Advertisement
Technologie und Medienrealisation in Film und Video
news | Veranstaltungen    13.03.2019

Filmmuseum München: Britisches Kino der 1960er Jahre

Das Filmmuseum München zeigt englische Klassiker der 1960er Jahre der Woodfall Film Productions in restaurierten Fassungen. Darunter Filme von Tony Richardson, Karel Reisz und Ken Loach.

Still aus SATURDAY NIGHT AND SUNDAY MORNING mit Albert Finney Quelle: Filmmuseum München

Still aus A TASTE OF HONEY mit Rita Tushingham Quelle: Filmmuseum München

 

Die Filme der Woodfall Film Productions stehen vor allem für die Klassiker des britischen Kinos der 1960er Jahre, die das Leben der Arbeiterklasse im Norden Englands in fast dokumentarischer Art porträtieren. Sie liegen nun in restaurierten Fassungen vor. Vom 12. März bis zum 3. April 2019 zeigt das Filmmuseum München acht Spielfilme, von Tony Richardsons Debüt LOOK BACK IN ANGER (1959) über Karel Reisz‘ SATURDAY NIGHT AND SUNDAY MORNING (1960) bis hin zu KES (1969), dem ersten Kinofilm von Ken Loach.

Richard Burton ist als Jimmy Porter in LOOK BACK IN ANGER (1959) der Prototyp der sogenannten "angry young men“, einer Reihe von zornigen jungen Männern, die als Teil der "working class“ meist im Norden Englands leben und mit dem tristen Arbeitsalltag in Fabriken, beengten Wohnverhältnissen und wenig Zukunftsaussichten ein unterprivilegiertes Leben führen. Diese Themen und das Setting in Industrielandschaften waren neu im britischen Nachkriegskino. Die unabhängige Produktionsfirma Woodfall Film Productions brachte ab 1958 vor allem Vorlagen der "kitchen sink literature“ (Spülsteinliteratur) von Autor*innen wie Alan Sillitoe, Shelagh Delaney und John Osborne auf die Leinwand, die sich mit den Schattenseiten der englischen Gesellschaft beschäftigten: soziale Ungerechtigkeit, Teenagerschwangerschaften, Abtreibungen und häusliche Gewalt. Gefilmt waren diese Adaptionen von ambitionierten Kameraleuten wie Walter Lassally, die gerne im Freien drehten, improvisierten und mit Einstellungen und Licht experimentierten. Vor ihren Linsen standen oft Laiendarsteller – unvergesslich der junge David Bradley als Billy in KES – und junge ausdrucksstarke, unbekannte Schauspieler*innen wie Rita Tushingham, die für A TASTE OF HONEY (1961) erstmals für einen Film gecastet wurde. Tom Courtenay hinterließ einen tiefen Eindruck als jugendlicher Strafgefangener Colin in THE LONELINESS OF THE LONG DISTANCE RUNNER (1962), der als "britischer Marlon Brando“ gefeierte Albert Finney ging mit seinem rebellischen Arthur Seaton in SATURDAY NIGHT AND SUNDAY MORNING in die Filmgeschichte ein. Für zahlreiche junge Darsteller*innen waren die Woodfall-Filme ein Sprungbrett für ihre weitere Karriere. Mit Richardsons farbigem Historienfilm TOM JONES (1963) und dem im London der"Swinging Sixites“ spielenden THE KNACK … AND HOW TO GET IT (1965) von Richard Lester wurden die Filme leichter, hipper und bunter. Was blieb, war der Fokus auf das Leben und den Blickwinkel der jungen Leute.

Alle Filme werden in der englischen Originalfassung gezeigt (KES mit deutschen Untertiteln).

Weitere Informationen unter www.muenchner-stadtmuseum.de/film



<< zurück

Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Mit der Anmeldung nehme ich folgende Informationen zur Kenntnis:

Ihre Angaben werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz verarbeitet, genutzt und insbesondere nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben. Wir erheben, verarbeiten und nutzen die von Ihnen angegebenen personenbezogenen Daten nur zum Zwecke der Zusendung unseres Newsletters. Sie können der Verarbeitung und Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse im Newsletter jederzeit widersprechen und sich abmelden. Hierzu klicken Sie bitte in der E-Mail auf den entsprechend gekennzeichneten Link, Ihre Daten werden dann gelöscht.

Es gilt die Datenschutzerklärung (https://www.eubucoverlag.de/datenschutz/) der EuBuCo Verlag GmbH, die auch weitere Informationen über Möglichkeiten zur Berichtigung, Löschung und Sperrung Ihrer Daten beinhaltet.