Technologie und Medienrealisation in Film und Video
news | Veranstaltungen    25.11.2019

Retrospektive Antonio Pietrangeli im Filmmuseum München

In Kooperation mit dem Circolo Cento Fiori und der Filmstadt München zeigt das Filmmuseum vom 29. November bis zum 14. Dezember 2019 eine Retrospektive mit acht Spielfilmen des italienischen Regisseurs Antonio Pietrangeli.

Still aus DER EHEKANDIDAT - LA VISITA, Quelle: Filmmuseum München

Still aus SONNE IN DEN AUGEN - IL SOLE NEGLI OCCHI, Quelle: Filmmuseum München

 

Unter den großen italienischen Regisseuren wie Vittorio de Sica, Roberto Rossellini und Federico Fellini ist er der große Unbekannte: Antonio Pietrangeli (1919–1968) hat in den späten 1950er und den 1960er Jahren herausragend fotografierte Filme gedreht, die vor allem von Frauen erzählen. Mit vielen Stars seiner Zeit wie Sandra Milo, Simone Signoret, Catherine Spaak und Claudia Cardinale hat er gearbeitet, mit Nino Manfredi, Ugo Tgnazzi und Marcello Mastroianni. Pietrangelis Filme sind meist tiefsinnige Komödien, die viel über die Gesellschaft Italiens und die Geschlechterrollen aussagen. Dort trifft das ländliche und proletarische Italien etwa in Gestalt eines Dienstmädchens vom Lande auf die aufstrebenden Mittelklasse in den Wohnquartieren der Großstadt wie in DAS MÄDCHEN AUS PARMA (1963). Pietrangeli entfaltet ein genau beobachtetes Panorama von Verhaltensweisen, das kritisch, manchmal berechnend, aber immer mit einem liebevollen Blick auf seine Protagonist*innen gerichtet ist.

Zur Eröffnung der Reihe am 29.11. hält Ambra Sorrentino-Becker vom Circolo Cento Fiori eine Einführung zu Pietrangelis Debütfilm SONNE IN DEN AUGEN (1953), in dem er das wachsende Rom der Neubausiedlungen aus der Sicht einer Frau vom Land betrachtet. Der Filmkritiker Gerhard Midding stellt am 6.12. die Technicolor-Komödie DAS SPUKSCHLOSS IN DER VIA VENETO (1961) vor, in dem Pietrangeli dem alten, feudalen Rom ein ironisches Denkmal setzt sowie am 7.12. das Drama DER EHEKANDIDAT (1963): Sandra Milo verkörpert die selbstbewusste Singlefrau Pina, die durch ein Inserat den kleingeistigen Adolfo aus Rom kennenlernt und ihm haushoch überlegen ist – was sie ihn aber zunächst nicht spüren lässt. Als Einführung in die Digitalisierung des Werks von Antonio Pietrangeli und zum Abschluss der Reihe spricht am 14.12. Carmen Accaputo von der Cineteca Bologna (in englischer Sprache) vor dem Film ICH HABE SIE GUT GEKANNT mit Stefania Sandrelli in der Hauptrolle als Mädchen vom Lande, das in Rom als Schauspielerin zu Ruhm kommen will.

Die Vorstellungen beginnen jeweils um 18.30 Uhr.

Die Filme werden in der italienischen Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt.

Alle Filme und Termine unter www.muenchner-stadtmuseum.de/film.

Karten können vorbestellt werden unter Tel. 089-233 96450.

 



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