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news | Wettbewerbe    10.09.2019

Neuer Preis beim Int. Filmfestival Braunschweig: "Die TILDA“

Das Braunschweiger Filmfestival erhält zu seiner 33. Ausgabe (19.-24.11.2019) einen weiteren Preis. "Die TILDA“ heißt der neue mit 5.000 Euro dotierte Frauenfilmpreis, den 60 Stifterinnen dem Festival spenden.

Die Stifterinnen der "TILDA" © Frank Terhorst

Die Stifterinnen der "TILDA" © Frank Terhorst

 

Ganze zwei Filme von Frauen waren bei den Filmfestspielen von Venedig im Wettbewerb – trotz aller Absichtsbekundungen, das Programm so zu gestalten, dass beide Geschlechter gleichermaßen Berücksichtigung finden. Frauen im Filmgeschäft sind unterrepräsentiert – das ärgerte Cornelia Rohse-Paul aus Braunschweig. Ein Frauenfilmpreis sollte her, um zu zeigen, was für großartige Filme von Frauen gemacht werden. Dreißig Frauen würden sich doch finden lassen, um einen solchen Preis zu stiften, so ihr Gedanke.

Auf wie viel Resonanz sie mit ihrer Idee stoßen würde, damit hatte sie allerdings selbst nicht gerechnet: Inzwischen sind 60 Frauen aus Braunschweig und Umgebung als Stifterinnen mit im Boot und der Frauenfilmpreis "Die TILDA“ (angelehnt an Matilda Plantagenêt, die als Herzogin wesentlich dazu beitrug Braunschweig als Residenzstadt auf die Landkarte zu setzen) ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro ausgeschrieben.

Ziel des Preises ist es, filmschaffende Frauen in all ihrer Diversität sichtbar zu machen. Und dabei geht es um Diversität in jeder Hinsicht – sowohl was das Genre, die Art des Erzählens und die erzählten Geschichten angeht, wie auch was die Regisseurinnen selbst betrifft, denn der international ausgeschriebene Regiepreis richtet sich an Frauen jeglicher Herkunft, sexueller Orientierung, Hautfarbe etc. Ein weiteres wichtiges Ziel des Filmpreises von Frauen für Frauen ist darüber hinaus, Regisseurinnen zu ermutigen, die am Anfang ihrer Karriere stehen und deren Werke nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.

Nominiert sind diese sechs Filme: "Adam“ von Maryam Touzani (Marokko/Frankreich), "Love Mobil“ von Elke Margarete Lehrenkrauss (D), "Mein Ende. Dein Anfang“ von Mariko Minoguch (D), "She’s Missing“ von Alexandra McGuiness (Irland, UK, USA), "Song Without a Name“ von Meline Léon (Peru/Spanien/USA) und "The Third Wife“ von Ash Mayfair (Vietnam).

"Die TILDA“ wird erstmals auf der Preisverleihung des 33. Internationalen Filmfestival Braunschweig am Samstag, dem 23. November 2019 verliehen. Sie ist in guter Gesellschaft, denn am selben Abend werden der Publikumspreis "Der Heinrich“ für den besten europäischen Debüt- oder Zweitfilm, der "Volkswagen Financial Services Filmpreis“ (jeweils mit 10.000 Euro dotiert), "Die Europa“, der Hauptpreis des Festivals für herausragende darstellerische Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur im Wert von 20.000 Euro sowie sieben weitere Preise vergeben. Insgesamt vergibt das Festival damit zehn Preise im Gesamtwert von 58.500 Euro.

Das Braunschweiger Filmfestival eröffnet am 19. November mit dem Filmkonzert "Das Piano“ gespielt vom Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung von Andrew Berryman. Das virtuose Drama aus dem Jahr 1993 gewann drei Oscars und die Goldene Palme von Cannes als bester Film. Regie führte eine Frau, die Neuseeländerin Jane Campion, die Musik komponierte der Brite Michael Nyman, der bereits auf dem Braunschweiger Festival zu Gast war.

www.filmfest-braunschweig.de



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Oktober / November 2019

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