Technologie und Medienrealisation in Film und Video
news | Veranstaltungen    04.11.2020

Filmmuseum München weiter Online

Auch das Kino des Filmmuseums muss pandemiebedingt bis auf Weiteres wieder schließen. Das Online-Angebot findet aber weiterhin statt, zunächst mit Radu Gabrea, Restaurierungen des Filmmuseums und einer Retrospektive Werner Schroeter.

Still aus »Fürchte dich nicht, Jakob!« von Radu Gabrea, Quelle: Filmmuseum München

Still aus »Mona Lisa« von Werner Schroeter, Quelle: Filmmuseum München

 

Das bereits vorbereitete Programm des Filmmuseum München zur Retrospektive Vittorio De Sica ist erneut aufgeschoben, die bereits angekündigten Rumänischen Filmtage können ebenfalls nicht wie geplant stattfinden.

Das Online-Angebot auf Filmmuseum München Online (FMO) https://vimeo.com/filmmuseummuenchen findet weiterhin statt: Die Retrospektive Radu Gabrea wird vom 5. bis 8. November um seinen ersten in Deutschland produzierten Film FÜRCHTE DICH NICHT, JAKOB! ergänzt. Anschließend beginnt am 9. November eine Retrospektive zu Werner Schroeter (1945–2010), dem Film-, Theater- und Opernregisseur, dessen filmischer Nachlass im Filmmuseum bewahrt wird. Schon früh verehrte er die Opernsängerin Maria Callas und widmete ihr einige seiner ersten Kurzfilme. Die weiteren Termine der Retrospektive werden noch rechtzeitig über den Newsletter des Filmmuseums bekanntgeben.

Als Überblick über die Geschichte des Filmmuseums seit 1963 ist auf der Website und auf FMO ein Kurzfilm eingestellt, der mit englischen Untertiteln versehen ist.

Das Zuschauerkino, das traditionell zweimal jährlich im Filmmuseum stattfindet, erlebt am Donnerstag, 10. Dezember 2020 seine Online-Premiere. Bis zum 20. November 2020 werden noch Filme gesucht! Alle, die Kurzfilme unter zwölf Minuten gedreht haben, können wieder ihre eigenen Filme einreichen; gleich ob Spielfilm oder Dokumentation, Real-, Kunst- oder Animationsfilm und unabhängig von Inhalt oder Format. Das MFZ, der Förderverein des Filmmuseums München, wählt aus den Filmen aus und stellt ein Programm zusammen. Am Abend des 10. Dezember 2020 wird dieses ab 19:00 Uhr online gezeigt und von einem Chat begleitet. Anschließend sind die Filme bis zum 16. Dezember 2020 online zu sehen. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verpflichtungen des Filmmuseums.

Anmeldungen und nähere Informationen:
www.muenchner-filmzentrum.de, zuschauerkino@yahoo.de
und Filmmuseum München, Tel. 089-233 27718

 

– Filmmuseum München Online: https://vimeo.com/filmmuseummuenchen

Der Zugang ist kostenfrei.

 

Retrospektive Radu Gabrea

Donnerstag, 5. November bis Sonntag, 8. November 2020

Fürchte dich nicht, Jakob!

BRD 1981 | R: Radu Gabrea | Buch: Meir Dohnal, Frieder Schuller, Radu Gabrea, nach der Erzählung »O făclie de Paște« (Die Osterkerze) von Ion Luca Caragiale | Kamera: Igor Luther | Musik: Klaus Obermayer | Besetzung: André Heller, Aviva Gaire, Dan Nuțu, Pedro Efe, Frieder Schuller | 101 min

Der Film wurde in Portugal gedreht, losgelöst vom osteuropäischen Schtetl-Ambiente der literarischen Vorlage, und stellt somit eine modellhaftere Situation vor. Er zeigt ein Beispiel jüdischen Widerstands gegen ein drohendes Pogrom. Die Intensität des Films ist vor allem auch Igor Luthers Kamerakunst zu verdanken, die archaische Bilder schafft, und André Hellers hellsichtiger Darstellung. International wurde der Film stärker wahrgenommen als in der BRD. FÜRCHTE DICH NICHT, JAKOB! wurde als Fanal jüdischen Widerstands über acht Jahre immer wieder als Eröffnungsfilm des amerikanischen »Jewish Film Festival« aufgeführt.

 

Retrospektive Werner Schroeter

Montag, 9. November bis Mittwoch, 11. November 2020

Frühe Kurzfilme, die Werner Schroeter seinem Idol Maria Callas widmete, die er 2008 in einem Interview einmal als »Botin zwischen Gott und den Menschen« bezeichnete.

Callas walking Lucia
BRD 1968 | Regie + Buch + Kamera + Schnitt: Werner Schroeter | 3 min
Maria Callas Porträt
BRD 1968 | Regie + Kamera + Schnitt: Werner Schroeter | 13 min
Mona Lisa
BRD 1968 | Regie + Buch + Kamera + Schnitt: Werner Schroeter | Musik: Luigi Cherubini, Giuseppe Verdi, Gaetano Donizetti | 32 min
Maria Callas singt 1957 Rezitativ und Arie der Elvira aus Ernani 1844 von Giuseppe Verdi
BRD 1968 | Regie + Kamera + Schnitt: Werner Schroeter | 11 min

 

Zuschauerkino

Donnerstag, 10. Dezember, 19.00 Uhr bis Mittwoch, 16. Dezember 2020

Selbstgedrehte Kurzfilme unter zwölf Minuten Länge mit anschießendem Online-Chat für Filmemacher*innen und Publikum.

 

www.muenchner-stadtmuseum.de/film



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