Technologie und Medienrealisation in Film und Video
news | Veranstaltungen    17.09.2019

Öffentliche Termine der ifs im Oktober 2019

Die ifs internationale filmschule köln veranstaltet im Oktober 2019 Begegnungen mit Filmeditorin Evi Romen und Regisseur Ilker Çatak.

"ifs-Begegnung" Filmplus mit Editorin Evi Romen

Mittwoch, 9. Oktober 2019
19 Uhr
Filmforum NRW / Kino im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln
Eintritt frei

Auf der Leinwand:
"The Graduate – Die Reifeprüfung" (OmU)
(USA 1967, Regie: Mike Nichols, Montage: Sam O’Steen, 102 Minuten, BluRay)

Anschließend Gespräch mit Editorin Evi Romen, moderiert von Werner Busch, Filmkurator bei Filmplus.

Beim Kölner Festival Filmplus steht einmal im Jahr die Kunst der Filmmontage im Mittelpunkt. Gezeigt werden die am besten montierten Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzfilme des Jahres – beim nächsten Mal wieder vom 25. bis 28. Oktober 2019. In Gesprächen und Diskussionsrunden entsteht so seit Jahren ein lebendiger Diskurs über die Montage von Kinofilmen.

Bei der "ifs-Begegnung" Filmplus werden Editoren nach ihren persönlichen Lieblingsfilmen gefragt, deren herausragende Montage sie gerne vorstellen möchten.

Für Filmeditorin Evi Romen ist "Die Reifeprüfung" ein herausragendes Beispiel für die psychologische Anwendung von Montage: „Die clever gesetzten Übergangsmittel und kunstvoll geschnittenen Sequenzen führen den Hauptdarsteller durch gegensätzliche Welten und mitten hinein in ein montiertes ‘Spinnennetz‘ der Verführung."

Evi Romen montiert seit den 1990ern Spiel- und Dokumentarfilme für Kino und Fernsehen, darunter viele Filme von Wolfgang Murnberger wie "Komm, süßer Tod", "Der Knochenmann" oder "Das ewige Leben". Außerdem auch TV-Serien wie den Quotenerfolg "Braunschlag". Im Jahr 2011 gewann sie den Diagonale Schnittpreis für "Mein bester Feind", 2016 wurde Evi Romen mit dem Österreichischen Filmpreis für die Beste Montage an "Casanova Variations" ausgezeichnet. Als Drehbuchautorin schrieb sie mit David Schalko die Mini-Serie "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" und erhielt 2017 den Carl-Mayer-Drehbuchpreis für "Hochwald".

Zum Film:
Mit dem Collegeabschluss in der Tasche will der junge Benjamin (Dustin Hoffman) den Sommer am liebsten planlos auf einer Luftmatratze im Pool verbringen. Doch Mrs. Robinson, eine Freundin seiner Eltern, hat andere Pläne und beschließt, den jungen Mann zu verführen. Eine Weile trifft er sich heimlich mit der Mittvierzigerin, bis er sich unsterblich in ihre Tochter Elaine verliebt. Als die Affäre mit Mrs. Robinson auffliegt, wird es kompliziert.

Mike Nichols‘ "Die Reifeprüfung" läutete 1967 zusammen mit Arthur Penns "Bonnie and Clyde" den Durchbruch des New Hollywood Kinos ein: Etablierte Studios konnten mit einer bis dato unmöglichen Offenheit für Themen wie Sexualität, Drogen oder Gewalt ein neues, aufregendes Kino produzieren, das sich mit großem filmkünstlerischem Anspruch oft an ein junges Publikum richtete. Filmeditor Sam O'Steen war drei Mal für den Oscar nominiert und montierte außerdem Filmklassiker wie "Rosemarys Baby", "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" und "Chinatown".

 

 

"ifs-Begegnung" Junger deutscher Film mit Ilker Çatak

Mittwoch, 23. Oktober 2019
19 Uhr
Filmforum NRW / Kino im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln
Eintritt frei

Auf der Leinwand:
"Es gilt das gesprochene Wort"
(D/F 2019, Regie und Drehbuch: Ilker Çatak, 122 Min., DCP, FSK 12)

Anschließend Gespräch mit Ilker Çatak, moderiert von Sonja Hofmann (Kuratorin u.a. für das Film Festival Cologne und Internationales Frauenfilmfestival Dortmund│Köln)

In ihrer Reihe "ifs-Begegnung" Junger deutscher Film präsentiert die ifs internationale filmschule köln Kurz- und Langfilme von Absolvent*innen deutscher Filmhochschulen. Im anschließenden Gespräch mit den Filmemacher*innen werden prägende Erlebnisse während und nach der Studienzeit thematisiert sowie Erzähl- und Gestaltungsweisen im aktuellen deutschen Film hinterfragt.

Am 23.10. ist der Regisseur Ilker Çatak mit seinem Spielfilm "Es gilt das gesprochene Wort" zu Gast. Ilker Çatak studierte Film- und Fernsehregie an der Dekra Medienhochschule in Berlin und an der Hamburg Media School. Mit seinem Kurzfilm "Sadakat" gewann er den Student Academy Award in Gold, den First Steps Award in der Kategorie Kurz- und Animationsfilm und den Kurzfilmwettbewerb des Max-Ophüls-Festivals. Auch mit dem Kurzfilm "Wo wir sind" war er beim Max-Ophüls-Festival erfolgreich. Ilker Çataks Spielfilmdebüt "Es war einmal Indianerland" kam 2017 in die Kinos.

Sein zweiter Langfilm "Es gilt das gesprochene Wort" erzählt von einer Scheinehe zwischen der deutschen Pilotin Marion und dem kurdischen Wirtschaftsflüchtling Baran. Marion, die von einer Krebserkrankung aus ihrem Berufsleben gerissen wird, und Baran, der seinen Körper für Geld an Touristinnen verkauft, laufen sich an der türkischen Riviera über den Weg. Kurzerhand beschließt Marion, Baran zu helfen und mittels Heirat ein Leben in Hamburg zu ermöglichen. Entgegen jeglicher klischeehafter Vorstellung zeigt "Es gilt das gesprochene Wort" die Komplexität solch einer Konstellation und den Mut, den es bedarf, um menschliche Distanz aufzugeben.

Das Filmdrama feierte seine Weltpremiere 2019 auf dem Filmfest München und wurde dort mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino sowohl für das Drehbuch als auch den Hauptdarsteller Oğulcan Arman Uslu ausgezeichnet.

www.filmschule.de



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August / September 2019

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