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news | Wettbewerbe    22.08.2019

Oscars 2019: "Systemsprenger" geht für Deutschland ins Rennen

Der Spielfilm "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt wird für Deutschland ins Rennen um den 92. Oscar für die Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" gehen.

Filmstill "Systemsprenger" © kineo Film/Weydemann Bros./Yunus Roy Imer

Filmstill "Systemsprenger" © kineo Film/Weydemann Bros./Yunus Roy Imer

 

Eine von German Films berufene, unabhängige Fachjury wählte "Systemsprenger" unter sieben Bewerbern als deutschen Kandidaten aus. Die neunköpfige Jury mit Jurysprecher Frédéric Jaeger (Verband der Deutschen Filmkritik) begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: „Der Film "Systemsprenger" entwickelt Sog und Kraft, mit einer seltenen emotionalen Intensität. Nora Fingscheidt versammelt und inszeniert außerordentliche Talente, schafft Beklemmung, Nähe und Authentizität für eine Geschichte, die im Wechsel wütend, traurig und hoffnungsvoll stimmt. Der Film ist ein Erlebnis, das wir den Academy-Mitgliedern sehr gerne empfehlen."

Nora Fingscheidt, Regisseurin: „Wir fühlen uns geehrt und sind dankbar, dass "Systemsprenger" als deutscher Beitrag ins Oscar-Rennen geht. Nach dem Silbernen Bären ist unser Film gerade auf einer weltweiten Festivalreise. Die überwältigenden Reaktionen des Publikums zeigen: Kino kann einen Dialog zwischen Kulturen herstellen, weil es ums Menschsein geht.“

Peter Hartwig, Jonas und Jakob Weydemann und Frauke Kolbmüller, Produzenten: „Wir sind wahnsinnig glücklich über diese mutige Entscheidung. Die Universalität des Themas gepaart mit der großen Empathie des Films für die Figuren berührt ganz viele Zuschauer.“

Über den Film:

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort 
wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen
"Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder
bei Mama wohnen. Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als
es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist,
versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression
zu befreien.

"Systemsprenger" ist eine Produktion von kineo Filmproduktion und Weydemann Bros., entstanden in Koproduktion mit Oma Inge Film und ZDF Das kleine Fernsehspiel. Produzenten sind Peter Hartwig, Jonas Weydemann und Jakob D. Weydemann, Koproduzentin ist Frauke Kolbmüller.

Gefördert wurde die Produktion durch die BKM, den Deutschen Filmförderfonds, die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Medienboard Berlin-Brandenburg, Nordmedia und das Kuratorium junger deutscher Film.

Der deutsche Verleih ist Port au Prince Pictures, der Weltvertrieb ist Beta Cinema. Der Film startet am 19.09.2019 in den deutschen Kinos.

"Systemsprenger" wurde bereits mit diversen Preisen ausgezeichnet: u.a. Silberner Bär Alfred Bauer Preis & Berliner Morgenpost Preis der Leserjury Berlinale 2019, Golden Lynx für Best Fiction FEST Espinho 2019, Grand Prize Taipei 2019 und der Transilvania IFF Zuschauerpreis 2019.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences wird in der ersten Oktoberwoche 2019 eine Liste aller in der Kategorie "Best International Feature Film" eingereichten Titel veröffentlichen. Kurz vor Weihnachten 2019 wird die Academy eine Shortlist der zehn ausgewählten Filme verkünden, die noch im Rennen um den Oscar in dieser Kategorie sind. Aus dieser Short List werden die fünf nominierten Filme ausgewählt und am 13. Januar 2020 bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet am 9. Februar 2020 im Dolby Theater in Hollywood statt.


Über den deutschen Beitrag für den Oscar in der Kategorie Best International Feature Film entscheidet ein jährlich berufener Auswahlausschuss. Dieser besteht aus VertreterInnen acht verschiedener Verbände und Institutionen, die im Filmbereich tätig sind.

German Films ist als zuständige Dachorganisation für die Vorbereitung und Durchführung des Auswahlverfahrens für den deutschen Kandidaten zuständig, der ins Rennen um den Oscar in der Kategorie Best International Feature Film geht. German Films ist nicht im Auswahlgremium vertreten.

www.german-films.de



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August / September 2019

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