Technologie und Medienrealisation in Film und Video
news | Förderungen    19.11.2019

INTO THE WILD – Die Zukunft des Films ist weiblich

Das Mentoring-Programm für junge Filmemacherinnen startet die Bewerbung für den zweiten Jahrgang.

 

Das einjährige Mentoring-Programm INTO THE WILD geht in die zweite Runde. Es richtet sich an fortgeschrittene weibliche Film-Studierende und Alumnae aller Gewerke, die eine Filmidee realisieren wollen – unterstützt werden sie von branchenerfahrenen, erfolgreichen Mentorinnen. Interessentinnen können sich bis zum 15. Januar 2020 mit ihren Projekten bewerben. Programmstart ist ab April 2020 mit einem Drehbuch-Camp gefolgt von Workshops in Köln, Ludwigsburg, München und Berlin – den Abschluss bildet 2021 ein Branchen-Pitching.

In einer einzigartigen, hochschulübergreifenden Initiative schlossen sich 2016 sechs deutsche Filmhochschulen zusammen, um gemeinsam ihre weiblichen Studierenden und Absolventinnen beim Übergang in die Film- und Fernseh-Branche zu unterstützen: Das 12-monatige Mentoring-Programm INTO THE WILD, konzipiert von der Regisseurin und Autorin Isabell Šuba, wurde 2017 zum ersten Mal durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, der ifs internationale filmschule köln, der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF), der Filmakademie Baden Württemberg und der Deutschen Film - und Fernsehakademie Berlin (dffb) und unterstützt durch die großen deutschen Filmförderungen, entstand ein wirksames Programm, das sich zum Ziel gesetzt hat, Chancengleichheit für weibliche Filmschaffende in der Film- und Fernsehbranche aktiv zu fördern.

Zum 20. November 2019 startet der zweite Jahrgang von INTO THE WILD, erneut gefördert von den o. g. Filmhochschulen, Deutschlands wichtigsten Filmförderungen und erstmals auch mitfinanziert von großen Produktionshäusern der Branche.

Das Programm begleitet junge Filmemacherinnen und erleichtert ihnen durch intensive und frühzeitige Vernetzung den Einstieg in die audiovisuelle Medienbranche. An der Seite von Mentorinnen, die selbst erfolgreich im Business arbeiten, werden die Teilnehmerinnen zudem genderspezifisch sensibilisiert, damit Chancengleichheit in der Film- und Fernsehbranche in Zukunft kein Thema mehr sein muss.

Im ersten Jahrgang von INTO THE WILD arbeiteten 17 weibliche Studierende und Alumnae aus den genannten Filmhochschulen in Drehbuchcamps an ihren Stoffen und wurden in Workshops zu Themen wie Selbstpräsentation, Leadership und Verhandlungsstrategien gecoached. Die Projekte wurden in einer Pitching-Veranstaltung im Rahmen des Festivals Max-Ophüls-Preis zahlreichen Branchenvertreter*innen vorgestellt. Mit durchschlagendem Erfolg: Debutfilme und ein Tatort wurden realisiert, Agenturen gefunden, Drehbücher gefördert.

2017 haben zwei große Studien der Filmförderungsanstalt (FFA) und der MaLisa-Stiftung von Maria Furtwängler eindeutig belegt, dass die deutsche Film- und Fernsehbranche männlich dominiert ist.

Studieren an deutschen Filmhochschulen noch etwa gleich viele weibliche und männliche Studierende, ändert sich das Geschlechterverhältnis signifikant nach dem Abschluss zu Ungunsten der Frauen. Trotz mittlerweile gestiegener Sensibilität ist Chancengleichheit für junge Filmemacherinnen immer noch keine Selbstverständlichkeit. Hartnäckig halten sich Vorurteile gegenüber Frauen in Führungspositionen, deren künstlerische und wirtschaftliche Kompetenz im Vergleich zu den männlichen Kollegen geringer geschätzt wird, ebenso wie ihre Managementfähigkeiten.

Ein gewerkeübergreifendes Förderangebot, das Frauen den Berufseinstieg in der Medienbranche erleichtert und ihnen schneller beruflichen Erfolg ermöglicht, fehlt. Hier setzen Isabell Šuba und die deutschen Filmhochschulen mit INTO THE WILD an.

Das Programm richtet sich an Filmstudentinnen aller Gewerke ab dem 3. Studienjahr, Masterstudentinnen sowie Absolventinnen bis zum 3. Jahr nach ihrem Abschluss. Ein Jahr lang bietet das Programm den Teilnehmerinnen einen geschützten Raum, um an ihren Projekten zu arbeiten, sich mit branchenerfahrenen, erfolgreichen Mentorinnen auszutauschen, sich im Drehbuchcamp und in Workshops der eigenen Fähigkeiten zu vergewissern. Die Aneignung von Gendersensibilität und -kompetenz sowie eine breite Vernetzung untereinander und in der Branche sind weitere Schwerpunkte.

Bis zum 15. Januar 2020 können sich Interessentinnen mit ihren Ideen für lange Kino- und Fernsehfilme, Dokumentarfilme oder Serienkonzepte bewerben. Der Fokus liegt dabei auf neuen Stoffen, die eine relevante weibliche Sicht erzählen und das Potenzial haben, ein breites Publikum zu begeistern.

„Ich bin davon überzeugt, dass ein früher Kontakt zu Redaktionen, Produzent*innen und erfahrenen Regisseur*innen für das Studium unverzichtbar ist. Nur so kann ich ein Gefühl für Stoffe und ihre Chancen auf ein Publikum oder Förderung entwickeln. Nur so kann ich mich optimal auf meinen Beruf vorbereiten", meint Isabell Šuba und sieht der Neuauflage von INTO THE WILD zuversichtlich entgegen. Teilnehmerinnen des ersten Jahrgangs können nun bereits ihre gesammelten Erfahrungen an den nächsten Jahrgang weitergeben, damit das Netzwerk wächst.

Das Programm wird ermöglicht durch die Unterstützung der beteiligten Filmhochschulen sowie Förderungen durch die Filmförderungsanstalt (FFA), das Kuratorium Junger Deutscher Film, das Medienboard Berlin-Brandenburg, die Film- und Medienstiftung NRW und den FFF Bayern sowie erstmals durch Produktionsfirmen wie die Constantin Film AG, UFA Fiction, X-Filme Creative Pool GmbH und Bavaria Film GmbH. Durchgeführt wird das Programm von Soilfilms Media GmbH. Es fällt keine Teilnahmegebühr an.

Kontakt:
INTO THE WILD - Isabell Šuba, Silvana Santamaria, Catalina Flórez
c/o Soilfilms Media GmbH
Skalitzer Str. 76, 10997 Berlin

T: +49 (0)30-547-332-60
E-Mail: intothewild.mentoring@gmail.com
FB: www.facebook.com/intothewildmentoring
http://www.intothewild-mentoring.com



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