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news | veranstaltungen    17.01.2020

Münchner Filmwoche: Leinwand-Revival für Schlöndorffs "Blechtrommel"

40 Jahre nach ihrer Oscar-Auszeichnung kommt Volker Schlöndorffs Literaturverfilmung "Die Blechtrommel", aufwendig bei ARRI Berlin in 4K restauriert, als bundesweites Kinoevent zurück auf die große Leinwand.

vlnr.: Eberhard Junkersdorf, Volker Schlöndorff, Hooman Afshari, Lutz Rippe bei der Münchner Filmwoche © Studiocanal

David Bennent als Oskar Matzerath

Am 14. April 1980 wurde Schlöndorffs Verfilmung des gleichnamigen Romans von Günter Grass mit einem Oscar als "Bester fremdsprachiger Film“ ausgezeichnet. Zuvor hatte »Serengeti darf nicht sterben« von Michael und Bernhard Grzimek 1960 einen Academy Award für den besten Dokumentarfilm bekommen. So gesehen sind dies die ersten beiden mit Oscars prämierten Kinoproduktionen aus Deutschland. Genau am 14. April 2020 zeigt STUDIOCANAL den Film zum Oscar-Jubiläum bundesweit im Kino - wie jetzt bei der Münchner Filmwoche bekanntgegeben wurde.

Auch ein Heimkino-Release ist später im Jahr eingeplant.

Die 4K-Restaurierung von "Die Blechtrommel" fand in Zusammenarbeit mit ARRI Berlin unter der Aufsicht von Eberhard Junkersdorf und Volker Schlöndorff persönlich statt. 

„Heute wirkt er fast noch stärker auf der Leinwand als damals,“ sagt Schlöndorff dazu „so wie die großen Gesichter der Stummfilmzeit uns heute noch mehr überwältigen als die Zuschauer damals in den Kinos. Bei der Restauration fragte ich mich oft, wie haben wir das damals nur gemacht.“

Wie der Roman von Günter Grass war Volker Schlöndorffs Film ein Erfolg – und ein Skandal zugleich. Die brillante Inszenierung war 1979 erstmalig auf der großen Leinwand zu sehen und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter u.a. die Goldene Palme aus Cannes für die Beste Regie. 1980 folgte der Oscar als "Bester fremdsprachiger Film“.

Regisseur Volker Schlöndorff empfand die Möglichkeit, an der Blechtrommel zu arbeiten seinerzeit als „eine Herausforderung, der man sich nicht entziehen kann“ (…) und versuchte sich seinen Film wie eine besondere Freskenmalerei vorzustellen: „Weltgeschichte von unten erlebt: riesige, spektakuläre Bilder, zusammengehalten von dem winzigen Oskar.“

 

KINOEVENT: 14. April 2020

DIE BLECHTROMMEL, D 1979

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Jean-Claude Carrière

Kamera: Igor Luther

Schnitt: Suzanne Baron

Siundtrack: Maurice Jarre

Dasteller: David Bennent, Mario Adorf, Katharina Thalbach, Angela Winkler u.v.a.

 

Zum Inhalt:

Danzig 1927. Der äußerst frühreife und hellwache Oskar ist gerade erst drei Jahre alt geworden. Und doch ist ihm bereits klar: Das kleinbürgerliche Leben der Erwachsenen kann und will er so nicht akzeptieren. Er hört einfach auf zu wachsen. Leidenschaftlich protestiert der anarchische Zwerg fortan auf seiner Blechtrommel gegen fanatische Nazis und deren feige Mitläufer. Immer wieder erhebt er seine Stimme gegen die muffigen Spießer der Weimarer Republik und deren derbe Erotik. So schrill, bis Glas springt. Erst als nach dem Krieg eine menschlichere Zeit beginnt, beschließt Oskar wieder am Leben teilzunehmen und wächst weiter.

 



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