ein Mikrokosmos ganz anderer Art besichtigen. Denn im Haus der Kulturen der Welt fand zum zweiten Mal der Talent Campus statt. Zu dieser ambitionierten und durch Sponsoren finanzierten Sektion der Filmfestspiele waren in diesem Jahr 520 junge Menschen aus aller Welt eingeladen, um sich fünf Tage lang mit Branchenprofis über alle Aspekte des Filmemachens auszutauschen und sich inspirieren zu lassen. Über 3600 Bewerbungen gingen in Berlin ein - die Talente stammen größtenteils aus Deutschland, Großbritannien und den USA, aber erstmals auch aus Ländern ohne oder nur mit zerstörter Filmindustrie wie Afghanistan, Palästina, Kasachstan oder Burkina Faso. In Vorträgen, kleineren Workshops oder beim privaten Gespräch in der Campus Lounge trafen sie u.a. auf Eleanor Bergstein , Anthony Minghella , Stephen Frears und Wim Wenders . Vom philosophischen Gespräch über die politische Diskussion bis zur praktischen Einweisung in die Digitaltechnik - das Programm des Campus war vielfältig. Die Kameramänner Michael Ballhaus und Andrew Lesnie (»Herr der Ringe«) berichteten ebenso von ihrer Arbeit wie der Setdesigner vieler James-Bond-Filme, Ken Adam . In einer eigens eingerichteten »Script Clinic« konnten Talente ihre Spielfilmdrehbücher von Experten »behandeln« lassen. Schauspieler holten sich Tipps für Casting und sicheres Auftreten. An einem Stand von Apple wurden Kameras und Schnittsysteme getestet. Dazu gab es Exkursionen zum European Film Market und zur Berlinale der »Großen« und Etablierteren. In diesem Jahr wurden außerdem auffallend viele politische Themen angeboten: Afghanische Filmemacherinnen berichteten von den Schwierigkeiten ihrer Arbeit; der israelische Regisseur Udi Aloni kämpfte um Lösungen im Palästinenserkonflikt, und ein südafrikanisches Dokuprojekt wurde vorgestellt - » Stories of Freedom «.



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