Technologie und Medienrealisation in Film und Video
news | Veranstaltungen    12.03.2020

Neue Wettbewerbe und Auszeichnungen bei DOK Leipzig

In diesem Jahr wird es bei DOK Leipzig erstmals einen Wettbewerb für den langen Animationsfilm sowie einen neuen Publikumspreis geben.

 

Erstmals wird es bei DOK Leipzig einen eigenen Animationsfilm-Wettbewerb für Langfilme geben. Eine dreiköpfige Jury wird während der Festivalwoche über die Vergabe der Goldenen Taube entscheiden. „In den vergangenen Jahren gab es hervorragende künstlerische Animationsfilme, die zu DOK Leipzig passen und das Potenzial haben, hier auf ein enthusiastisches Publikum zu treffen“, sagt Christoph Terhechte, der im Januar 2020 die Intendanz und Geschäftsführung von DOK Leipzig übernommen hat. Um das Festival als Plattform für den langen Animationsfilm zu etablieren, wird das Programmteam neben den kurzen verstärkt auch lange Animationsfilme scouten und nach Leipzig einladen.

Der prestigeträchtige Internationale Wettbewerb Langfilm wird indes ausgebaut. Auch die Jury wird von 3 auf 5 Personen erweitert. Neben der Goldenen Taube vergeben die Juror*innen zudem eine Silberne Taube für einen langen Dokumentarfilm einer Nachwuchsregisseurin bzw. eines Nachwuchsregisseurs. Die bisherigen Next-Masters-Wettbewerbe werden in diesem Zuge mit den internationalen Wettbewerben für lange und kurze Filme verschmolzen. „Die Förderung junger Talente ist eines der zentralen Anliegen von DOK Leipzig. Nachwuchsfilmschaffende wie etablierte Regisseur*innen sollen gleichermaßen ihren Platz in unseren internationalen Wettbewerben erhalten“, so Terhechte.

Das umfangreiche bisherige Internationale Programm und die Sektion Spätlese werden fortan zusammengelegt und mit neuen Publikumspreisen für jeweils kurze und lange Filme versehen. Darüber hinaus wird die Sektion deutlich gestrafft.

Die programmlichen Veränderungen haben das Ziel, eine klare Programmstruktur zu schaffen, deren Angebote sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen. „DOK Leipzig hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt und ist dabei stets ein entspannter Ort geblieben, um Filme zu sehen, zu diskutieren und um berufliche Netzwerke zu erweitern“, sagt Terhechte. „Nachdem das Festivalprogramm in den letzten Jahren stetig gewachsen ist, wird es uns in 2020 nicht zuletzt um Konsolidierung gehen“.

Entsprechend soll in diesem Jahr das Filmprogramm gut 200 Werke umfassen – im Vergleich zu über 300 Filmen, die jeweils während der vergangenen Festivaleditionen gezeigt wurden. Die Kinoauslastung soll durch eine gegebenenfalls häufigere Wiederholung der Festivalfilme die gleiche bleiben. Die Sonderprogramme wie etwa Retrospektive oder Hommage werden fester Bestandteil des Festivals bleiben, auch Kooperationen mit regionalen und nationalen Initiativen wie etwa der DEFA-Stiftung oder dem Sächsischen Staatsarchiv soll es weiterhin geben. DOK Neuland, die Ausstellung interaktiver und immersiver Arbeiten, wird ebenso weitergeführt.

„Wir wollen den hohen Qualitätsanspruch des Festivals halten, stets nach neuen filmischen Formen suchen und das Publikum bei DOK Leipzig nach wie vor aus dem Vollen schöpfen lassen. Gleichwohl arbeiten wir daran, unser Publikum nicht mit einer Fülle an Angeboten zu überfordern, sondern klar umrissene Programme zu präsentieren, die das Publikum gezielt auswählen kann“, führt der neue Festivalleiter aus.

DOK Leipzig findet in diesem Jahr vom 26. Oktober bis 1. November statt. Seit dem 3. März können Filmschaffende Dokumentar- und Animationsfilme aller Längen sowie interaktive Arbeiten für die 63. Ausgabe von DOK Leipzig einreichen.

www.dok-leipzig.de



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